Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue energieoptimierte Funkübertragung

10.11.2006
Eine ideale Lösung für den Langzeitbetrieb der drahtlosen Punkt-zu-Punkt-Übertragung von Sensor-daten zeigt das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS auf der electronica 2006.

Das proprietäre Funksystem des Fraunhofer IIS benötigt kein komplexes Übertragungsprotokoll und eignet sich besonders für seltene Übertragungen und niedriges Datenvolumen. Es ist ausgesprochen energiesparend und garantiert eine hohe Betriebsdauer bis zu mehreren Jahren. Dazu weist es geringe Abmessungen auf und ist kostengünstig. Für die drahtlose Punkt-zu-Punkt-Übertragung kleiner Datenpakete stellt das proprietäre System gegenüber Standardlösungen eine günstigere Alternative dar.

Das System besteht aus einem SAW (Surface Acoustic Wave)-basierten Transmitterchip in Verbindung mit einem Low-Power-OOK-Receiver (On-Off-Keying). Damit lassen sich für die Übertragung von Sensordaten mehrere Übertragungsarten realisieren, z. B. selbständiges, periodisches Senden, ereignisgesteuertes Senden durch den Sensor oder die drahtlose Fernabfrage bei ständiger Überwachung des Funkkanals durch den OOK-Receiver. Gesendet wird auf dem lizenzfreien 868-MHz-ISM-Frequenzband.

Der niedrige Wartungsaufwand und die Langlebigkeit des Systems könnte in Zukunft beispielsweise auch den Einsatz zur Brücken­überwachung möglich machen. Spezielle Sensoren, die statische und dynamische Daten sammeln, werden schon beim Bau der Brücke integriert und der aktuelle bauliche Zustand der Brücke kann später in regelmäßigen Abständen von einem Messwagen ausgelesen werden - ganz einfach im Darüberfahren.

Für den Transmitter werden resonatorbasierte Oszillatoren verwendet, die durch ihre geringe Komplexität und einen niedrigen Stromverbrauch bestechen. Der SAW-Filter ermöglicht die Anpassung des Frequenzbands für den amerikanischen oder den europäischen Markt. Durch die angewendete Modulationsart OOK entsteht ein großer Vorteil: für das Senden einer Null wird kein Strom benötigt, der Transmitter wird dazu einfach ausgeschaltet.

Die Schaltung besitzt einen Decoder, der Übertragungsfehler erkennen und korrigieren kann.

Eine herausragende Stellung nimmt die OOK-Empfängerschaltung in CMOS-Technologie mit nur 5 µA Stromverbrauch ein. Diese ermöglicht die Realisierung intelligenter, bidirektionaler Kommunikation mehrerer drahtloser Sensoren.

Besuchen Sie uns auf der electronica 2006 in München, Halle A5, Stand 101

Fraunhofer-Institut für
Integrierte Schaltungen IIS
Am Wolfsmantel 33
91058 Erlangen
Institutsleitung
Prof. Dr.-Ing. Heinz Gerhäuser
(geschäftsführend)
Prof. Dr.-Ing. Günter Elst
Ansprechpartner
Dipl.-Ing. (FH) Klaus Taschka
Telefon +49 (0) 91 31/7 76-4 75
Fax +49 (0) 91 31/7 76-4 99
klaus.taschka@iis.fraunhofer.de
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Marc Briele
Telefon +49 (0) 91 31/7 76-16 30
Fax +49 (0) 91 31/7 76-16 49
presse@iis.fraunhofer.de

Marc Briele | idw
Weitere Informationen:
http://www.iis.fraunhofer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt: Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab – ZuFOR
30.03.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE