Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PROWILAN: Schnell, sicher, kabellos - Funklösung der Zukunft steuert Industrie 4.0 in Echtzeit

25.08.2015

Durch die steigenden Anforderungen der Industrie an eine flexible und kosteneffiziente Produktion wächst das Interesse an sicheren und robusten Funklösungen stetig. Im BMBF-Projekt „Professional Wireless Industrial LAN – PROWILAN“ entwickeln Experten in einem Konsortium aus acht deutschen Organisationen aus Industrie und Forschung die nächste Generation von WLAN Funktechnologie, die den schnell wachsenden Anforderungen auch zukünftiger industrieller Anwendungen gerecht wird.

Ziel des Projekts ist es, Robustheit, Bandbreite und Latenz der Funklösungen so zu verbessern, dass auch anspruchsvolle oder sicherheitskritische Anwendungen wie Augmented Reality oder funkbasierte Nothaltschaltungen effizient und anwenderfreundlich unterstützt werden können.


PROWILAN-Projektlogo

DFKI

Mit gängigen Funktechnologien ist es bisher nur eingeschränkt möglich, kooperative Augmented Reality Anwendungen stabil auszuführen. Auch in unzugänglichen Umgebungen, in denen Montage- und Wartungsarbeiten ausgeführt werden sollen, genügen heutige Funktechnologien nicht den gewachsenen Anforderungen.

Der Projektkoordinator Prof. Hans Schotten, Leiter des Forschungsbereichs Intelligente Netze am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern, erläutert hierzu: „Zur effizienten Umsetzung von Industrie 4.0 Konzepten benötigt man eine flexible, anwenderfreundliche und sichere Kommunikationslösung. Es ist das Ziel von PROWILAN eine neuartige industrielle Funktechnologie zu entwickeln, die diesen Ansprüchen genügt.“

Zu den notwendigen und geplanten Innovationen gehört unter anderem eine Multi-Band- fähige Funkschnittstelle, die gegenüber Interferenzen in einzelnen Bändern unempfindlich und somit immer sofort verfügbar ist. Dadurch werden sehr schnelle Antwortzeiten der Anwendungen ermöglicht. Es ist wichtig, kurze Antwortzeiten der Systeme garantieren zu können, um beispielsweise im Falle eines Not-Halts der Maschine eine garantierte Stillsetzzeit zu erreichen.

Eine weitere Schlüsselinnovation von PROWILAN ist die Integration eines leistungsfähigen 60-GHz Moduls, wodurch sich die übertragbaren Datenraten deutlich steigern lassen. Ebenso soll ein Lokalisierungsverfahren für industrielle Umgebungen integriert werden, sodass mobile Einheiten in der Lage sind, ihren Ort und die Orientierung im Raum zu bestimmen.

Für eine hohe Kundenakzeptanz ist auch das in PROWILAN entwickelte neuartige Plug & Trust Verfahren, das eine schnelle und einfache Inbetriebnahme, Umrüstung und Absicherung erlaubt, von zentraler Bedeutung.

PROWILAN wird im Rahmen des Forschungsprogramms IKT 2020 – Forschung für Innovationen durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 4,6 Millionen Euro gefördert. Das Projekt startete im Februar 2015 und läuft bis Anfang 2018. Neben dem DFKI als Gesamtkoordinator gehören die ABB AG, IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik, IMST GmbH, NXP Semiconductors Germany GmbH, Bosch Rexroth AG, Robert Bosch GmbH und die Technische Universität Dresden dem Konsortium an.

Aus dem DFKI bringt neben dem Forschungsbereich Intelligente Netze (Prof. Dr. Hans Schotten) auch der Forschungsbereich Erweiterte Realität/Augmented Vision (Prof. Dr. Didier Stricker) seine Kompetenzen in PROWILAN ein.

Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Hans Schotten
Forschungsbereich Intelligente Netze
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
E-Mail: Hans.Schotten@dfki.de

Pressekontakt:

Team Unternehmenskommunikation
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Tel.: 0631 20575 -1700/1710
E-Mail: uk-kl@dfki.de

Weitere Informationen:

http://www.dfki.de/web/aktuelles Link zur Pressemitteilung auf www.dfki.de
http://www.prowilan.de Projekt-Webseite
http://www.dfki.de/in DFKI Forschungsbereich Intelligente Netze

Christian Heyer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Mit wenigen Klicks zum Edge Datacenter
18.02.2018 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Fingerabdrücke der Quantenverschränkung
15.02.2018 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Im Focus: Das VLT der ESO arbeitet erstmals wie ein 16-Meter-Teleskop

Erstes Licht für das ESPRESSO-Instrument mit allen vier Hauptteleskopen

Das ESPRESSO-Instrument am Very Large Telescope der ESO in Chile hat zum ersten Mal das kombinierte Licht aller vier 8,2-Meter-Hauptteleskope nutzbar gemacht....

Im Focus: Neuer Quantenspeicher behält Information über Stunden

Information in einem Quantensystem abzuspeichern ist schwer, sie geht meist rasch verloren. An der TU Wien erzielte man nun ultralange Speicherzeiten mit winzigen Diamanten.

Mit Quantenteilchen kann man Information speichern und manipulieren – das ist die Basis für viele vielversprechende Technologien, vom hochsensiblen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Auf der grünen Welle in die Zukunft des Mobilfunks

16.02.2018 | Veranstaltungen

Smart City: Interdisziplinäre Konferenz zu Solarenergie und Architektur

15.02.2018 | Veranstaltungen

Forschung für fruchtbare Böden / BonaRes-Konferenz 2018 versammelt internationale Bodenforscher

15.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

17.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Stammbaum der Tagfalter erstmalig umfassend neu aufgestellt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Strategien zur Behandlung chronischer Nierenleiden kommen aus der Tierwelt

16.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics