Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Küste im Blick: Jetzt auch als App

05.02.2015

Das Küstenbeobachtungssystem COSYNA ist eines der weltweit umfangreichsten Beobachtungssysteme. Mit der gerade erschienenen, interaktiven COSYNA App „Die Küste im Blick“ können Interessierte aktuelle Livedaten der COSYNA-Messstationen zu Wellenhöhe, Wassertemperatur oder Salzgehalt direkt auf ihrem Tablet empfangen.

COSYNA App für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.hzg.kib&hl=de

COSYNA App für Apple: https://itunes.apple.com/de/app/kuste-im-blick/id946741488?mt=8

Die universelle App für sämtliche Endgeräte ist zu finden unter http://webapp.hzg.de

Das Küstenbeobachtungssystem COSYNA (Coastal Observing System for Northern and Arctic Seas) ist eines der weltweit umfangreichsten Beobachtungssysteme. Es umfasst zahlreiche Messstationen in der Nordsee, die eines der am stärksten genutzten Küstengebiete der Welt ist, und vor Spitzbergen, das vom Klimawandel stark betroffen ist.


Mit der interaktiven COSYNA App können Interessierte unkompliziert und schnell auf aktuelle Livedaten der COSYNA-Messstationen in der Nordsee zugreifen.

Mit der gerade erschienenen, interaktiven COSYNA-App „Die Küste im Blick“ können Interessierte aktuelle Livedaten der COSYNA-Messstationen zu Wellenhöhe, Wassertemperatur oder Salzgehalt direkt auf ihrem Tablet empfangen. Die App ist für das iPad sowie für Geräte mit Android-Betriebssystem in den jeweiligen Stores kostenlos erhältlich. Die universelle App für sämtliche Endgeräte ist zu finden unter http://webapp.hzg.de.

Es ist ein wesentliches Ziel des Küstenbeobachtungssystems COSYNA die wissenschaftlichen Messungen und Vorhersagen für verschiedene Interessenten schnell und kostenlos nutzbar zu machen. Die von den Wissenschaftlern eingesetzten automatisierten Messsysteme umfassen Radartechnik, Messbojen oder Erdbeobachtungssatelliten und ermitteln die Strömungsverhältnisse, den Salz- oder Sauerstoffgehalt, die Temperatur, den Seegang oder die Konzentration von Algen in verschiedenen Wassertiefen.

Die erhobenen Daten speisen die Wissenschaftler in „Echtzeit“ in komplexe Simulationsmodelle ein, mit deren Hilfe der physikalische, ökologische und biogeochemische Zustand der Nordsee in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung abgeleitet wird.

Die App „Die Küste im Blick“ zeigt, wie die Deutsche Nordseeküste mit dem Beobachtungssystem COSYNA kontinuierlich beobachtet und erforscht wird. Neben den Messdaten stellt die App die verschiedenen Messinstrumente und Modellansätze von COSYNA vor und informiert über die Forschungsschiffe, die für COSYNA in der Nordsee im Einsatz sind. Auch zu Wellenmessbojen, Radargeräten, Unterwasserknoten und anderen Messsystemen der Küstenbeobachtung können sich die Nutzer mit Bildern und kurzen Texten zum wissenschaftlichen Hintergrund vertraut machen.

„Die App richtet sich vor allem an interessierte Laien“, erklärt Prof. Dr. Burkard Baschek, Institutsleiter am Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Entwickelt worden ist die App dort in Zusammenarbeit mit der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit. „Wir möchten mit der App einen unkomplizierten und schnellen Zugriff auf interessante Messdaten ermöglichen und über Aktivitäten der Küstenforschung informieren.“, so Baschek weiter.

„Die COSYNA-Daten werden in der Praxis herangezogen, um wissenschaftliche Fragen zu beantworten. Sie dienen aber auch der Information wirtschaftlicher und politischer Entscheidungsträger.“ sagt Dr. Holger Brix, Leiter des COSYNA-Projektmanagements. So wird im Rahmen von COSYNA beispielsweise mit Unternehmen aus der Offshore-Windenergiebranche bei der Entwicklung und Bewertung von Produkten zu Meeresströmungen und Wellen zusammengearbeitet.

Hintergrund

Das Beobachtungs- und Analysesystem COSYNA (Coastal Observing System for Northern and Arctic Seas) wird am Institut für Küstenforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht entwickelt und koordiniert. Die Messgeräte und Plattformen werden gemeinsam mit zahlreichen Partner-Institutionen betrieben. Die Wissenschaftler schaffen mit ihrer Forschung die wissenschaftliche Basis, um Veränderungen an den Küsten einzuschätzen und arbeiten an den Grundlagen für ein nachhaltiges Küstenmanagement.

Ziel von COSYNA ist die Entwicklung eines integrierten Beobachtungs- und Modellierungssystems, das geeignet ist, den Umweltzustand der Küstengewässer von Nordsee und Arktis ständig zu beobachten und zu beschreiben. COSYNA stellt Daten und Datenprodukte zur Verfügung, die Behörden, der Wirtschaft und der Öffentlichkeit dabei helfen sollen, Routineaufgaben zu planen und zu bearbeiten, auf Notfälle zu reagieren und Trends zu bewerten. Wissenschaftliche Produkte und Infrastruktur werden in COSYNA entwickelt, um unser Wissen über die “globale Küste” und ihre regionalen Ausprägungen zu erweitern.

Weitere Informationen:

http://www.hzg.de/institutes_platforms/coastal_research/news/057932/index.php.de

Dr. Torsten Fischer | Helmholtz-Zentrum Geesthacht - Zentrum für Material- und Küstenforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen
18.08.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Klimawandel: Bäume binden im Alter große Mengen Kohlenstoff
17.08.2017 | Universität Hamburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie