Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Supercomputer der TU Dresden unter den "TOP500"

24.11.2006
Während der internationalen Supercomputer Konferenz SC06, die im November 2006 in Tampa (Florida, USA) stattfand, wurde die 28. Liste der TOP500 vorgestellt.

Unter den 500 weltweit schnellsten Supercomputern erreichte das am Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU Dresden installierte SGI-System Altix 4700 den Platz 49. Damit belegt dieses System - hinter den beiden Rechnern am NIC im Forschungszentrum Jülich und am Leibniz-Rechenzentrum in München - momentan den Platz drei in Deutschland. Bemerkenswert ist dies vor allem, da bei der Beschaffung weniger auf die reine Rechenleistung, sondern auf eine schnelle Anbindung des Rechners an die Festplatten- und Bandspeichersysteme geachtet wurde.

Das neue HPC-System besteht aus 1024 Intel Intanium-2 Montecito-Prozessoren (1.6 GHZ, 18 MByte Cache) mit einem Hauptspeicher von 6,5 TByte und bietet bei einer hohen Packungsdichte eine erzielte Spitzenleistung von mehr als 11,9 Billionen Fließpunktoperationen pro Sekunde (11,9 TFLOPS), so dass ein Anwender für immer größere Aufgaben sehr schnelle Ergebnisse erwarten kann.

Auch der zweite gerade installierte Rechner - eine von Linux Networx gelieferte PC-Farm der AMD-Opteron-Serie (2.6 GHz) mit insgesamt 2592 Prozessorkernen - konnte sich mit einer Leistung von mehr als 6 TFLOPS auf Platz 106 in der TOP500-Liste einreihen und liegt damit auf Platz sechs in Deutschland.

Beide Systeme befinden sich momentan in der Abnahmephase und werden ab Anfang nächstes Jahr schrittweise an die Nutzer übergeben.

Für eine technisch-wissenschaftliche Forschungsumgebung ist eine angepasste Ausstattung der Rechnerinfrastruktur strategische Voraussetzung zur Erzielung von attraktiven Forschungsresultaten. Dies gilt insbesondere für den Standort Dresden, bei dem mit den etablierten Forschungsrichtungen in Physik, Maschinenwesen und Chemie, Hydrologie und Meteorologie, aber auch den Neuansiedlungen von Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) und dem Biotechnologischem Zentrum (BIOTEC) Wissenschaften mit hohem Auswertungspotential daten- und rechentechnisch angemessen versorgt werden müssen.

Der Gesamtkomplex realisiert nun eine wesentliche Erweiterung der Rechenkapazitäten, die dem Wissenschaftlichen Rechnen (Simulationen unterschiedlichster Art, zum Beispiel Flutvorhersage, Meteorologie etc.), insbesondere aber auch datenintensiven Anwendungen zum Beispiel aus der Bioinformatik und den Lebenswissenschaften zu Gute kommen werden. Als Landesrechner mit Zugang für alle Wissenschaftsgebiete in ganz Sachsen konzipiert und ausgelegt, verstärkt dieses Rechnersystem die Anstrengungen des Freistaates zur nachhaltigen Unterstützung der innovativen Forschung im Land.

Das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der TU Dresden mit begleitenden Forschungen im vollen Spektrum der Aufgabengebiete. Es ist für die gesamte Kommunikationsinfrastruktur der Universität verantwortlich und betreibt die zentralen Server und Dienste sowie die Hochleistungsrechner der TU Dresden. Daneben unterstützt es als interdisziplinär ausgerichtetes Zentrum alle Wissenschaftsrichtungen bei der Bearbeitung von Aufgaben in Forschung und Lehre in allen IT-relevanten Bereichen.

Informationen für Journalisten: Prof. Wolfram Nagel, Tel. 0351 463-35450
E-Mail: wolfgang.nagel@tu-dresden.de

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-dresden.de/

Weitere Berichte zu: Hochleistungsrechnen Rechner Supercomputer TFLOPS ZIH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise