Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Arzneimittel-Informationssystem beim DIMDI: Zulassungsdaten schneller recherchieren

29.05.2007
Im Arzneimittel-Informationssystem der deutschen Zulassungsbehörden (AMIS) können alle Nutzer jetzt schneller nach Zulassungsdaten von Medikamenten suchen. Das DIMDI hat den Zugriff auf die Daten vereinfacht und bietet erstmals die Nutzung auch ohne Vertrag an. Die Datenbanken werden über die komfortable Oberfläche DIMDI SmartSearch recherchiert.

Das Arzneimittel-Informationssystem enthält umfangreiche Angaben zu den in Deutschland zugelassenen, zu den im europäischen Verfahren zentral oder dezentral zugelassenen und zu ehemals zugelassenen bzw. verkehrsfähigen Arzneimitteln. Das Informationssystem wird von den deutschen Zulassungsbehörden - Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) - inhaltlich betreut. Das DIMDI sorgt als technische Plattform für den Betrieb der Datenbanken und hat seine menügeführte Recherche-Oberfläche DIMDI SmartSearch speziell daran angepasst.

Damit einher gingen zahlreiche Verbesserungen der Funktionen und der Recherchemöglichkeiten in den drei unterschiedlichen Versionen - AMIS für die Öffentlichkeit, den Medizinischen Dienst der gesetzlichen Krankenkassen und für die Bundesländer. AMIS - Öffentlicher Teil ist recherchierbar über die Internetseiten des DIMDI: www.dimdi.de - Datenbankrecherche - Recherche-Einstieg.

Mit und ohne Vertrag recherchieren

Der Zugriff auf die Datenbanken beim DIMDI ist in zwei Varianten möglich: entweder mit oder ohne Nutzungsvertrag. Jetzt können sich auch Nutzer ohne Vertrag in AMIS - Öffentlicher Teil Dokumente direkt ausgeben lassen.

Stets kostenfrei sind die Recherche sowie die Online-Ausgabe der Ergebnisliste mit Arzneimittelname, Darreichungsform, Zulassungsinhaber und Eingangsnummer (ENR). Die Dokumente selbst sind kostenpflichtig und können per Kreditkarte gezahlt werden. Die Preise für jedes Dokument sind rechts neben dem "Titel" ausgewiesen. Eine Preisübersicht für alle Datenbanken findet sich im Internet unter www.dimdi.de - Datenbanken - Preise.

Bei der Recherche ohne Vertrag bietet der Warenkorb jederzeit den Überblick über Bestellauswahl und Gesamtkosten. Mit einem Mausklick werden gewünschte Dokumente dort zunächst abgelegt.

Nutzer mit Vertrag (Premium-Kunden) profitieren genauso von den neuen Funktionen, sie nutzen darüber hin-aus exklusive Vorteile wie günstigere Dokumentpreise oder können umfangreiche Daueraufträge einrichten.

Komfortable Recherche

Die AMIS-Module wie "Arzneimittel", "Stoffe" und "Bezeichnungsverordnung" können auch während der Recherche gewechselt werden, wobei die vollzogenen Suchschritte jeweils erhalten bleiben. Viele kleinere Suchoptionen sind hinzugekommen, z. B. die Recherche nach Anwendungsgebieten für die Öffentlichkeit. Die ehemaligen "Sucheinschränkungen" sind nun unter "Filter" zu finden. Komfortabel ist außerdem die automatische Endmaskierung von Suchbegriffen, die z. B. unvollständige Begriffe ergänzt und Schreibvarianten bei der Suchanfrage berücksichtigt. Der Klick auf spezielle Verweise liefert Informationen zu vorhandenen Parallelimporten, beschiedenen oder offenen Änderungsanzeigen sowie Fach- und Gebrauchsinformationen.

Ein Beispiel: Über die beschiedenen Änderungsanzeigen ist die Historie zu jedem Fertigarzneimittel abrufbar, die z.B. deutlich macht, ob und welche potenziell Allergie auslösenden Hilfsstoffe neu hinzukamen oder gestrichen wurden. Damit ist der Lebenszyklus eines Präparats über Jahre nach zu verfolgen. Arzneimittelfachleute können die Änderungen in der Zusammensetzung eines Präparats aufrufen, um ggf. Antworten auf Fragen von Patienten zu einer möglichen Allergieauslösung durch das Arzneimittel zu erhalten.

AMIS für die Bundesländer steht dem Bundesministerium für Gesundheit, dessen nachgeordneten Instituten und den Arzneimittelüberwachungsbehörden der Bundesländer zur Verfügung. Den Zugang erhalten die Behörden der Bundesländer über die obersten Landesgesundheitsbehörden.

AMIS für den Medizinischen Dienst ist auf die Erfordernisse der medizinischen Dienste der gesetzlichen Krankenkassen zugeschnitten. Zugang erhalten die einzelnen Medizinischen Dienste und Krankenkassen über den Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen.

Weitere Informationen:
http://www.dimdi.de/static/de/db/index.htm - Recherche-Einstieg
http://www.dimdi.de/dynamic/de/db/recherche/premiumlogin.htm - Zur Premium-Recherche
http://www.dimdi.de/static/de/amg/amis/index.htm - Informationen zu AMIS
http://www.bfarm.de
http://www.PEI.de
http://www.bvl.bund.de

Susanne Breuer | idw
Weitere Informationen:
http://www.dimdi.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Verbesserung des mobilen Internetzugangs der Zukunft
21.07.2017 | IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik

nachricht Affen aus dem Weltraum zählen? Neue Methoden helfen die Artenvielfalt zu erfassen
21.07.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten