Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochschule Harz forscht an innovativen Lösungen für den demografischen Wandel

30.01.2012
Das 2010 an der Hochschule Harz ins Leben gerufene Telepflege-Netzwerk „TECLA“ (Technikunterstützte Pflege-Assistenzsysteme) wird für weitere zwei Jahre vom Bund gefördert.
Zehn Unternehmen und Einrichtungen aus den Bereichen Medizintechnik, Sanitätsfachhandel, Wohnungswirtschaft, Pflege und Informationstechnik haben sich in dem Verbund zusammengeschlossen und erarbeiten unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert vom Fachbereich Automatisierung und Informatik neue Konzepte im Umgang mit dem demografischen Wandel in der Harzregion.

Dass insbesondere der Harzkreis diesbezüglich zu einem „Brennpunkt“ werden dürfte, steht für Fachleute außer Frage. Bis 2015 erwartet das statistische Landesamt hier einen Rückgang um etwa 22.000 Einwohner, bis 2025 um mehr als 50.000 Einwohner – über 15% der aktuellen Bevölkerung – während zugleich mit knapp 10.000 Pflegefällen gerechnet wird. „Dieser herausfordernden Entwicklung muss sich der Harzkreis stellen“, so Prof. Dr. Ulrich Fischer-Hirchert. „Ein wichtiges Element jeder Lösungsstrategie sind technische Systeme, die entweder die Pflegekräfte unterstützen oder die es Senioren ermöglichen, länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben. Daher liegt dort unser Arbeitsschwerpunkt“, so der Hochschullehrer für Nachrichtentechnik.

Während der ersten TECLA-Netzwerkphase untersuchten die beiden Netzwerkmanager Betriebswirt Uwe Witczak und Wirtschaftsinformatiker Christian Reinboth unter anderem den Markt für technische Wohnunterstützungssysteme und entwickelten ein Konzept für die Verbesserung der digitalen Dokumentation chronischer Wunden. Während der nun folgenden zweiten Phase wird sich das Netzwerk nicht nur mit der Umsetzung der erarbeiteten Konzepte, sondern auch mit Lösungsansätzen für die Überwachung von Atempatienten sowie der sozialpsychologischen Unterstützung der Angehörigen demenzkranker Senioren befassen.

Uwe Witczak freut sich über die erneute Förderzusage: „Damit haben wir nun zwei Jahre Zeit, um die Konzepte gemeinsam mit unseren Partnern in die Realität umzusetzen“. Kürzlich wurden die Ergebnisse der ersten Projektphase auch auf dem am 24. und 25. Januar in Berlin ausgerichteten internationalen Kongress für Ambient Assisted Living (AAL) – technikunterstütztes Wohnen und Leben – vorgestellt. Im Februar plant das Team das erste große Netzwerker-Treffen dieses Jahres an der Hochschule Harz.

Das Projekt TECLA wird durch ZIM NEMO (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand - Netzwerkmanagement Ost) finanziert, dabei handelt es sich um ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für die marktorientierte Technologieförderung der innovativen mittelständischen Wirtschaft in Deutschland. Die Hochschule Harz ist erst der vierte Projektträger in Sachsen-Anhalt, der daraus Mittel erhält. Als neuer Projektpartner stößt während der zweiten Phase die kürzlich in Halberstadt gegründete Petter.Letter GmbH hinzu.

Weitere Informationen sind stets online unter http://www.mytecla.de zu finden, Netzwerkmanager Uwe Witczak ist unter Tel.: 03943 659 340 oder per E-Mail: uwitczak@hs-harz.de erreichbar.

Andreas Schneider | idw
Weitere Informationen:
http://www.mytecla.de
http://www.hs-harz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie