Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Warnemünder Seeunfall in Genua beobachtet

25.09.2008
Um die Sicherheit des Seeverkehrs erhöhen zu können, wird in Rostock-Warnemünde am Bereich Seefahrt der ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der Hochschule Wismar geforscht und dank modernster Technik so manche kritische Situation simuliert, um sie in der Praxis vermeiden bzw. meistern zu können.

Eines der aktuellen europäischen Forschungsprojekte ist MarNIS - Maritime Navigation- and Information Services (Maritimer Navigations- und Informationsdienst), welches die operationelle Integration neuer IT- und Navigationstechnologien in die Schifffahrt zum Ziel hat.

Der Bereich Seefahrt der Hochschule Wismar ist ein Partner im Forschungskonsortium, welches sich im Rahmen eines vierjährigen internationalen Forschungsprojektes mit der Weiterentwicklung maritimer Navigations- und Informationsdienste in der Seeschifffahrt befasst. Das Projekt MarNIS gehört zum 6. Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung der Europäischen Union. Zum Konsortium gehören über 50 Partnern aus ganz Europa, die Konzepte und Lösungsvorschläge zur Verbesserung des Risikomanagements im europäischen Schiffsverkehr entwickeln. Als Realisierungshorizont wurde der Zeitraum von 2012 bis 2015 angesetzt, so dass die Verfügbarkeit bestimmter, in der Entwicklung befindlicher Navigationssysteme wie z.B. Galileo oder Space-AIS zu berücksichtigen sind.

In dieser Woche erfolgt eine erste Demonstration der Forschungsergebnisse insbesondere vor Vertretern der Europäischen Kommission und der europäischen Schiffssicherheitsbehörde (ESA) sowie Experten aus fast allen europäischen Küstenländern. Dazu wird erstmalig eine Direktverbindung vom Maritimen Simulationszentrum Warnemünde ins italienische Genua aufgebaut. Mittels installierter Videokonferenztechnik erfolgt eine Direktübertragung der Sichtkanäle des Simulators, sowie der Audio-/Videosignale. Im Schiffsführungssimulator werden u. a. sicherheitskritische und Seeunfallszenarien, wie der Ausbruch eines Feuers an Bord eines RoRo-Fährschiffes oder eines Ladungsunfalls auf einem 8.000 TEU-Containerschiff realistisch nachgestellt. In die Szenarien sind erläuternde Live-Interviews mit den Akteuren integriert. Auf diese Art und Weise wird das erarbeitete MarNIS-Konzept mit seinen komplexen Wechselwirkungen zwischen den am Notfallmanagement beteiligten Landstationen und der Besatzung an Bord vorgestellt und deren Verbesserungseffekte veranschaulicht. All das wird von über einhundert Beobachtern in Genua auf Großbildleinwand verfolgt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an Dr.-Ing. Michael Baldauf, Tel.: 0381 498 58-44 bzw. E-Mail: michael.baldauf@hs-wismar.de.

Kerstin Baldauf | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-wismar.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Industrie 4.0: Fremde Eindringlinge im Unternehmensnetz erkennen
16.04.2018 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Die Thermodynamik des Rechnens
11.04.2018 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics