Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virtuelle Berührung auf Armeslänge

06.01.2006


In zunehmendem Maße kommen Anwendungen im Bereich der virtuellen Umgebung für mehrere Benutzer zur Schulung, Simulation und Bildung, zum Home Shopping sowie für virtuelle Konferenzen und Spiele für mehrere Benutzer zum Einsatz. Im Rahmen des MUVII-Projekts (Multi User Virtual Interactive Interface) wird untersucht, wie haptische Modalitäten zu dieser Erfahrung der Echtzeit-Interaktion zwischen mehreren Benutzern in einer gemeinsamen dreidimensionalen virtuellen Welt hinzugefügt werden könnten.



Die haptische Technologie simuliert den Tastsinn und ermöglicht den Computerbenutzern über die Ausgabe eines taktilen Feedbacks, mit virtuellen Welten zu interagieren. Sie unterstützt die Benutzer bei der Wahrnehmung der physikalischen Eigenschaften des virtuellen Raumes, wie beispielsweise des Standortes und der Beschaffenheit von Objekten. In Anwendungen im Bereich der virtuellen Umgebung für mehrere Benutzer werden haptische Geräte jedoch aufgrund ihrer Kosten und Integrationsschwierigkeiten weniger ausgiebig genutzt. Das MUVII-Projekt richtete sich auf die Entwicklung von zwei neuartigen Mensch-Maschine-Schnittstellengeräten, die ein haptisches Feedback liefern. Diese Geräte werden Haptic-3D-Interfaces (H3DI) genannt. Das Ganze basiert auf der Rücklieferung einer Empfindung, wie beispielsweise die Metapher eines Kraft-Feedbacks, und ermöglicht so kostengünstige und einfach zu reproduzierende Geräte. Die H3DI können Zeitverzögerungen bei der Kommunikation annehmen und zu äußerst geringen Kosten in enormen Mengen produziert werden.

... mehr zu:
»Interactive »MUVII-Projekt


In Zusammenhang mit dem Projekt wurden zwei H3DI-Vorführgeräte entwickelt, um deren Funktionalität zu demonstrieren - der Immersive Theatre Demonstrator (ITD) und der Interactive Kiosk Demonstrator (IKD). Der Immersive Theatre Demonstrator gestaltet das Eintauchen des Zuschauers in die virtuelle Welt über haptische Technologie realer. Der Haptic Interactive Kiosk demonstriert, wie haptische Schnittstellen durch komplexe wissenschaftliche oder kulturelle Experimente für bildungsbezogene Verfahren genutzt werden können. Diese Prototypen stehen mit der Öffentlichkeit in Kontakt, sodass ein zuverlässiges Bewertungs-Feedback für zukünftige Massenprodukte geliefert werden kann.

Die ITD- und IKD-Geräte nutzen kostengünstige haptische Metaphern, und dies bietet viel versprechende Möglichkeiten für den zukünftigen wirtschaftlichen Einsatz durch Industrialisierung und Kommerz der neuen Produkte. Derzeit werden solche Aktivitäten durchgeführt, um den IKD-Prototyp in ein kommerzielles Produkt umzuwandeln, das mit anderen bestehenden Produkten verbunden werden kann. In dieser Hinsicht werden Partnerschaften zur weiteren Herstellung, Prüfung und Vermarktung anstrebt.

Guy Le Bras | ctm
Weitere Informationen:
http://www.laval-technopole.fr

Weitere Berichte zu: Interactive MUVII-Projekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft
27.04.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen
24.04.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie