Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lösungen für eine Gesellschaft des längeren Lebens

30.11.2011
Bundeskabinett beschließt Forschungsagenda für den demographischen Wandel / Bundesforschungsministerin Schavan: „Lebensqualität und Teilhabe älterer Menschen verbessern“

Die Bundesregierung macht den demographischen Wandel zu einer zentralen Aufgabe der Politik. Das Bundeskabinett hat heute die von Bundesforschungsministerin Annette Schavan vorgelegte „Forschungsagenda der Bundesregierung für den demographischen Wandel: Das Alter hat Zukunft“ beschlossen. Es ist das erste ressortübergreifende Forschungskonzept zu diesem Thema. Im Fokus stehen ältere Menschen in den letzten Berufsjahren und danach.

Mit der Agenda richtet die Bundesregierung die Forschungsprogramme der Bundesministerien konsequent auf Herausforderungen und Chancen des demographischen Wandel aus. „Wir wollen durch Forschung die Entwicklung von neuen Lösungen, Produkten und Dienstleistungen vorantreiben, die die Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen verbessern. Wir wollen dadurch zum Wohle aller Generationen bislang verborgene Schätze einer Gesellschaft des längeren Lebens heben“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan heute in Berlin. Die Forschungsthemen reichen von geistes- und sozialwissenschaftlichen Grundsatzfragen bis zu konkreten Kommunikations- und Verkehrskonzepten für ältere Menschen.

Die Ministerin besuchte aus diesem Anlass das Evangelische Geriatriezentrum Berlin. Die Forschungsgruppe Geriatrie der Charité unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Elisabeth Steinhagen-Thiessen präsentierte dort neue Technologien, unter anderem einen Fahrsimulator für Senioren, der bei dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt Smart Senior zum Einsatz kommt.

Der demographische Wandel wird Deutschland in den nächsten Jahrzehnten grundlegend verändern. Nach den Modellberechnungen des Statistischen Bundesamtes wird die Bevölkerung in Deutschland von derzeit 81,7 Millionen bis 2060 auf 65 bis 70 Millionen Menschen zurückgehen. Zugleich wird das Durchschnittsalter der Bevölkerung zunehmen. Heute sind 21 Prozent der Menschen in Deutschland 65 Jahre oder älter. Bis 2030 wird dieser Anteil auf etwa 29 Prozent und bis 2060 auf etwa 34 Prozent steigen.

Der Bevölkerungsrückgang und die Alterung selbst lassen sich nur wenig beeinflussen, aber die Umstände der Veränderungen können aktiv gestaltet werden. Die Politik muss gemeinsam mit Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft die Bedingungen dafür schaffen, dass Wohlstand auch unter den veränderten demographischen Bedingungen erhalten bleibt.

Im Zentrum der Agenda stehen folgende sechs Forschungsfelder:

- Grundsatzfragen einer Gesellschaft des längeren Lebens
- Kompetenzen und Erfahrungen älterer Menschen für Wirtschaft und Gesellschaft nutzen
- Älter werden bei guter Gesundheit
- Gesellschaftliche Teilhabe: Mobil in Verbindung bleiben
- Sicher und unabhängig Wohnen
- Mit guter Pflege zu mehr Lebensqualität.
In den Jahren 2012 bis einschließlich 2016 stellt die Bundesregierung für die Umsetzung bis zu 415 Mio. Euro bereit. Die Forschungsagenda schließt an den aktuellen Demographiebericht der Bundesregierung an und wird in die umfassende Demographiestrategie der Bundesregierung einfließen, die im Frühjahr 2012 vorgestellt werden wird.
Weitere Informationen und die Agenda finden Sie unter:
www.das-alter-hat-zukunft.de

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.das-alter-hat-zukunft.de
http://www.bmbf.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht 3, 2, 1, meins: Kaufentscheidungen im Labor erforscht
28.08.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um
26.05.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie