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Supercomputer: Deutschland muss Spitze bleiben

23.01.2007
Forschungszentrum Jülich stärkt "Simulation Sciences"

Simulationsrechnungen mit Supercomputern spielen zukünftig eine Schlüsselrolle für Innovationen in Wissenschaft und Wirtschaft. Dies ist ein Ergebnis des "Jülicher Zukunftsforums Supercomputer", zu dem heute das Forschungszentrum Jülich in Berlin eingeladen hat.

Moderiert von WDR-Journalisten Frank Plasberg ("hart-aber-fair") diskutieren unter anderem NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart, BMBF-Staatssekretär Thomas Rachel MdB und IBM-Deutschland-Chefentwickler Herbert Kircher.

"Investitionen in leistungsfähige Infrastrukturen sind Grundvoraussetzung für Exzellenz in Forschung und Entwicklung", erklärt der Parl. Staatssekretär Thomas Rachel die Zielsetzung des Bundesforschungsministeriums. "Höchstleistungsrechner sind ein entscheidendes Schlüsselelement dieser Infrastruktur." NRW-Forschungsminister Andreas Pinkwart betont dabei die Stellung des Forschungszentrums, wenn er sagt, dass "Jülich ein Pfeiler der Innovationspolitik in NRW" ist.

Herbert Kircher von der IBM Deutschland Entwicklung GmbH sieht in Deutschland Nachholbedarf rund um das Großforschungsgerät Supercomputer. " Zum Betrieb dieser Anlagen ist ein Pool an Expertenwissen für Hardware, Software und Anwendungen erforderlich. Dieser Pool muss heute geschaffen werden, wozu wiederum heute Supercomputer in der Wissenschaft und in der wissenschaftlichen Ausbildung erforderlich sind" sagt Kircher und warnt: "In Ländern wie den USA und Japan, aber auch Großbritannien, Frankreich und Spanien wird massiv in Supercomputer investiert".

"Jülich zeichnet sich dadurch aus, dass es neben den Höchstleistungsrechnern über ein einmaliges wissenschaftliches Umfeld verfügt", sagt Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich. "Dadurch erreichen wir einen europaweit einmaligen Mehrwert in der Forschung insgesamt. Diese Spitzenposition müssen wir uns erhalten." Durch den weiteren Ausbau der Rechenkapazitäten auf Petaflop-Niveau in 2009 soll in Jülich ein europäisches Supercomputer-Zentrum innerhalb des 7. EU-Forschungs-Rahmenprogrammes entstehen. "Damit schaffen wir weltweit einmalige Forschungsbedingungen für die Wissenschaftler in Deutschland und Europa", ist sich Bachem sicher.

"Supercomputer sind längst das dritte Standbein der Forschung neben Theorie und Experiment", betont Prof. Thomas Lippert, Leiter des Jülicher Supercomputer-Zentrums. "Jede neue Generation von Supercomputern ermöglicht uns Erkenntnissprünge." Supercomputer werden heutzutage auf so unterschiedlichen Gebieten wie Klimaforschung, Materialwissenschaften und Medizinforschung eingesetzt. " Wir in Jülich folgen der Entwicklung nicht nur, sondern gestalten sie aktiv", sagt Lippert.

Vor einem Rückstand Deutschlands warnt Prof. Jack Dongarra in seinem Vortrag über die weltweite Entwicklung in den Simulation Sciences: "Noch vor vier Jahren gab es in Deutschland 71 Supercomputern, in diesem Jahr sind es nur noch 17." Der Experte der University of Tennessee veröffentlicht die Weltrangliste der Supercomputer, die bekannte TOP500-Liste.

Pressekontakt:
Dr. Angela Lindner,
Leitung Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin
Tel.: 02461 61-4661, Mobil: 0160 - 9720 4213, E-Mail: a.lindner@fz-juelich.de
Kosta Schinarakis,
Unternehmenskommunikation, Tel. 02461 61-4771,
Mobil: 0174 166 765 3, E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de

Peter Schäfer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de/supercomputer
http://www.fz-juelich.de

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