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Materialströme durch Umweltcontrolling optimieren

21.03.2007
Die Integration von Umweltkennzahlen in ERP-Systeme, wie SAP R/3® kann die Durchführung eines Umweltcontrolling vereinfachen. Das Fraunhofer IAO hat einen Leitfaden entwickelt, der produzierende Unternehmen bei der Umsetzung einer solchen Integration unterstützt.

Staatliche Regulierungen und gesellschaftliche Forderungen setzen Unternehmen unter Druck, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen (Corporate Social Responsibility). Eine Möglichkeit dem gerecht zu werden, besteht in der kontinuierlichen Optimierung betrieblicher Material- und Energieströme. Der effiziente Einsatz von Material und Energie entlastet nicht nur die Umwelt, sondern reduziert auch die laufenden Kosten eines Unternehmens. Das Umweltcontrolling stellt hierfür geeignete Instrumente zur Verfügung.

Um Aktivitäten des betrieblichen Umweltmanagements kontinuierlich planen, steuern und kontrollieren zu können, werden handhabbare Controlling-Instrumente benötigt. Dabei müssen Aufwand und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.

Die Unterstützung derartiger Controllingprozesse kann über betriebliche Standardsoftware, wie beispielsweise Enterprise Resource Planning-Systeme (ERP-Systeme) erfolgen. In der Praxis wird die Nutzung von ERP-Systemen, wie SAP R/3®, vor allem als hilfreich angesehen, wenn es darum geht, Umweltkennzahlen zu integrieren. Auf diese Weise können interne und externe Berichte einfacher erstellt und Material- und Energieströme verursachergerecht zugeordnet werden.

Im Rahmen des vom Land Baden-Württemberg geförderten Forschungsprojekts "intebis" hat das Fraunhofer IAO den Leitfaden "Umweltcontrolling umsetzen - Erstellung von Kennzahlen für Stoff- und Energieströme und deren Integration in die betriebliche IT" entwickelt. Die Publikation beschreibt, wie produzierende Unternehmen Umweltkennzahlen in ERP-Systeme integrieren können. Dadurch wird das Umweltcontrolling durch eine integrierte Sicht auf umweltrelevante Informationen unterstützt. Das beschriebene Vorgehen wurde in einem Unternehmen in Baden-Württemberg exemplarisch implementiert und evaluiert.

Die Publikation ist ab sofort kostenlos im Internet erhältlich:
http://www.innovation.iao.fraunhofer.de/fhg/iao_innovation/projekte/
intebis/index.jsp
Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Dr. Claus Lang-Koetz
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon: +49 (0) 7 11/9 70-22 22, Fax: +49 (0) 7 11/9 70-22 87
E-Mail: claus.lang-koetz@iao.fraunhofer.de

Claudia Garád | idw
Weitere Informationen:
http://www.iao.fhg.de/
http://www.innovation.iao.fraunhofer.de/fhg/iao_innovation/projekte/intebis/index.jsp

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