Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein neues Bild der älteren Generation

03.08.2005


Bundesministerin Renate Schmidt stellt zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Altersfragen den Zweiten Alterssurvey vor

Die Deutschen stellen sich zunehmend darauf ein, länger zu arbeiten und später in Rente zu gehen als bisher: Planten 1996 noch die Hälfte aller Befragten, mit spätestens 60 Jahren aus dem Erwerbsleben auszuscheiden, sind es jetzt nur noch ein Drittel. Zugleich sind die meisten Senioren und Seniorinnen mit ihrer Lebenssituation insgesamt zufrieden, bleiben länger gesund als frühere Generationen und wollen diese "gewonnenen Jahre" nicht nur für sich, sondern auch für die Allgemeinheit gewinnbringend nutzen, indem sie sich ehrenamtlich engagieren. Das sind einige der Ergebnisse des Zweiten Alterssurveys, den das Deutsche Institut für Altersfragen (DZA) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt hat und den Bundesministerin Renate Schmidt zusammen mit dem Leiter des DZA, Clemens Tesch-Römer, heute vorstellte.

"Der Alterssurvey zeigt, dass wir ein neues Bild des Alters und einen neuen Umgang mit älteren Menschen brauchen", erklärte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Renate Schmidt. "Ältere Menschen verfügen über große Ressourcen und Potenziale, die unverzichtbar für unsere Gesellschaft sind. Und sie wollen oft gar nicht aufs Altenteil, sondern ihre Fähigkeiten und Erfahrungen im Beruf, in der Politik und in der Gesellschaft einbringen. Der Alterssurvey belegt, dass Senioren und Seniorinnen für uns alle unverzichtbar sind. Ob in der Familie, wo sie Kinder und Enkel unterstützen, im Beruf, wo ihre Erfahrung und Routine wichtig sind oder im Ehrenamt, ohne das viele wichtige Aufgaben nicht bewältigt werden könnten: Die ältere Generation ist unverzichtbar."

Der Zweite Alterssurvey wertet bundesweite repräsentative Umfragen unter den 40- bis 90-Jährigen aus den Jahren 1996 und 2002 aus. Durch die Langzeitbeobachtung stellt die Untersuchung die Lebenssituation der älteren Menschen vor, macht Entwicklungen deutlich, beleuchtet die Ressourcen der älteren Generation und zeigt ihre Potentiale auf.

So zeigt der Survey, dass die Einkommenssituation älterer Menschen im Allgemeinen als gut bezeichnet werden kann. Die meisten Seniorinnen und Senioren sind zudem fest in die Familie integriert - auch wenn die Generationen immer weniger gemeinsam unter einem Dach wohnen - und erfüllen dort wichtige Aufgaben. Sie unterstützen die Jüngeren nicht nur finanziell (im Befragungszeitraum ließ ein Drittel der Befragten ihren Kindern fast 33 Milliarden Euro zukommen) sondern auch nichtmateriell, zum Beispiel durch Betreuung der Enkelkinder (fast ein Viertel der 55- bis 69-Jährigen übernimmt solche Betreuungsaufgaben, im Schnitt kümmern sich die Älteren 35 Stunden im Monat um die Jüngsten).

Aber auch außerhalb der Familie wollen sich ältere Menschen engagieren: Der Alterssurvey zeigt, dass vor allem die "jungen Alten" sich ehrenamtlich betätigen wollen; insgesamt ist der Anteil der 40- bis 85-Jährigen, die Freiwilligenarbeit leisten, zwischen 1996 und 2002 von 16 auf 19 Prozent gestiegen. 21 Prozent der 55- bis 69-Jährigen und noch neun Prozent der 70- bis 85-Jährigen sind ehrenamtlich tätig.

Insgesamt, belegt der Zweite Alterssurvey, sind die meisten Senioren und Seniorinnen mit ihrer Situation einverstanden: Über 80-Prozent der 40- bis 85-Jährigen gab an, mit dem Leben zufrieden zu sein, jeder dritte befragte Person ist mit dem Leben sogar voll zufrieden.

| BMFSFJ - Pressestelle
Weitere Informationen:
http://www.bmfsfj.de

Weitere Berichte zu: DZA Senior Seniorin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um
26.05.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

nachricht Deutschland altert unterschiedlich
22.05.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften