Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auf dem Weg zur intelligenten Maschine

06.09.2002


Mechatronische Systeme für den Maschinenbau - DFG-Sonderforschungsbereich legt Bilanz vor

Wie lässt sich die Funktionsvielfalt technischer Systeme durch elektronische Automatisierung verbessern? Wie kann man ressourcenschonende und weniger störanfällige Maschinen bauen? Was zeichnet "intelligente", mit Mikroelektronik ausgestattete, gegenüber "konventionellen" technischen Systemen aus? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt des Sonderforschungsbereichs "Mechatronische Systeme für den Maschinenbau", eingerichtet an der Technischen Universität Darmstadt, der in den Jahren 1988 bis 2001 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert worden ist.

Seit etwa 1985 sind integrierte mechanisch-elektronische Systeme entwickelt worden. Von einem "mechatronischen System" spricht man, wenn ein mechanisches und ein elektronisches System zu einem untrennbaren Gesamtsystem verschmelzen. Da in vielen mechanischen Systemen häufig eine Energieumwandlung stattfindet und andere Energieformen auftreten, umfassen mechatronische Systeme auch elektrische, thermodynamische, chemische und informationsübertragende Teilprozesse.

Die Wechselwirkungen zwischen mechanischen und digitalelektronischen Elementen spielen bereits bei der Konstruktion eine Rolle. Die Mechatronik stellt daher ein wissenschaftliches Gebiet dar, bei dem verschiedene Fachgebiete der Mechanik, Elektronik und Informationstechnik wie Maschinenbau, Mikroelektronik aber auch Softwaretechnik bis hin zur künstlichen Intelligenz zusammenwirken. Die Informationsverarbeitung durch Mikrorechner bahnt der Automatisierung den Weg. So können mechatronische Systeme zur Entwicklung besserer Dämpfungssysteme, Regelungs- und Bedienungssysteme beitragen.

Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs haben Elektrotechniker, Informationstechniker, Maschinenbauer und Mechaniker von elf Instituten in einer fachübergreifenden Kooperation systematisch mechatronische Systeme und ihre Komponenten entwickelt. In dem jetzt erschienenen Sammelband berichten die beteiligten Wissenschaftler anschaulich über die Ergebnisse ihrer Forschungen. Die Beiträge beschäftigen sich mit den Schwerpunktthemen "Mechatronische Systeme im Kraftfahrzeug", "Verbrennungsmotoren mit mechatronischen Ansätzen", "Strömungsmaschinen mit mechatronischen Ansätzen", "Magnetlager", "Verbindungshalbleiter-Sensorik für mechatronische Systeme" und "Anwendungsbezogene Mikroelektronik für mechatronische Systeme".

Vor dem Hintergrund der interdisziplinären Forschungsarbeiten des Sonderforschungsbereichs ist an der Technischen Universität Darmstadt jetzt auch ein Studienprogramm Mechatronik eingerichtet worden.

Deutsche Forschungsgemeinschaft
Mechatronische Systeme für den Maschinenbau


Ergebnisse aus dem Sonderforschungsbereich 241 "Integrierte mechanisch-elektronische Systeme für den Maschinenbau (IMES)"
Herausgegeben von Rolf Isermann, Bert Breuer und Hans L. Hartnagel
2002, 386 S., Preis 109,- Euro

WILEY-VCH Verlag, Weinheim
ISBN: 3-527-27730-7

Dr. Rembert Unterstell | idw

Weitere Berichte zu: Automatisierung Maschinenbau Mechatronik Mikroelektronik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Interdisziplinäre Forschung:

nachricht Innovation: Optische Technologien verändern die Welt
01.12.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht SeaArt-Projekt startet mit Feldversuchen an Nord- und Ostsee
18.11.2016 | Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Interdisziplinäre Forschung >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften