Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Digital Me

11.09.2012
Anwendung zur Steuerung und Kontrolle persönlicher Informationen in digitalen Netzen
Im EU-Projekt »di.me« entwickelt das Fraunhofer IAO gemeinsam mit sieben Partnern aus Forschung und Industrie eine Anwendung, die Nutzern den Umgang mit ihren persönlichen Daten im Netz erleichtern soll. Teilnehmer einer Summer School in Segovia testeten im Juli den ersten Prototypen einer mobilen Applikation und persönlichem Server.

Die Sorge, die Kontrolle über die eigene Identität im Internet zu verlieren, plagt nicht nur verantwortungsbewusste Nutzer sozialer Netzwerke. Wir sind im Netz ständig mit unterschiedlichen Identitäten und Profilen unterwegs, mal als Privatperson, mal als Geschäftsmann oder –frau auf Konferenzen oder im Kundenkontaktmanagement. Je nachdem sind unterschiedliche Informationen oder Profile relevant.

Mit dem Ziel, das sichere Management verschiedener digitaler Identitäten zu erleichtern, hat das Fraunhofer IAO gemeinsam mit sieben Partnern aus Forschung und Industrie vor eineinhalb Jahren das Projekt »di.me« gestartet. Einen Eindruck des ersten Prototyps, mit dem die entwickelte Anwendung validiert wurde, konnten die über 400 Teilnehmer der 8th Summer School in Segovia gewinnen. Die jährlich stattfindende Konferenz beschäftigt sich mit Informations- und Kommunikationsmittel im gesellschaftlichen Umfeld.

Die Teilnehmer der Konferenz konnten die mobile Applikation und die 120 individuell für die Teilnehmer bereitgestellten persönlichen Server von di.me testen. Die Testpersonen konnten mehrere Identitäten und Nutzerprofile angelegen sowie Informationen aus unterschiedlichen sozialen Netzwerken und zu Personen aus der direkten Umgebung verwenden. Die Rückmeldungen der Testpersonen bestätigten das umfassende Sicherheitskonzept und die Kontrollmöglichkeiten über die persönlichen Daten, die die Anwendung bieten wird.
Di.Me soll sowohl privaten als auch geschäftlichen Zwecken dienen. Durch die Konvergenz von Online-Diensten auf Laptop und Smartphone lässt sich zentral auswählen, wie viele und welche Informationen herausgegeben werden sollen. Gleichzeitig wird aber auch eine individuelle Anpassung möglich. Dadurch können bekannte Risiken und Gefahren der Internet-Nutzung eingedämmt werden.

Auf professioneller Ebene soll mit Di.me das Kundenkontaktmanagement vereinfacht werden, was vielen Unternehmen neue Möglichkeiten eröffnet. Des Weiteren wird der Austausch mit Geschäftskontakten, unter anderem bei Konferenzen erleichtert.

Weitere Informationen zum Projekt: http://www.dime-project.eu

Ansprechpartner:

Fraunhofer IAO, Dr. Fabian Hermann
Telefon +49 711 970-2326
fabian.hermann@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.dime-project.eu
http://www.iao.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik