Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auf Visite beim virtuellen Patienten

13.03.2008
Das medizinische Online-Lernprogramm des Tübinger E-Learning Verlags INMEDEA GmbH simuliert Abläufe und Situationen in verschiedenen Fachabteilungen eines Krankenhauses mit ihren jeweils typischen Patientengruppen - ohne dass Studenten, Ärzte und Pflegekräfte eine Klinik betreten müssen.

Simulationen sollen die reale praktische Ausbildung nicht ersetzen, sondern durch die gezielte Heranführung an den Klinikalltag optimieren. Zu den ersten Anwendern gehört die Bundeswehr, die das Programm demnächst für die Fernausbildung von Truppenärzten einsetzen wird.

Interaktive Krankenhaus-Simulation der Tübinger INMEDEA GmbH verbessert Aus- und Weiterbildung von Ärzten und Pflegepersonal

Die Spezialisierung der Universitätskrankenhäuser, verkürzte Liegezeiten der Patienten und rasante Veränderungen im Gesundheitswesen erschweren die praktische Ausbildung junger Mediziner, so dass ihnen oftmals klinisches Handlungswissen fehlt. Die E-Learning-Plattform der in der BioRegion STERN ansässigen INMEDEA GmbH unterstützt angehende Ärzte mit einer interaktiven Krankenhaus-Simulation, die realitätsnahe Einblicke in die verschiedenen Fachabteilungen eines Krankenhauses ermöglicht.

... mehr zu:
»BioRegio »INMEDEA »Stern

Unterstützt durch eine virtuelle Multimediabibliothek üben die virtuellen Chirurgen, Orthopäden, Neurologen, HNO- oder Kinderärzte mit jeweils typischen Patienten typische Vorgehensweisen ein. "Jungen Ärzten fällt es oft schwer, medizinische Entscheidungen zu treffen, wenn ein real existierender Patient vor ihnen sitzt", erklärt Dr. Franz Gerstheimer, Geschäftsführer der INMEDEA GmbH. "Mit unserer virtuellen Lernumgebung führen wir sie an eine echte klinische Situation heran und vermitteln wertvolles Handlungswissen und effi-zientes Vorgehen."

Alle Räume der virtuellen Klinik sind einheitlich künstlerisch gestaltet, mehr als 200 virtuelle Patienten treten als individuelle Charaktere mit unterschiedlichen Krankheitszeichen auf. Der Anwender kann Anamnesen und Untersuchungen durchführen, Laborbefunde anfordern, Diagnosen stellen und sich für Therapien entscheiden. Jeder Schritt wird in der digitalen Krankenakte protokolliert und überprüft. Wissen die jungen Mediziner einmal nicht weiter, können sie Hilfe von Experten einholen oder sich in der Bibliothek informieren.

Die "Krankheitsfälle" basieren teils auf realen, teils auf fiktiven Fällen aus dem Lehrbuch; integrierte Zeit- und Kostenerfassungen vermitteln zusätzliche Realitätsnähe. Ein virtueller Patient besteht aus bis zu 3.500 Parametern, für die Komplexität der Krankengeschichten sind mehrere Stufen wählbar. "Heute bietet unser System weltweit die überzeugendste Lösung eines 'Game-based Learnings' in der Medizin", sagt Dr. Franz Gerstheimer.

"Der Arzt identifiziert sich mit seinem simulierten Patienten, engagiert sich emotional für den Fall und taucht in die virtuelle Welt des klinischen Denkens regelrecht ein." Im nächsten Schritt soll die E-Learning-Plattform auf andere Anwendungsbereiche, wie Einstellungsgespräche oder Verkäuferschulungen, ausgeweitet werden.

Neben Studenten und Ärzten, der eigentlichen Zielgruppe des INMEDEA-Programms, können auch Krankenschwestern und -pfleger sowie Pharma- und Biotech-Unternehmen davon profitieren. Neben ersten Universitäten, die das virtuelle Krankenhaus der INMEDEA GmbH in der regulären Lehre einsetzen, gibt es eine Kooperation mit einem Webshop-Betreiber, bei dem sich angehende Ärzte gegen Gebühr Krankenfälle fürs Selbststudium herunterladen können. Außerdem wird die Bundeswehr das Programm, nach Abschluss der Pilotphase, für die Fernausbildung von Truppenärzten nutzen.

Die Zukunftspläne der INMEDEA GmbH sind ehrgeizig. "Wir wollen das führende Lernprogramm für die medizinische Aus- und Weiterbildung werden", so der Geschäftsführer.

Über BioRegio STERN:
In der baden-württembergischen Region Stuttgart, Tübingen, Esslingen, Reutlingen und Neckar-Alb ist die BioRegio STERN Management GmbH gemeinsames Kompetenznetzwerk, Anlauf- und Beratungsstelle für Existenzgründer, Unternehmer und Forscher im Bereich Biotechnologie. BioRegio STERN fördert die Zusammenarbeit unterschiedlichster Disziplinen wie Medizin, Bioverfahrenstechnik, Sensorik, Ernährungswissenschaft, biochemische Analytik und Bioinformatik. Bedeutende Schwerpunkte bilden die Regenerati-onsbiologie und die Medizintechnik.
BioRegio STERN vertritt die Interessen der Existenzgründer, Unternehmer und Forscher gegenüber Politik, Medien und Verbänden, bündelt Wirtschaftsförderung und Marketing, berät bei Förderanträgen und Unternehmensfinanzierungen und stützt diese Arbeit durch eine engagierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

BioRegio STERN wird unterstützt von den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb sowie den Städten Stuttgart, Tübingen, Esslingen und Reutlingen. Geschäftsführer ist der Molekular- und Zellbiologe und Investmentanalyst Dr. Klaus Eichenberg.

Über INMEDEA:
Die INMEDEA GmbH, ein E-Learning Verlag aus Tübingen, entwickelt eines der führenden interaktiven medizinischen Lernprogramme weltweit. In einem virtuellen Krankenhaus können angehende Mediziner, Ärzte und Pflegepersonal ihr Wissen vertiefen und neue Kompetenzen erwerben. Das Programm lässt sich mit jedem gängigen Webbrowser aufrufen. Das Lernkonzept sieht vor, dass die Benutzer vorher gelerntes Faktenwissen an möglichst authentischen Fällen anwenden können. Das im Jahr 2006 gegründete Unternehmen beschäftigt acht Vollzeit- und 14 Teilzeitkräfte.
Herausgeber: BioRegio STERN Management GmbH, Friedrichstraße 10, 70174 Stuttgart, 0711-8703540, info@bioregio-stern.de
Redaktion: Zeeb Kommunikation, Hohenheimer Straße 58a, 70184 Stuttgart, 0711-6070719, info@zeeb.info

INMEDEA GmbH: Dr. Franz Gerstheimer, Geschäftsführer, Schaffhausenstraße 113, 72072 Tübingen, 07071 - 750190, franz.gerstheimer@inmedea.com

Dr. Klaus Eichenberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.bioregio-stern.de
http://www.inmedea.com

Weitere Berichte zu: BioRegio INMEDEA Stern

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix
18.09.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht KATWARN warnt auch in Fremdsprachen
14.09.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie