Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer Farbsensor prüft 30-mal pro Sekunde

17.01.2006


Mit einem schnellen und robusten Bilderkennungssensor erleichtert Siemens die Qualitätskontrolle in der industriellen Fertigung. Das neue Bildverarbeitungssystem ist sehr bedienerfreundlich, weil es nicht programmiert werden muss. Der Anwender braucht keine tieferen technischen Kenntnisse: Er „trainiert“ den Sensor stattdessen. Im Betrieb schafft der Simatic MV220 bis zu 30 Prüfungen pro Sekunde. Das System ist unter anderem bereits beim Getriebehersteller ZF Getriebe in Saarbrücken im Einsatz.




Der Clou der Technik: Der Sensor gewinnt seine Informationen allein aus der farblichen Zusammensetzung eines Bildes. Weil damit die zu verarbeitende Datenmenge mit etwa vier Kilobyte sehr gering ist, kann er auch komplexe Bilder in Sekundenbruchteilen unterscheiden. Der Sensor besteht aus einem Kamerachip mit 640 mal 480 Pixel. Das System der Automatisierungsspezialisten von Siemens erstellt nach einer Aufnahme eine Datenliste, in der nur das Farbspektrum und die Helligkeitsstufen des Bildes wiedergegeben sind. Diese Informationen kann man sich als dreidimensionale Wolke aus Punkten vorstellen. Jedes Bild ergibt so eine charakteristische Punktwolke, die mit einer Referenzaufnahme verglichen wird.

... mehr zu:
»Farbsensor »Getriebe »Sensor »Simatic


Eine Anwendung ist die blitzschnelle Kontrolle von Warenetiketten auf Förderbändern. Der Sensor bekommt zunächst die Etiketten, die er unterscheiden soll, mehrmals vorgeführt und speichert deren Farbzusammensetzung ab. Später kann er Flächen nach den Farbmerkmalen überprüfen und falsche Etiketten erkennen. In einem anderen Modus sucht er nach speziellen farbigen Merkmalen in einem Bild.

Bei ZF Getriebe übernimmt der Sensor so die Prüfung von farbigen Stopfen an Getrieben nach dem Waschen. In dem Werk werden täglich rund 4000 4-, 5- und 6-Gang-Getriebe produziert. Da es 14 Grundtypen mit insgesamt 120 Varianten gibt, muss die Produktion straff organisiert und jeder kleine Arbeitsschritt in das Qualitätsmanagement integriert sein. Während des Waschens verhindern farbige Abdichtstopfen an unterschiedlichen Stellen des Getriebes, dass Wasser ins Innere gelangt. Ob auch alle Stopfen an der richtigen Stelle sitzen, das prüft der Simatic MV220. Das Prüfergebnis wird zentral verarbeitet und dann an einen RFID-Datenträger übermittelt, der das Getriebe begleitet und am Montagewagen angebracht ist. So ist eine lückenlose Dokumentation der Arbeitsgänge möglich.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: Farbsensor Getriebe Sensor Simatic

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Der Form eine Funktion verleihen
23.06.2017 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Zukunftstechnologie 3D-Druck: Raubkopien mit sicherem Lizenzmanagement verhindern
23.06.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften