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Lava, Asche, Rauch: Vulkanausbrüche besser verstehen

25.06.2010
Um Vulkanausbrüche besser zu verstehen, haben Wissenschaftler und Ingenieure aus Großbritannien, der Schweiz und vom Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) ein Vulkanmodell entwickelt. Es wird im Rahmen der Ausstellung „Summer Science Exhibition“ der britischen Akademie der Wissenschaften vom 25. Juni bis 4. Juli in London gezeigt.

Es gibt viele Arten von Vulkanausbrüchen, von Lavaströmen bis hin zu lang anhaltenden Explosionen mit Rauchgassäulen and Ascheauswürfen, die unlängst den isländischen Vulkan Eyjafjallajökull berühmt gemacht haben. Mensch und Umwelt sind dabei verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Deshalb ist es wichtig, die physikalischen Ursachen der unterschiedlichen Eruptionen und deren plötzliche Veränderungen zu verstehen.

Art und Intensität der Vulkanausbrüche werden durch Gase bestimmt. Da man nicht beobachten kann, was dabei im Inneren der Vulkane passiert, haben Wissenschaftler der Universitäten in Nottingham, Bristol und Genf sowie Strömungsexperten der britischen Firma Tomoflow Ltd. und vom Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) spezielle Laborexperimente entwickelt, bei denen die Strömungen in Modellvulkanen gemessen werden können. Außerdem kann man Rückschlüsse darauf ziehen, wie die Gase innerhalb von Vulkanen die Art der Eruptionen und die Klangbilder von realen Vulkanausbrüchen bestimmen.

Besucher der Ausstellung „Summer Science Exhibition“ können Sirup-Eruptionen auslösen und erleben, wie die Klangbilder und die Form der Gasblasen sich mit der Art der Eruption verändern. Wissenschaftler des FZD setzen spezielle Messsensoren ein, um Entwicklung und Zerfall der Gasblasen in einem Vulkanschlot und an der Krateröffnung anhand eines Vulkanmodells im Labormaßstab zu untersuchen. Auch dies können die Besucher erleben.

Die Ausstellung (http://royalsociety.org/Summer-Science/) findet im Rahmen eines Kunst- und Wissenschaftsfestivals statt, mit dem die britische Akademie der Wissenschaften, die Royal Society, in diesem Jahr ihren 350. Geburtstag feiert. Das „Festival of Science + Arts“ (http://seefurtherfestival.org/home) findet vom 25. Juni bis 4. Juli im Londoner Southbank Centre statt. Wissenschaftler des FZD werden vor Ort sein.

Weitere Informationen
Dr. Uwe Hampel
Institut für Sicherheitsforschung am FZD
Tel.: +49 351 260 - 2772
Email: u.hampel@fzd.de
Pressekontakt
Dr. Christine Bohnet
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD)
Bautzner Landstr. 400, 01328 Dresden
Tel.: + 49 351 260 - 2450 oder +49 160 969 288 56
presse@fzd.de | www.fzd.de
Das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf (FZD) hat das Ziel, strategisch und langfristig ausgerichtete Spitzenforschung in politisch und gesellschaftlich relevanten Forschungsthemen wie Energie, Struktur der Materie und Schlüsseltechnologien zu leisten. Folgende Fragestellungen stehen dabei im Mittelpunkt:
- Wie verhält sich Materie unter dem Einfluss hoher Felder und in kleinsten Dimensionen?
- Wie können Tumorerkrankungen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden?
- Wie schützt man Mensch und Umwelt vor technischen Risiken?
Diese Fragestellungen werden in strategischen Kooperationen mit Forschungs- und Industriepartnern bearbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Betrieb von sechs einmaligen Großgeräten, die auch externen Nutzern zur Verfügung stehen.

Das FZD wird als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft von Bund und Land gefördert, verfügt über ein Budget von mehr als 70 Mio. Euro (2009) und beschäftigt rund 800 Personen. Anfang 2011 wird das FZD in die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren wechseln.

Dr. Christine Bohnet | idw
Weitere Informationen:
http://seefurtherfestival.org/home
http://royalsociety.org/Summer-Science/
http://www.fzd.de/

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