Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobil bleiben im Alter

15.08.2012
Wissenschaftler stellen in Berlin Zukunftsprojekte zur barrierefreien Mobilität vor/ Schavan: "Wir brauchen innovative Produkte und Dienstleistungen"

Mobilität bedeutet, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Forscher der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität München untersuchen derzeit, wie in Zukunft möglichst viele Menschen ohne fremde Hilfe mobil sein können.

Ihre innovativen Projekte haben sie Bundesforschungsministerin Annette Schavan am heutigen Mittwoch auf dem ADAC-Verkehrsübungsplatz in Berlin-Tegel vorgestellt. "Der demografische Wandel stellt unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Wir wollen alten und behinderten Menschen die Möglichkeit geben, eigenständig mobil zu sein - dazu brauchen wir innovative Produkte und Dienstleistungen. Diese Projekte sind tolle Beispiele für das Potenzial der Mobilitätsforschung", sagte Schavan.

In dem Projekt "AutoNOMOS - Autonomie- und Fahrerassistenzsysteme für PKW und LKW" haben Nachwuchsforscher der Freien Universität Berlin unter Leitung von Prof. Raúl Rojas das fahrerlose Auto "MadeInGermany" entwickelt, das selbstständig Ziele anfahren kann und dabei mithilfe spezieller Sensoren Gegenstände, Fahrbahnmarkierungen, Ampelphasen und Geschwindigkeitsbegrenzungen erkennen kann. Der PKW hat bereits eine Straßenzulassung für den Testbetrieb in Berlin.

Mit den gesammelten Daten wollen die beteiligten Wissenschaftler die Navigation und technische Unterstützung verschiedener Verkehrsmittel vereinfachen. So haben sie beispielsweise gemeinsam mit einem Industriepartner einen elektronischen Rollstuhl entwickelt, der sich allein durch Sprache steuern lässt. Die interdisziplinäre Forschungsgruppe wurde im Rahmen des BMBF-Programms "Unternehmen Region" mit 2,2 Millionen Euro gefördert.

Im Jahr 2011 hat das BMBF den Förderschwerpunkt "Mobil bis ins hohe Alter: Nahtlose Mobilitätsketten zur Beseitigung, Umgehung und Überwindung von Barrieren" ins Leben gerufen. Stellvertretend für insgesamt 14 geförderte Projekte dieser Initiative hat Ministerin Schavan dem Projekt "PASSAge - Personalisierte Mobilität, Assistenz und Servicesysteme in einer alternden Gesellschaft" am Mittwoch den Zuwendungsbescheid in Höhe von 3,4 Mio. Euro überreicht.

Das Team um Prof. Thomas Bock vom Lehrstuhl für Baurealisierung und Baurobotik an der Technischen Universität München und Matthias Bähr, den Projektkoordinator von der CITYSAX Mobility GmbH in Dresden, wird in den kommenden drei Jahren individuelle Assistenzsysteme zur verbesserten Mobilität im Alter erforschen. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung eines altersgerechten Smartphones, welches beispielsweise den barrierefreien Zugang und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ermöglicht.

Weitere Informationen zum BMBF-Förderschwerpunkt "Mobil bis ins hohe Alter" finden Sie im Internet unter:

http://www.das-alter-hat-zukunft.de/forschungsfelder/forschungs-felder/gesellschaftliche-teilhabe-mobil-und-in-verbindung-bleiben

Informationen zum BMBF-Programm Unternehmen Region finden Sie unter: http://www.unternehmen-region.de/de/4042.php

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.unternehmen-region.de/de/4042.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Einem neuen, effektiven Fertigungsverfahren auf der Spur

23.01.2017 | Förderungen Preise

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung