Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fernsehkonsum steigt kontinuierlich

21.11.2005


Fernsehkonsum steigt kontinuierlich


Für ältere Menschen gehört das Fernsehen zum Alltag

... mehr zu:
»Fernsehkonsum »Sender

Die durchschnittliche Fernsehdauer der Personen ab 14 Jahren ist im Zeitraum von 1988 bis 2002 um eine Stunde gestiegen. So lag sie 1988 noch bei 2,5 Stunden, bis 2002 steigt der tägliche Fernsehkonsum kontinuierlich auf durchschnittlich 3,5 Stunden. Innerhalb der verschiedenen Altersgruppen gibt es jedoch große Unterschiede in der Art und Dauer des Fernsehkonsums. Zu diesem Ergebnis gelangt Mira Sabeva in einer Untersuchung, die Sie am Forschungsinstitut für Soziologie an der Universität zu Köln angefertigt hat.

Nirgendwo auf dieser Welt gibt es so viele kostenlos empfangbare Sender wie in der Bundesrepublik Deutschland. Der Fernsehmarkt gehört zu den am härtesten umkämpften in der Informations- und Kommunikationsbranche. Dementsprechend bietet das Fernsehen verstärkt zielgruppenorientierte Inhalte in spezialisierten Sendern an z.B. bei "n-tv", "Eurosport" oder "Kinderkanal". In der Medienpraxis wird nicht mehr von dem Publikum gesprochen, sondern von der jeweiligen Zielgruppe. Neben dem Alter ist auch das soziale Umfeld für den Fernsehkonsum von erheblicher Bedeutung. So schauen Arbeitslose, Alleinstehende und gering Gebildete mehr Fernsehen, als Vollzeit Berufstätige mit gehobener Bildung.


Ein Drittel der Fernsehzuschauer gehört mit einer durchschnittlichen täglichen Fernsehdauer von 6,5 Stunden zu der Gruppe der Vielseher, die hauptsächlich aus Personen über 50 besteht. Ältere Zuschauer interessieren sich neben politischen Nachrichtensendungen und Reportagen zu aktuellen Ereignissen genauso sehr für Unterhaltungsendungen. Volksmusik- und Schlagersendungen, deutsche Heimatfilme, deutsche Arzt- und Familienserien sowie große Unterhaltungsshows sind beliebte Fernsehformate. Laut Sabeva zählen zu dieser Gruppe Rentner und Arbeitslose, die einen eher kleinen Haushalt führen. Für diese Menschen gehört das Fernsehen, mit dem ein großer Teil der Freizeit verbracht wird, zum Alltag. Bemerkenswert ist, dass die meisten dieser Gruppe die volle Kapazität der verschiedenen Fernsehprogramme nicht nutzen, sondern ganz bestimmten Sendern treu bleiben.

Ein weiteres Drittel der Fernsehzuschauer sieht nicht mehr als zwei Stunden pro Tag Fernsehen. Dazu gehören hauptsächlich junge Personen unter 29 Jahren. Sie sind in der Ausbildung oder gehen einer Vollzeitbeschäftigung nach. Die Freizeit wird aktiv gestaltet, Sport treiben und ausgehen zählen zu den häufigsten Unternehmungen. Im Gegensatz zu den älteren Personenkreis interessieren sich junge Zuschauer weniger für politische Fernsehsendungen. Dieser Personenkreis bezieht Informationen des Tagesgeschehens hauptsächlich über andere Medien z.B. das Internet. Fernsehen dient der jüngeren Generation nur noch der Unterhaltung. Insbesondere am Wochenende werden Science-Fiction-Filme, ausländische Serien, Comedy, Pop/Rock-Sendungen und Magazine über neue Medien favorisiert.

Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias

Für Rückfragen steht Ihnen Mira Sabeva unter der Telefonnummer 0221 3989225, der Fax-Nummer 0221 2827108 und unter der E-Mail-Adresse mira@sabeva.com zur Verfügung.
Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web unter http://www.uni-koeln.de/pi/

Gabriele Rutzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-koeln.de/pi/
http://www.uni-koeln.de

Weitere Berichte zu: Fernsehkonsum Sender

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise