Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studierende der FH Aachen entwickeln eine Weste, die Leben retten kann

30.09.2011
Sie sieht aus wie eine Weste, die man in jedem Outdoorshop kaufen kann.

Die „Vital Controlling und Emergency Call Waistcoat“, die drei Studierende des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik der FH Aachen entwickelt haben, überwacht die Vitalfunktionen des Trägers und setzt im Notfall automatisch einen Notruf ab. Viele Menschen, die bei einem Spaziergang, einer Radtour oder einer Autofahrt einen Herzinfarkt erleiden, können gerettet werden, wenn schnell Hilfe angefordert wird. Oft sind die Betroffenen dazu aber nicht mehr in der Lage, zumal in abgeschiedenen Gegenden. Die Lebensretterweste der drei FH-Studierenden kann da Abhilfe schaffen.


Bauprinzip der Weste
FH Aachen

Sie sieht aus wie eine Weste, die man in jedem Outdoorshop kaufen kann. Die „Vital Controlling und Emergency Call Waistcoat“ ist aber weit mehr als ein gewöhnliches Kleidungsstück: Die Weste, die drei Studierende des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik der FH Aachen entwickelt haben, überwacht die Vitalfunktionen des Trägers und setzt im Notfall automatisch einen Notruf ab. Im Oktober werden Benedikt Janssen, Christian Gille und Jan Kempken ihre Entwicklung bei einem Mikrosystemtechnik-Wettbewerb in Darmstadt der Fachwelt vorstellen.

Im Notfall kommt es auf jede Sekunde an: Viele Menschen, die bei einem Spaziergang, einer Radtour oder einer Autofahrt einen Herzinfarkt erleiden, können gerettet werden, wenn schnell Hilfe angefordert wird. Oft sind die Betroffenen dazu aber nicht mehr in der Lage, zumal in abgeschiedenen Gegenden. Die Lebensretterweste der drei FH-Studierenden kann da Abhilfe schaffen. Fortlaufend werden die Körperfunktionen des Trägers gemessen, Herzschlag, Atemfrequenz und Körpertemperatur. Außerdem erfasst ein Sensor Bewegung und Lage. Diese Messdaten werden von einer Kontrolleinheit abgeglichen. Wenn die Auswertung Anzeichen für einen Notfall ergibt, wird ein Notruf abgesetzt, via Funk- oder Handynetz.

Die Weste hat aber noch eine weitere Funktion, die lebensrettend sein kann. Gerade in der kalten Jahreszeit ist Unterkühlung ein gravierendes Problem, etwa bei Personen, die kollabiert oder gestürzt sind und aus eigener Kraft keine Hilfe anfordern können. Diesen Menschen hilft das Heizelement, das in die Weste eingebaut ist. Es wird aktiviert, wenn niedrige Außentemperaturen vorliegen und wenn ein Notfall eintritt. So kann die lebensgefährdende Unterkühlung verhindert werden.

Die drei Mechatronik-Studierenden, die von Prof. Dr. Klaus-Peter Kämper betreut werden, stellen ihre Entwicklung vom 10. bis 12. Oktober beim Cosima-Wettbewerb vor. Die Abkürzung Cosima steht für „Competition of Students in Microsystems Applications“. Eingebettet ist der Wettbewerb in den Mikrosystemtechnik-Kongress des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik). Neben der technischen Entwicklung wird die Jury auch das Projektmanagement, die Öffentlichkeitsarbeit und die Präsentation bewerten. Die drei besten Projekte werden mit Geldpreisen belohnt. Mindestens ebenso vielversprechend sind die Industriekontakte, die sich für die drei Studierenden bei diesem Kongress ergeben können, zumal auch weitere Einsatzgebiete denkbar sind, etwa bei Polizei und Feuerwehr.

Informationen zum Wettbewerb sind erhältlich unter www.cosima-mems.de.

| idw
Weitere Informationen:
http://www.cosima-mems.de
http://www.fh-aachen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Elektrischer Antrieb zum Mitnehmen
01.02.2017 | Technische Universität München

nachricht Gesünder Laufen mit smarter Socke
31.01.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie