Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie viel Geld fließt in die Haushaltskasse, wo kommt es her und wo bleibt es?

11.02.2013
Antworten auf diese Fragen gibt der neue Report Altersdaten zum Thema „Haushaltbudgets der Bevölkerung im Ruhestand“.
Verglichen werden zum einen Haushalte von Rentenbeziehenden in Ost- und in Westdeutschland und zum anderen von Renten- und von Pensionsbeziehenden in Westdeutschland. Ebenso wird die spezifische Situation Alleinlebender betrachtet. Das Budget der privaten Haushalte steht in seiner Gesamtheit als Bilanz von Einnahmen und Ausgaben im Mittelpunkt der Analysen. Diese basieren auf Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) sowie auf Daten des Deutschen Alterssurveys.

Einige ausgewählte Befunde belegen zum Beispiel:

* Der Abstand der Alterseinkommen ist zwischen westdeutschen Personen mit Pensionsbezügen und westdeutschen Personen mit Rentenbezügen um ein Vielfaches größer als die Differenz der Alterseinkommen zwischen Rentenbeziehenden beider Teile Deutschlands: Während die Hälfte der westdeutschen Personen mit Pensionsbezügen ein monatliches Äquivalenzeinkommen von mindestens 2.893 Euro hat, liegt diese Schwelle für Rentenbeziehende im Früheren Bundesgebiet bei 1.683 Euro, in den Neuen Ländern bei 1.449 Euro.

* Insgesamt erreichen die Alterseinkommen ostdeutscher Rentnerinnen und Rentner nur 71 Prozent der vergleichbaren Einkommen in Westdeutschland, obwohl die monatlichen Zahlbeträge der Gesetzlichen Rentenversicherung in Ostdeutschland höher sind als im Westen. Ein Grund dafür ist die breitere Basis der Alterseinkommen westdeutscher Rentnerinnen und Rentner: Zwei Drittel stammen aus öffentlichen Transferzahlungen wie gesetzlichen Renten, Renten der gesetzlichen Unfallversicherung, Wohngeld, Pflegegeld und Grundsicherung im Alter. Ein Drittel speist sich aus betrieblicher und privater Altersvorsorge sowie aus Vermögensbeständen. Die Alterseinkünfte ostdeutscher Rentnerinnen und Rentner bestehen dagegen zu 85 Prozent allein aus staatlichen Transfers.

* Nach Abzug der Sozial- und Steuerabgaben verbleiben 93 Prozent vom Bruttoeinkommen als ausgabefähiges Einkommen. 80 bis 90 Prozent davon fließen in den privaten Konsum. Mehr als die Hälfte wird für die Grundbedürfnisse Wohnen, Ernährung und Bekleidung ausgegeben. Knapp drei Prozent der Alterseinkommen werden gespart. Der Rest wird für nicht-konsumtive Zwecke wie Beiträge für freiwillige Versicherungen, Spenden, Mitgliedsbeiträge und Zinsen aufgewendet.

* Die Konsumausgaben unterscheiden sich in Abhängigkeit vom verfügbaren Einkommen. Das niedrigste Niveau verbuchen alleinlebende Rentnerinnen und Rentner. Zwölf Prozent von ihnen meinen, dass ihr Geld für die Erfüllung ihrer Bedürfnisse nicht ausreicht.

Kontakt:
Elke Hoffmann
Deutsches Zentrum für Altersfragen
Informationssystem GeroStat

Stefanie Hartmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.gerostat.de
http://www.dza.de
http://www.dza.de/fileadmin/dza/pdf/Gerostat_Report_Altersdaten_Heft_1_2013.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Daseinsvorsorge in Stadt und Land sichern
08.11.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

nachricht 3, 2, 1, meins: Kaufentscheidungen im Labor erforscht
28.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte