Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Silizium-DNA-Chip für die Bioanalytik

06.06.2001

Forschungsverbund vereinigt Biotech und Computertechnologie

Zusammen mit den Partnern Siemens AG (Unternehmensbereiche Medical Solutions, Corporate Technology und Production and Logistics), Infineon Technologies AG, Eppendorf Instrumente GmbH sowie dem Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie ISIT wird die november AG (Neuer Markt NBX) kostengünstige und nutzerfreundliche analytische Werkzeuge für die moderne Biotechnologie bereitstellen. Hierzu entwickelt der Forschungsverbund einen neuen Typ integrierter Siliziumchips mit dessen Hilfe Biomoleküle ohne kostenintensive optische Komponenten direkt nachgewiesen werden sollen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert dieses technologieübergreifende Projekt mit 10 Mio. DM, davon erhält die november AG rund 1,1 Mio. DM.

BioChip-Systeme ermöglichen die gleichzeitige Durchführung einer großen Anzahl von Analysen. Die november AG erschließt damit neue Anwendungen für ihre Methoden der Molekularen Diagnose. Ziel der Forschungsarbeiten ist die Entwicklung diagnostischer Verfahren und Geräte auf Basis des voll elektronischen Nachweises der Erbsubstanz DNA auf der Oberfläche von speziell für die Diagnostik entwickelten Silizium-Chipstrukturen. Durch die ausschließliche Verwendung elektronischer Komponenten, d. h. den Verzicht auf aufwendige optische Nachweismethoden, sollen die Kosten für BioChip-Anwendungen wesentlich gesenkt werden.

"Der elektronische Biochip erlaubt eine integrierte Probenaufbeitung und Detektion und liefert direkt computerlesbare Signale für eine automatisierte Auswertung", erläuterte Dr. Jörg Hassmann, Projektleiter bei der november AG, die Vorteile des neuen Konzepts. Das System erlaube so eine zeitliche Vorverlagerung der Diagnose. "Damit machen wir einen früheren und spezifischeren Therapieansatz möglich", so Hassmann. Ziel sei die Diagnose von Krankheiten, bevor schädigende Symptome eintreten. Hierzu zählen eine Vielzahl von Infektionskrankheiten sowie die Früherkennung von Krebs. Auf dem Gebiet der Molekularen Diagnostik verfüge das Erlanger Biotech-Unternehmen mit der Elektrohybridisation über große Kompetenz und Erfahrung insbesondere bei elektrochemischen Detektionsansätzen. Innerhalb des Forschungsverbundes übernimmt die november AG die Erprobung und Optimierung der Biotech-Chips. Das Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie wird erste Testchips beisteuern, wobei die Schaltungstechnik des elektrischen Biochips von Infineon entwickelt wird. Die Systemintegration, die Entwicklung der Auslesegeräte und Chipmodule sowie die klinische Validierung erfolgt bei der Siemens AG. Das Forschungsvorhaben ist für einen Zeitraum von drei Jahren angelegt.

Ansprechpartner:
november AG
Dr. Peer Nils Schröder
Tel.: 09131/750 88 868
schroeder@november.de

Dr. Peer Nils Schröder | ots

Weitere Berichte zu: Diagnostik Molekular Silizium-DNA-Chip Siliziumtechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Pepper, der neue Kollege im Altenheim
17.08.2017 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie