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Nächsten IT-Gipfel sollten Bürger im Internet mit vorbereiten

16.08.2007
Wissenschaftsmäzen Prof. Hasso Plattner hat angeregt, die Internetnutzer in die Diskussion darüber einzubeziehen, wie der IT-Standort Deutschland wieder an die Weltspitze gebracht werden kann. Dies sagte Plattner in einem Gespräch mit der Redaktion des "IT-Gipfelblog".

Wissenschaftsmäzen Prof. Hasso Plattner hat angeregt, die Internetnutzer in die Diskussion darüber einzubeziehen, wie der IT-Standort Deutschland wieder an die Weltspitze gebracht werden kann. Auf den zweiten nationalen IT-Gipfel der Bundesregierung eingehend, der Anfang Dezember in Hannover stattfinden soll, schlug Plattner deshalb eine "offene Diskussion" vor. Jeder solle sich im Vorfeld des Gipfels daran beteiligen können. Der Mitgründer und Aufsichtsratsvorsitzende des Software-Konzerns SAP sagte in dem Interview, es sei wünschenswert, an dem so wichtigen Zukunfts-Thema der Informations- und Kommunikationstechnologien mehr Bürgerinnen und Bürger mitarbeiten zu lassen.

Plattner äußerte sich in einem Gespräch mit der Redaktion des "IT-Gipfelblog" (http://it-gipfelblog.hpi-web.de/index.php/2007/08/09/it-gipfelblog-news/). Dieses Online-Diskussionsforum war vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) gestartet worden. Dort können sich alle Interessenten bereits seit Ende Juni an der Debatte darüber beteiligen, wie die Innovationskraft in Deutschland gesteigert werden kann. Die Diskussionsplattform steht unter dem Motto "Think about IT".

Plattner lobte das demokratische Grundprinzip solcher Weblogs: "Jeder kann sich informieren, jeder kann dazu beitragen." Der Stifter des Hasso-Plattner-Instituts räumte ein, dass vielleicht nicht jeder Blog-Eintrag so wertvoll sein werde wie die Experten-Beiträge in internen Runden. "Aber vielleicht ist ja die eine oder andere gute Idee in diesem großen Land da. Die sollte gehört werden", betonte der Wissenschaftsmäzen. Plattner sagte, das IT-Thema sei so wichtig in Deutschland, dass alles getan werden müsse, was möglich sei. Keine Ressource dürfe unbeachtet bleiben.

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Nach Plattners Ansicht geht es um die Frage "Wer kann wen stimulieren, damit vielleicht andere oder neue Ideen weitergesponnen werden?" Die Anregungen müssten dann redigiert und zusammengefasst werden zu einem "hoffentlich wertvollen Beitrag für den nächsten Gipfel, als Input von außen".

Hintergrund Nationaler IT-Gipfel 2006 am HPI

Am 18. Dezember 2006 fand am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam der erste Nationale IT-Gipfel der Bundesregierung unter Teilnahme von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel sowie weiteren Vertretern von Bundesregierung und der deutschen IT- und Kommunikationswirtschaft statt. Acht themenspezifische Arbeitsgruppen erarbeiteten dabei Lösungen, um den IT-Standort Deutschland voranzubringen. Die Gipfelteilnehmer verabschiedeten mit der Potsdamer Initiative ein Papier mit 12 Punkten, in dem die Ergebnisse des Gipfels zusammengefasst sind. Auf der Archivseite des IT-Gipfels können alle Abschlussdokumente sowie umfangreiche Video- und Fotodokumentationen des Gipfels heruntergeladen werden.

Profil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit rund 360 Studenten genutzt wird. Insgesamt 50 Professoren und Dozenten sind am HPI tätig.

Die ingenieurwissenschaftlich orientierte "Elite-Schmiede" betreibt auch exzellente universitäre Forschung, oft für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Das von Stifter Prof. Hasso Plattner komplett finanzierte An-Institut an der Uni Potsdam hat seit seiner Tätigkeitsaufnahme vor sieben Jahren schon 300 Absolventen hervorgebracht. Ein hervorragendes Ergebnis erzielte das Hasso-Plattner-Institut bei der Bewertung der deutschen Informatikstudiengänge durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE): Es kam auf Platz vier der besten Informatik-Studienmöglichkeiten im deutschsprachigen Raum.

Frieder Bechtel | idw
Weitere Informationen:
http://it-gipfelblog.hpi-web.de/
http://it-gipfelblog.hpi-web.de/index.php/2007/08/09/it-gipfelblog-news
http://www.hpi.uni-potsdam.de/presse/download.html

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