Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit SmartRunner mobil Fitnessdaten erfassen

09.06.2008
Wer im Freien joggt oder dem Nordic Walking frönt, hat in der Regel nur eine ungefähre Ahnung davon, wie schnell er unterwegs ist und welche Strecke er bereits zurückgelegt hat.

Eine exakte Erfassung dieser Daten war bislang lediglich beim Laufen auf einem Heimtrainer zu Hause oder im Fitnessstudio möglich. Das hat sich jetzt grundlegend geändert: Am Institut für Wirtschaftsinformatik der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig entwickelten Rolf Kluge und Roman Belter die Software "SmartRunner", die die Datenerfassung mit mobilen Endgeräten erlaubt.

Ihre erste große Bewährungsprobe hat die neue Anwendung am 21. Juni, wenn sie beim 1. Mitteldeutschen Firmenlauf am Flughafen Leipzig/Halle erstmals bei einer großen Laufveranstaltung mit an den Start geht.

Vor dem Einsatz des "SmartRunners" muss der Sportler zunächst die Software kostenlos von der Seite www.smartrunner.de aus dem Internet laden. Diese wird dann auf ein mobiles Endgerät wie einen Pocket-PC oder ein Smartphone übertragen und der Sportler startet zu Beginn seines Trainings das Programm.

... mehr zu:
»SmartRunner »Training

Über das Globale Positionierungssystem (GPS) ist es möglich, den Freizeitsportler während seines Trainings zu orten. Bereits während des Trainings sind Informationen, wie Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch, zurückgelegte Strecke und benötigte Zeit abrufbar. Nach dem Laufen kann man dann zu Hause am Computer die Daten analysieren und auswerten oder sich auf einer speziellen Community-Internetseite mit anderen Sportlern austauschen.

Dazu kann der Nutzer sich auf der Homepage des "SmartRunner" ein individuelles Profil erstellen. Besonders interessant ist dabei die Integration von GoogleMaps: Der Nutzer kann eine Karte über die gelaufene Strecke einsehen und Strecken über die Plattform mit Freunden austauschen. Dabei richtet sich "SmartRunner" nicht nur an Jogger, sondern auch Skater oder Radfahrer. Die Sportarten Skifahren, Nordic Walking und Wandern wurden ebenfalls mit aufgenommen.

Das Projekt SmartRunner ist nur ein möglicher Anwendungsbereich von so genannten Moving Ambient Services, mit denen sich Kluge und Belter sowie Sven Pausch vom Institut für Wirtschaftsinformatik beschäftigen. Unter Moving Ambient Services versteht man Dienste, die dem Benutzer spezifische Funktionalitäten bereitstellen, die in Beziehung zu seiner real existierenden, örtlichen und sich in Bewegung ständig ändernden Umgebung stehen.

Einfache Ambient Services liefern lediglich Informationen über "stationäre" Angebote wie Sehenswürdigkeiten, nahe gelegene Einrichtungen oder Werbehinweise. Die Moving Ambient Services kombinieren dagegen die Bewegungen des Nutzers mit den stationären Informationen und können die jeweils erreichbaren Dienste mit aufnehmen. Um dies zu ermöglichen, müssen die Daten über die jeweilige Position des Nutzers ermittelt und ausgewertet werden.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Ing. Bogdan Franczyk
Telefon: 0341 97-33720
E-Mail: franczyk@wifa.uni-leipzig.de
Sven Pausch
Telefon: 0341 97-33747
E-Mail: spausch@wifa.uni-leipzig.de
Rolf Kluge
Telefon: 034197-33715
E-Mail: rkluge@wifa.uni-leipzig.de

Sandra Hasse | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/wifa/iwi

Weitere Berichte zu: SmartRunner Training

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Vom Edge- bis zum Cloud-Datacenter - Rittal zeigt in Monaco innovative Lösungen für Datacenter
29.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise