Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Expertensuche leicht gemacht

10.10.2001


Fraunhofer IGD zeigt auf der Systems 2001 Informationsportale für das Wissensmanagement



Der Vorsprung an Wissen wird zum wichtigsten Wettbewerbsfaktor. Effektiver interner Wissenstransfer und aktuelle Kenntnisse zu Märkten, Mitbewerbern und Kundenbeziehungen sind entscheidende Kriterien für den Erfolg eines Unternehmens. Sind die Mitarbeiter hochqualifiziert und ist das firmeninterne Wissen verfügbar, lassen sich beispielsweise die Entwicklungszeiten von der Idee bis zum Produkt verkürzen. Doch die Praxis sieht häufig noch anders aus: Der Produktentwickler in Deutschland weiß nicht, dass ein Firmenkollege in Italien an der gleichen Aufgabe arbeitet und schon Lösungen gefunden hat oder eine wichtige Marktanalyse ist nur in der Abteilung bekannt, die sie in Auftrag gegeben hat. Denn die Unternehmen verfügen zwar über riesige Dokumentenbestände, doch es fehlen oft geeignete Werkzeuge, um die relevanten Informationen herauszufiltern, aufzubereiten und damit für das unternehmensinterne Wissensmanagement nutzbar zu machen.



Wie Informationsportale das Wissensmanagement effektiv und sicher gestalten, zeigen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD auf der Systems 2001 in München vom 15. bis 19. Oktober 2001. Sie präsentieren unter dem Motto "E-Business - ja, sicher!" ihre integrierten Lösungen für die Kommunikation und Kooperation im Intranet wie auch im Internet. Das Fraunhofer IGD stellt in Halle C1, Stand 548, dem Stand des Fraunhofer Electronic Business Innovationszentrums aus.

Forscher des Fraunhofer IGD haben ein Informationsportal entwickelt, mit dessen Hilfe sich innerhalb eines Unternehmens Experten für ein bestimmtes Themengebiet leicht finden lassen. Dieses so genannte Expertenportal "XperT" (Expert per Terms) bietet dem Anwender eine Portalseite, auf der er intuitiv Suchbegriffe eingeben kann. Das System findet mit Hilfe "intelligenter" Software-Agenten und neuer Filter-Methoden die Informationen, die möglichst schnell zu Kontakten führen. Das Ergebnis der Suche besteht - neben Dokumenten zu diesem Themenkomplex - aus weiterführenden Informationen zu Projekten und Ansprechpartnern.

Oftmals ist es schwierig für den Anwender exakte Suchbegriffe anzugeben. Kein Problem für XperT, denn das System findet auch Suchbegriffe in Dokumenten, die ähnliche Inhalte haben: Wird beispielsweise "Musik" eingegeben, werden auch Informationen zu "Audio", "Akustik" etc. angezeigt; das System erkennt solche Begriffsähnlichkeiten automatisch.

Ein weiterer Vorteil des Systems ist der geringe redaktionelle Aufwand, mit dem sich das vernetzte Wissen aufbauen und pflegen lässt. Die Wissensträger müssen selbst nur wenig Zeit aufwenden, damit alle Mitarbeiter von ihrem Know-how profitieren können. Das System lässt sich einfach in die Organisationsstruktur integrieren und kann große Mengen von Textdokumenten, die im Intranet vorhanden sind, automatisch verarbeiten. Die semantische Analyse der Daten hilft, verwandte Inhalte zu erkennen. Dem Mitarbeiter, der Wissen einspeichern will, steht ein webbasiertes Redaktionssystem zur Verfügung, mit dem er Dokumente mit den jeweiligen Experten und Projekten oder anderen Ressourcen verknüpfen kann.

Gleichzeitig gewährleistet das Expertenportal die Sicherheit der internen wie auch externen Informationen: Für Suche und Administration regelt ein integriertes Sicherheitsmodell den Zugriff auf die Daten. So können interne Arbeitsgruppen das Portal für ihre Projekte nutzen und nur den registrierten Team-Mitgliedern diese Informationen zugänglich machen. Darüber hinaus ist XperT nicht nur für den unternehmensinternen Einsatz geeignet. Mit den Komponenten lassen sich auch andere Portale aufbauen, beispielsweise Marktplätze, auf deren Netzwerken kooperierende Unternehmen mit ihrem Wissen und ihren Diensten handeln.

Im E-Business Innovationszentrum E-BIZ der Fraunhofer-Gesellschaft bieten fünf Institute (IAO, IGD, IIS-A, IPK und ESK) ihre gebündelte Kompetenz an. Das Demonstrationszentrum entwickelt und zeigt Best-Practice-Lösungen für Anwendungs-, Sicherheits- und Technikfragen. Die beteiligten Institute beraten die Firmen bei der Einführung spezifischer E-Business-Lösungen, damit sie ihre gesamten Geschäftsprozesse im Business-to-Business wie auch im Business-to-Consumer Sektor effizient gestalten können.

Systems 2001 Messe München
E-Business Innovationszentrum
Halle C1, Stand 548
Dr. Stefan Noll
Gregor Heinrich
Fraunhofer IGD
Telefon: +49 (0) 89/94 95 06 13
E-Mail: stefan.noll@igd.fraunhofer.de
gregor.heinrich@igd.fraunhofer.de

Bernad Lukacin | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Roboter-Navigation über die Cloud
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Neuer Kaba Zylinder mit Service-Funktion: Zeitlich begrenzter Zutritt für Servicepersonal
07.12.2017 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik