Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fernsehgeräte werden flach, groß - und noch sicherer

23.10.2003

Die Fernsehgeräte der Zukunft sind digital, vor allem aber flach und groß. Dies war die klare Botschaft auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) 2003 in Berlin. Flachbildschirme erobern die Wohnzimmer und verwandeln sie, nicht zuletzt dank immer größerer Bildschirme, in Heimkinos, zumal sich die Geräte auch bequem an der Wand montieren lassen. Dem Zuschauer der Zukunft eröffnen sich damit ganz neue Möglichkeiten: Neben Fernsehsendungen und DVD-Filmen in bester Bild- und Tonqualität wird er mit "Flat TV" auch im Internet surfen können. Aus der alten Flimmerkiste wird damit eine Multimedia-Drehscheibe für ganz verschiedene Infotainment-Angebote.

Bei der Herstellung und Ausführung der Geräte spielen erhöhte Anforderungen an die Sicherheit eine zunehmend wichtige Rolle. Dazu zählt die Minimierung des Brandrisikos ebenso wie die Verringerung möglicher Brandfolgeschäden. Die Philips Electronics, ein führender Hersteller von Fernsehgeräten, hatte den Wunsch, für Gehäuse mit 37 Zoll Bildschirmdiagonale einen im Sinn der Umweltzeichen halogenfreien Kunststoff zu verwenden, der die in den USA und Japan bestehenden hohen Brandschutzanforderungen gemäß UL 94 V-0 (UL = Underwriters Laboratories, Inc.) erfüllt. Das halogenfrei flammgeschützte, unverstärkte Bayblend® FR 2010 (PC+ABS Blend) von Bayer Polymers, einem Unternehmensbereich der Bayer AG, bietet sich für diese Anwendung geradezu an. Das hochwertige Material entspricht der Brandschutzklassifikation UL 94 V-0 bis herab zu einer Wanddicke von 1,5 Millimetern. Mit der antimon-, chlor- und bromfreien Flammschutzausrüstung erfüllt der Gehäusewerkstoff alle aktuellen Anforderungen der Umweltzeichen "Blauer Engel" und TCO ´99.

Insbesondere die Gehäuse von Plasma-Bildschirmen sind im Dauerbetrieb höheren Temperaturen ausgesetzt. Um die maximal zulässige Temperatur von Kunststoffen im Dauergebrauch festzulegen, wurde der sogenannte relative thermische Index RTI nach UL 746 B definiert. Der RTI-Wert für Bayblend® FR 2010 liegt bei 85 °C bei 1,5 Millimetern (mechanische Beanspruchung mit und ohne Stoßbelastung). Bei dieser Dauergebrauchstemperatur ist eine gute Maß- und Dimensionsstabilität auch bei maximalen Betriebstemperaturen von Flachbildschirmen sicher gewährleistet.

Resultierend aus den guten Fließeigenschaften ist ein breites Fenster für die Verarbeitung im Spritzguss gegeben, das Reserven für den Produktionsprozess schafft. Hervorzuheben ist die hervorragende Lackierbarkeit und Lackhaftung, die eine sehr gute Oberflächenqualität erlaubt. Daneben bieten die mannigfaltigen Möglichkeiten der Nachbearbeitung des Bayblend® FR große Vorteile für eine rationelle Fertigung und freie Designgestaltung.

Für die Produktion von TV-Gehäusen empfiehlt sich außerdem das halogenfrei flammgeschützte Produkt Bayblend® FR 3005. Es weist eine für Röhren-TV-Gehäuse genügende Wärmeformbeständigkeit auf, die Schmelze zeigt gegenüber Bayblend® FR 2010 eine bedeutend bessere Fließfähigkeit. Außerdem ist es hervorragend zur Selbsteinfärbung mit Masterbatch auf der Spritzgießmaschine geeignet. Beide Kunststoffe sind in gedeckter Einfärbung in einer Vielzahl von Farbtönen ebenfalls erhältlich.

Der gemäß OEM-Anforderungen weltweit anerkannte Belichtungsstandard für Innenanwendungen nach ASTM D 4459 - dem sogenannten IBM-Test - mit einem zulässigen Farbänderungsbereich für Delta E von 1,5 wird sicher erfüllt.

Sortenrein und schadstofffrei erfasste Formteile aus beiden Produkten mit der Formteil-Kennzeichnung PC+ABS-FR (40) lassen sich problemlos werkstofflich wiederverwerten.

BayNews Redaktion | BayNews

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Innovative Produkte:

nachricht Neu entwickelter Therapiesitz hilft beeinträchtigten Menschen
18.05.2017 | Jade Hochschule - Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth

nachricht Schnell schweben: Studierende konstruieren Transportkapsel
04.04.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Innovative Produkte >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften