Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Feldpartitur - neue Software für Forscherinnen und Forscher zur Videoanalyse

19.10.2011
Zwölf Monate arbeitete Frau Dr. Christine Moritz an der Hochschulausgründung „Feldpartitur“, ein System und eine Software zur Transkription von Videodaten, für alle mit Video arbeitenden Forscherinnen und Forscher.

Dabei wurde sie durch ein EXIST-Gründerstipendium (BMWi) unterstützt. Mentor des Projekts ist Prof. Dr. H. Niesyto, Abteilung Medienpädagogik. Am 27. Oktober präsentiert die Stipendiatin an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg die Entwicklung des Projektes und die Software.

Nach ihrer erfolgreichen Dissertation 2010 an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg beantragte Dr. Christine Moritz zusammen mit der Hochschule erfolgreich ein EXIST-Gründerstipendium für die Weiterentwicklung der „Feldpartitur“ (Moritz 2009, 2010) und Gründung der Feldpartitur GmbH.

Die Feldpartitur ist ein innovatives System zur Transkription von Videodaten für Forscherinnen, Forscher und Studierende. Analoge Informationen aus dem Video werden nicht mehr ausschließlich in Textdaten übersetzt, sondern können über einer Zeitleiste linear und gleichzeitig digital erfasst werden. Dies geschieht durch die Übertragung der Video-Information mittels Text, visuellen Symbolen und konventionellen Zeichen in ein zwei-dimensionales Achsensystem, eben eine „Partitur“.

Wie der jüngsten Buchpublikation zur Feldpartitur im VS-Verlag detailliert zu entnehmen ist, wird das System bereits in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz interdisziplinär – etwa in der Soziologie, Kommunikations- oder Bildungswissenschaft - zum Einsatz gebracht. Forschende können mit der als Forschungsinstrument zu bezeichnenden Software Filmmaterial unterschiedlicher Kategorien analysieren, übersichtliche Strukturbilder ihrer Videos erstellen oder sogar gemeinsam mit Studierenden in einem Seminar die videoimmanente Bedeutung eines Videos untersuchen. Besonderen Kick bietet die cloud-basierte Technologie: standortunabhängiges, internationales Arbeiten im Internet ermöglicht das gemeinsame Arbeiten an einer Videopartitur jederzeit und überall. Für Studierende wurde ein günstigeres Paket entwickelt, welches diese für Seminar-, Abschluss- oder Doktorarbeiten nutzen können.

Die Feldpartitur GmbH bietet über die Software hinaus ein Dienstleistungskonzept: neben der Software gibt es Beratungs- und Serviceleistungen wie Workshops, Vorträge und Veranstaltungen, die an unterschiedlichen universitären und außeruniversitären Einrichtungen durchgeführt werden.

Weitere Informationen und Anwendungsbeispiele unter www.feldpartitur.de

Abschlusspräsentation am Ende der Projektlaufzeit des EXIST-Gründerstipendiums
Am Mittwoch, 27. Oktober, von 14 bis 15 Uhr stellen die Referentinnen Dr. Christine Moritz, Stefanie Lenze, Ulrike Guse zunächst die originelle Gründungsvorgeschichte des innovativen Unternehmens vor: von der ersten Idee direkt aus dem Klavierunterricht bis hin zur GmbH eines Dienstleistungsunternehmens für Forschende. Anschließend wird die aktuelle Buchpublikation präsentiert und die Software anhand erster Anwendungsbeispiele vorgeführt. So spannende und vielseitige Projekte wie etwa die Reflektion didaktischer Filme aus der NS-Zeit sowie die Untersuchung soziologischer Typen in einer Unterhaltungssendung über Kontrolleure in einer Straßenbahn sind dabei. Genügend Zeit für Rückfragen nach der Präsentation wird eingeräumt.
Veranstaltungsort:
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Reuteallee 46, 71634 Ludwigsburg
Gebäude 1, 2. Stock, Raum 1.220
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei, um Voranmeldung bis zum 26. Oktober 2011 unter info@feldpartitur.de wird jedoch gebeten.
Das EXIST-Gründerstipendium
Das EXIST-Gründerstipendium unterstützt Absolventinnen und Absolventen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die ihre Gründungsidee in einen Businessplan umsetzen möchten. Dabei handelt es sich um besonders innovative technologieorientierte oder wissensbasierte Gründungsvorhaben mit guten wirtschaftlichen Erfolgsaussichten. Das EXIST-Gründerstipendium ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages und wird durch den Europäischen Sozialfonds kofinanziert.

Anne Nörthemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.feldpartitur.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Volle Konzentration am Steuer
25.11.2016 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Warum Reibung von der Zahl der Schichten abhängt
24.11.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen

05.12.2016 | Förderungen Preise

Höhere Energieeffizienz durch Brennhilfsmittel aus Porenkeramik

05.12.2016 | Energie und Elektrotechnik