Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Extrem dünne Mikrochips

24.11.2006
Das Institut fur Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS) entwickelt in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart die weltweit dünnsten Siliziumchips

Hintergrund:


Von IMS CHIPS hergestellter ultradünner Mikrochip: Größe ca. 4x4 mm, Dicke 20 μm

Siliziumwafer weisen typischerweise Dicken von 1 Millimeter auf, um ihnen eine hinreichend hohe mechanische Steifigkeit und Stabilität fur die zuverlässige Prozessierbarkeit in den automatisierten Fertigungslinien zu verleihen.

Neuerdings besteht sehr groses Interesse an extrem dünnen Chips fur Anwendungen mit dreidimensionalen integrierten Schaltkreisen aus gestapelten Chips (3D IC), fur flexible Elektronik in der Sicherheitstechnik (z.B. RF-Tags), für die Leistungselektronik und für extrem kleine Chips (Smart Dust). Die traditionellen Verfahren zur Herstellung gedünnter Chips beruhen auf dem Dünnschleifen von Wafern, aus denen in herkömmlicher Weise Chips herausgesägt werden. Damit sind typischerweise Chipdicken von 200 Mikrometer realisierbar. IMS CHIPS gelang der Durchbruch mit der Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von Chips mit einer reproduzierbaren Dicke von 20 Mikrometern.

... mehr zu:
»Chip »Dicke »IMS »Mikrometer »Schaltkreis

Das neuartige Herstellungsverfahren:

Das von IMS CHIPS entwickelte Verfahren beruht auf der Anbringung von Hohlräumen auf dem Siliziumwafer wenige Mikrometer unterhalb der Chipoberfläche, die nach der Integration der elektronischen Schaltkreise ein Herausbrechen der Chips aus der Waferoberfläche gestatten. Im Gegensatz zum herkommlichen Dünnen der Wafer und Sägen der Chips konnen nicht nur reproduzierbar dünne Chips mit Dicken von 20 Mikrometern und weit darunter realisiert werden, sondern der Restwafer kann auch wiederverwendet werden. Das neuartige Verfahren wird erstmals auf dem renommierten International Electron Devices Meeting (IEDM) in der Rubrik .Late Newsg am 12. Dezember 2006 in San Francisco vorgestellt werden.

Institut fur Mikroelektronik Stuttgart (IMS CHIPS)

Das Institut fur Mikroelektronik Stuttgart ist eine Stiftung des Landes Baden-Württemberg. Das Institut betreibt wirtschaftsnahe Forschung auf dem Gebiet der Mikroelektronik in den Bereichen Silizium-Technologie, Anwenderspezifische Schaltkreise (ASIC), Photolithografie und Bildsensorik und engagiert sich in der beruflichen Weiterbildung. Das Institut ist Partner kleiner und mittlerer Unternehmen insbesondere in Baden-Württemberg und arbeitet mit international führenden Halbleiterunternehmen und Zulieferern zusammen.

Victoria Syassen | IMS
Weitere Informationen:
http://www.ims-chips.de

Weitere Berichte zu: Chip Dicke IMS Mikrometer Schaltkreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Sicheres Bezahlen ohne Datenspur
17.10.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Saarbrücker Forscher erstellen digitale Objekte aus unvollständigen 3-D-Daten
12.10.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik