Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU-Professor Volker Markl forscht an einer Suchmaschine, die mehr kann als Google

19.01.2009
Neue Generation von Suchmaschinen

TU-Professor Volker Markl forscht an einer Suchmaschine, die mehr kann als Google

Das kalifornische Silicon Valley kann wohl als das Eldorado für Informatiker bezeichnet werden. Was treibt jemanden, der dort acht Jahre lang erfolgreich für IBM an Datenbanksystemen geforscht hat, an die Technische Universität Berlin? Warum schlug er Angebote aus Hamburg und Tübingen zugunsten Berlins aus? Seit Juni 2008 leitet der Spezialist für Datenbanken und Cloud-Computing das Fachgebiet Datenbanksysteme und Informationsmanagement der TU Berlin, um eine neue Generation von Internet-Suchmaschinen zu schaffen.

Google, so erläutert der 37-jährige, sei eigentlich ziemlich einfach. "Die Suchmaschine reproduziert lediglich Informationen, die bereits im Netz stehen. Wir wollen eine Suchmaschine programmieren, die von vielen verschiedenen Quellen Informationen sammelt und in der Lage ist, diese zu aggregieren - so, dass neue Information entsteht", sagt Markl. Voraussetzung dafür sei es, dass Anfragen auf Tausenden von Computern blitzschnell gleichzeitig bearbeitet werden können. "Mein Ziel ist es, Berlin als Kompetenzzentrum für Cloud-Computing und Informationsverarbeitung zu etablieren", präzisiert er. Mit einer solchen Anwendung könnten die Wissenschaftler auch Marktforschung betreiben oder eine Art Stimmungsbarometer schaffen. Die neue Suchmaschine könnte zum Beispiel vor einer Wahl die Blogs und Postings nach der aktuellen Stimmung untersuchen und auswerten oder anhand der Einträge in relevanten Foren versuchen, den nächsten deutschen "Superstar" vorherzusagen.

Für die Studierenden bringt Professor Markl nicht nur fachlich viel Neues ein. "Informationsmanagement hat an der TU Berlin bislang nicht die Rolle gespielt, die das Fach künftig spielen wird", sagt er; und will Studierende auch dazu ermuntern, gute Ideen und Konzepte selbst umzusetzen, indem sie Firmen gründen. Die Geschichten über erfolgreiche Internet-StartUps, über die andere in Büchern gelesen haben, hat er live erlebt. Patenturkunden an den Wänden seines Büros zeugen vom Erfolg seiner "Geistesblitze". Mehr als 20 Erfindungen hat Professor Markl bereits zum Patent angemeldet.

Und außerdem: "In Berlin und Potsdam gibt es am Hasso-Plattner-Institut, an der FU Berlin und an der HU Berlin interessante Fachleute, mit denen gemeinsam ein solches Vorhaben gelingen kann", sagt Markl.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Volker Markl, Technische Universität Berlin, Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik, Fachgebiet Datenbanken und Informationssysteme, Tel.: 030 / 314-25553, E-Mail: marklv@cs.tu-berlin.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Satellitendaten für die Landwirtschaft
28.07.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Lemgoer Forscher entwickeln Intelligente Assistenzsysteme für mobile Anwendungen in der Industrie
25.07.2017 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Firmen räumen bei der IT, Mobilgeräten und Firmen-Hardware am liebsten in der Urlaubsphase auf

28.07.2017 | Unternehmensmeldung

Dunkel war’s, der Mond schien helle: Nachthimmel oft heller als gedacht

28.07.2017 | Geowissenschaften

8,2 Millionen Euro für den Kampf gegen Leukämie

28.07.2017 | Förderungen Preise