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Fahrkartenkauf ohne Bargeld

04.08.2000


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»Einsteigen und Fahren« - eine multifunktionale und kontaktlose Chipkarte soll den Reisenden des Öffentlichen Personennahverkehrs in Zukunft das Umsteigen zwischen unterschiedlichen
Verkehrssystemen erleichtern.

Mit einer multifunktionalen und kontaktlosen Chipkarte soll den Reisenden des Öffentlichen Personennahverkehrs ÖPVN in Zukunft das Umsteigen zwischen unterschiedlichen Verkehrssystemen erleichtert werden. Nach dem Motto »Einsteigen und Fahren« reicht dann ein einziger elektronischer Fahrschein. Für das Pilotvorhaben »Dresden - Sächsische Schweiz« konzipiert das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden gemeinsam mit Partnern ein Fahrkarten-System auf der Basis einer herkömmlichen GeldKarte.

Erste Entwicklungsarbeiten begannen im EU-Projekt CALYPSO. Dort wurde gemeinsam mit dem Landkreis Konstanz eine spezielle elektronische Hülle mit einer integrierten Antenne entwickelt. Diese verwandelt kontaktgeführte Chipkarten, etwa die GeldKarte der Sparkassen und Banken, in einen kontaktlosen Pass. Der Fahrgast steckt einfach seine GeldKarte in die Hülle. Damit kann er bargeldlos einen Fahrschein kaufen. »Es reicht, das Gerät beim Ein- und Aussteigen im Abstand von circa10 cm an einem Lesegerät vorbeizuführen. Dann erfolgt der Datenaustausch«, erläutert Torsten Gründel vom IVI. »Der Fahrpreis wird automatisch nach der zurückgelegten Distanz ermittelt und von der Karte abgebucht. Im Gegenzug erhält der Fahrgast ein elektronisches Ticket.« In einem Display können Börseninhalt, Abbuchungen sowie die Gültigkeit der Fahrkarte aufgerufen und gegebenenfalls beim Kontrolleur vorgezeigt werden. Ab September wird ein Prototyp der Hülle beim IVI in Dresden vorgestellt.

Vorteil des Konzepts: Mit nur einer einzigen Karte läßt sich bargeldlos einkaufen, Bus und Bahn fahren oder an Automaten bezahlen. Auch die Kombination von öffentlichem und privatem Nahverkehr wird zukünftig erleichtert. Denn der Reisende bezahlt kontaktlos die Gebühr im Parkhaus, stellt seine Daten für Car-Sharing bereit oder ruft über die Hülle aktuelle Verkehrsinformationen ab.

Das gesamte System wird derzeit im BMBF-Leitprojekt »intermobil Region Dresden« zum intermobilPass weiterentwickelt und in den nächsten Jahren in Pilotversuchen getestet. Ziel ist unter anderem, die Antenne nicht mehr in die Hülle, sondern direkt auf der Chipkarte zu integrieren. Weiterhin sollen zum Beispiel Stammfahrer als besonderen Bonus eine monatliche Abrechnung über ihre Fahrten erhalten. Auf lange Sicht ist sogar ein bundesweit einheitlicher Standard für den bargeldlosen Fahrkartenkauf im ÖPNV geplant.

Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Torsten Gründel
Telefon: 03 51/46 40-6 64
Telefax: 03 51/46 40-6 13
E-Mail: gruendel@ivi.fhg.de

Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und
Infrastruktursysteme IVI
Zeunerstraße 38
01069 Dresden
Pressekontakt:
Dr. Gunter Lauckner
Telefon: 03 51/46 40-6 40
Telefax: 03 51/46 40-6 13
E-Mail: lauckner@ivi.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Beate Koch |

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