Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Service aus der Ferne optimiert Anlagen und spart Kosten

31.05.2005


Um Anlagen zu warten, Fehler zu beheben oder sogar Systeme zu optimieren, setzt Siemens auf Service aus der Ferne. Egal ob es um Kraftwerksblöcke mit Gasturbinen, Heizungsanlagen in Hochhäusern oder Computertomographen in Kliniken geht, das Unternehmen ist Vorreiter bei Remote Services – so der Fachausdruck. Das Magazin Pictures of the Future berichtet in seiner neuesten Ausgabe ausführlich über die Vorteile: Die Kunden profitieren von schnellerem, effizienterem Service und sparen dabei beträchtlich Kosten ein. Zudem erhöht sich die Effizienz und Verfügbarkeit der Anlagen.



Die Experten von Siemens wissen meist vor den Kunden vor Ort, wenn irgendwo auf der Welt eine Anlage eine Schwachstelle bekommt. Als zum Beispiel in der Uniklinik Tübingen ein Computertomograph langsamer wurde, erkannten die Mitarbeiter im Service Center, dass das Gerät bald ausfallen würde. Nach einer rechtzeitigen Reparatur war der Tomograph innerhalb von vier Stunden wieder voll funktionsfähig. Ohne die Fernüberwachung wäre er eineinhalb Tage ausgefallen.



Es gibt eigentlich kaum ein System, eine Anlage oder ein Gerät, das nicht aus der Ferne überwacht oder optimiert werden kann. Über eine Datenleitung oder per Funk können Experten in einer weit entfernten Zentrale alle Funktionen einsehen, als säßen sie vor Ort in der Leitstelle. Der Markt für Fernwartung und damit verbundene Dienstleistungen boomt. In der Industrie wächst das weltweite Marktvolumen dafür laut einer Analyse der Gartner Group bis 2010 von heute 13,7 Milliarden Dollar jährlich um etwa 21 Prozent auf 35,7 Milliarden Dollar. Siemens arbeitet daran, möglichst die ganze Bandbreite seiner Produkte tauglich für Remote Services zu gestalten.

Am weitesten fortgeschritten ist dabei die Kraftwerkssparte, die mehrere Remote Expert Center betreibt. Von Karlsruhe aus werden mit rund 40 Mitarbeitern weltweit 140 Kraftwerke betreut, ob Gas- oder Dampfturbinen-, Stein- oder Braunkohleanlagen – oder demnächst auch Windräder. In Orlando steht das Power Diagnostics Center, das den Zustand von weltweit 180 Gasturbinen überwacht. Ein Ausfall einer solchen Anlage würde für den Kunden in der Regel Umsatzverluste von mehreren 100.000 Euro pro Tag bedeuten.

Zur weiteren Stärkung der Dienste aus der Ferne arbeitet Siemens an einer unternehmensweiten Service-Plattform, einem weltweiten Informations- und Kommunikations-Portal, das Fachleuten aus den unterschiedlichen Bereichen einen besonders sicheren Zugang und Austausch von Produkt- und Anlagendaten ermöglicht. Mit so einer Plattform wird eine Unterstützung noch effizienter. Schätzungen zufolge könnte Siemens mehr als 100 Millionen Euro sparen, wenn Remote Services im Unternehmen optimal genutzt würden. (IN 2005.05.5)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/pof
http://www.siemens.de/innovation

Weitere Berichte zu: Computertomograph Expert Gasturbine Remote

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht TU Ilmenau entwickelt Chiptechnologie von morgen
20.04.2017 | Technische Universität Ilmenau

nachricht Datenschutzwächter sichert Smart Homes
20.04.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten