Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Software findet und verkauft Fische

13.10.2004


Das Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven (ttz Bremerhaven) ist den Fischen auf der Spur: "Trine, sei wachsam - woher kommt der Fisch?" Mit dieser Fragestellung lässt sich das Ziel eines soeben abgeschlossenen internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojektes am ttz Bremerhaven beschreiben. "Unter dem Namen Trine wurde ein System entwickelt, mit dem Herkunft und Handelswege von Fisch für Tiefkühlprodukte nachvollziehbar werden", erläutert Claudia Krines, Projektleiterin im Projekthaus Bio-Nord des ttz Bremerhaven.



Hierfür sind die beiden Software-Programme MINITRACER und MINITRADER entwickelt worden. "Nach knapp zwei Jahren Forschungsarbeit steht nunmehr eine Software zur Verfügung, die einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung in der Lebensmittelindustrie leisten kann", erklärt die ttz-Wissenschaftlerin. Zur Vervollständigung der Arbeiten findet nun die Abschlusskonferenz der beteiligten Partner in Pamplona/ Spanien statt.



Der so genannte MINITRACER ermöglicht die lückenlose Nachverfolgung der Warenherkunft, vom Bord der Fangflotten bis ins Tiefkühlfach. Hinzu kommt der MINITRADER als neue Anwendung, die Online-Auktionen ermöglicht. "Vom Fang bis zur Auktion lässt sich damit nachweisen, auf welchem Weg - und damit natürlich auch in welchen Zeiträumen - die Fische an Ort und Stelle gebracht werden", so Krines weiter.

Die Systeme ermöglichen beispielsweise auch, dass Teilnehmer während einer Auktion den Fang- und Verarbeitungsweg der angebotenen Ware unmittelbar auf dem Bildschirm aufrufen können. "Dies ist eine Innovation, die der Wirtschaft ebenso wie den Verbrauchern zugute kommt - der Hersteller will natürlich ebenso Sicherheit über die Warenqualität haben wie der Endverbraucher", betont ttz-Geschäftsführer Werner Mlodzianowski.

Am Projekt Trine waren insgesamt zehn Partner aus sechs europäischen Ländern beteiligt. Dabei handelt es sich sowohl um Unternehmen als auch Forschungseinrichtungen aus Spanien, Portugal, Island, Finnland, England und Deutschland. Darunter sind auch einige kleine und mittelständische Unternehmen aus Fischhandel und -verarbeitung, die sich bereits seit längerem mit Systemen zur Nachvollziehung der Handelskette in der Lebensmittelindustrie beschäftigen.

Aufgrund des hohen Innovationspotenzials und der Anwendbarkeit für die Fischwirtschaft wurde das Projekt von der Europäischen Union mit Geldern aus dem Mittelstandsförderprogramm CRAFT/ European Information Society Technologies unterstützt. Das Projekt Trine hat einen wichtigen Beitrag zur Erarbeitung von ersten Normen im Bereich der Rückverfolgung geleistet.

"Trine ist ein weiteres Beispiel dafür, wie das ttz Bremerhaven den Aspekt des marinen Lebens kreativ und wirtschaftsfördernd umsetzt", betont Werner Mlodzianowski. "Dabei pflegen wir die enge Kooperation mit der regionalen Wirtschaft, um neue Technologien für die Region gewinnbringend nutzen zu können."

Dem ttz Bremerhaven sind sechs Forschungsinstitute zugehörig, die sich der Entwicklung moderner marktfähiger Produkte und Prozesse verschrieben haben. Dies sind jeweils das Bremerhavener Institut für Lebensmitteltechnologie und Bioverfahrenstechnik (BILB); das Umweltinstitut; das Institut für Energie- und Verfahrenstechnik (IEV); das Bremerhavener Institut für Gesundheitstechnologien (BIGT); das Bremerhavener Institut für Biologische Informationssysteme (BIBIS) sowie das Bremerhavener Institut für Organisation und Software (BIOS).

Den Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt der Blauen Biotechnologie hat das ttz Bremerhaven im Projekthaus Bio-Nord im Biotechnologiezentrum Bio-Nord in Bremerhaven angesiedelt. Bremerhaven ist von der Europäischen Union als Schwerpunktregion für die Blaue Biotechnologie anerkannt.

Boris Trelle | idw
Weitere Informationen:
http://www.ttz-bremerhaven.de
http://www.bio-nord.de

Weitere Berichte zu: Bio-Nord Forschungs- und Entwicklungsprojekt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab
18.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Humane Sachbearbeitung mit Künstlicher Intelligenz
18.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2018

17.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

18.01.2018 | Informationstechnologie

Optimierter Einsatz magnetischer Bauteile - Seminar „Magnettechnik Magnetwerkstoffe“

18.01.2018 | Seminare Workshops

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten