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Kostenlose Verhaltenshinweise per SMS und E-Mail: Innensenator Neumann startet KATWARN für Hamburg

18.08.2011
Wenn in Zukunft die Elbe über die Ufer tritt oder ein Großbrand die Anwohner bedroht, erhalten die Hamburgerinnen und Hamburger postleitzahlengenau kostenlose Warninformationen per SMS. Möglich wird dies durch das Fraunhofer-Warnsystem KATWARN, das heute in Hamburg von der Innenbehörde und der Hamburger Feuerkasse eingeführt wird.

Hamburgs Innensenator Michael Neumann: »Im Vergleich zur traditionellen Warnung per Sirene bietet KATWARN den Vorteil, Bürgerinnen und Bürger postleitzahlgenau per SMS und optional per E-Mail warnen zu können und dabei direkt Anweisungen an die Bevölkerung weiterzugeben«. Sicherheitsexperte Ortwin Neuschwander, Beauftragter öffentliche Sicherheit und Frühwarnsysteme am Fraunhofer ISST, fügt hinzu: »Damit können wir verhindern, dass Alarmierungen falsch interpretiert werden und zu Fehlverhalten, im schlimmsten Fall sogar zu Panik führen«.


Warnmeldung auf iPone
Foto: Jens Nieth und Fraunhofer ISST

Allen Beteiligten ist klar, dass derart schwere Gefahrenlagen, in denen die Bevölkerung den Selbstschutz mit in die Hand nehmen muss, selten sind. Aber gerade dieser Umstand macht Systeme wie KATWARN wichtig: »Wir alle sind nicht mehr daran gewöhnt, im Gefahrenfall selbstständig Entscheidungen zu treffen, wir verlassen uns auf die Feuerwehr und Rettungsdienste«, so Ulrich Meissen vom Fraunhofer ISST, in dessen Abteilung KATWARN entwickelt wurde. »Das ist in aller Regel ja auch richtig, aber dennoch müssen Bürger bei schweren Gefahrenlagen auch selbstständig agieren können. Hierfür ist KATWARN genau richtig«.

Denn KATWARN liefert Warnungen von der Feuerwehr und dem zentralen Katastrophendienststab der Hamburger Innenbehörde, die Kurzinformationen zu der anstehenden Gefahr, wie beispielsweise Hochwasser, Großbrand oder Gefahrengutunfall, sowie Verhaltensempfehlungen enthalten. Ein Beispiel: »Sturmflut-Warnung der Innenbehörde, gültig ab sofort, für PLZ 20457, tiefliegende Außendeichgebiete verlassen«.

KATWARN wird von der Stadt Hamburg eingeführt, die auch die Kosten für die Einführung und den Betrieb sowie im Falle einer Alarmierung für das Versenden der Kurznachrichten übernimmt. Die technische Plattform stellt die Hamburger Feuerkasse der Stadt kostenlos zur Verfügung. Dr. Hartwig Essert, Vorstand der Hamburger Feuerkasse, sieht in dem neuen System eine bedeutende Verbesserung: »Als Versicherer haben wir ein Interesse daran, Schäden möglichst vermeiden zu helfen und im Katastrophenfall gering zu halten. Als eng mit Hamburg verbundenes Unternehmen unterstützen wir deshalb die Einführung von KATWARN aus voller Überzeugung, weil dadurch für mehr Sicherheit gesorgt wird«.

Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST installiert, schult und betreut das von ihm entwickelte System KATWARN für die Stadt Hamburg im Auftrag der Hamburger Feuerkasse. Für die Bürger ist das System als Dienstleistung der Stadt Hamburg kostenlos. Es entstehen lediglich Kosten für eine normale SMS bei der Anmeldung und ggf. Um- bzw. Abmeldung.

Und so funktioniert KATWARN:
Bürgerinnen und Bürger können sich kostenlos über die Servicenummer 0163-755 88 42 per SMS anmelden - mit dem Stichwort »KATWARN« und der Angabe des Postleitzahlgebietes in Hamburg, für das die Warnung gelten soll (Beispiel-SMS für das Postleitzahlengebiet 20457 rund um den Hamburger Hafen: »KATWARN 20457 hans.mustermann@mail.de«). Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Pro Handynummer kann eine Postleitzahl angegeben werden.

Die Nutzer erhalten dann - falls notwendig - künftig eine Warnung, wenn für den angegeben Ort eine Gefahrenlage gegeben ist. Wichtig ist, dass ausschließlich Postleitzahlen innerhalb Hamburgs berücksichtigt werden.

Bei einer Teilnahme ist zu beachten, dass KATWARN nicht die lokalen Anweisungen von Behörden, Polizei oder Einsatzkräften ersetzt, sondern diese ergänzt. Den Anweisungen ist auch weiterhin unbedingt Folge zu leisten.

Ansprechpartner:

Britta Klocke / Monika Schönborn
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Institut für Software- und
Systemtechnik ISST
Telefon +49 (0) 231 / 9 76 77-160 / 437
Telefax +49 (0) 231 / 9 76 77-198
E-Mail: britta.klocke@isst.fraunhofer.de
monika.schoenborn@isst.fraunhofer.de
Frank Reschreiter
Pressesprecher
Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Inneres und Sport
Telefon: +49 (0) 40 / 428 39-2673
Telefax: +49 (0) 40 / 428 39-2797
Frank.Reschreiter@bis.hamburg.de
Eberhard von Fintel
Öffentlichkeitsarbeit
Hamburger Feuerkasse Versicherungs-AG
Telefon: +49 (0) 40 / 309 04-9160
Telefax: +49 (0) 40 / 309 04-609160
eberhard.von.fintel@Hamburger-Feuerkasse.de

Monika Schönborn | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.isst.fraunhofer.de
http://www.isst.fraunhofer.de/KATWARN

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