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In Europa einmaliges Forschungsflugzeug kann 2008 starten

16.02.2005


Bulmahn: „HALO erschliesst neue Dimensionen der Atmoshärenforschung“



Der Vertrag über den Bau des Forschungsflugzeuges HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft) für Atmosphärenforschung und Erdbeobachtung ist am heutigen Mittwoch in Berlin unterzeichnet worden. Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn erklärte: „Für die Atmosphärenforschung in Europa eröffnet sich eine neue Dimension. HALO bietet hervorragende Möglichkeiten für die deutsche und die internationale Wissenschaft und stärkt den Forschungsstandort Deutschland.“ Mit einer maximalen Flughöhe von mehr als 15 Kilometern, einer Reichweite von mehr als 8.000 Kilometern und einer Nutzlast von drei Tonnen werde HALO alle bisher in Europa existierenden Forschungsflugzeuge übertreffen.



Bulmahn weiter: „HALO wird Missionen erlauben, von denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bislang nur zu träumen wagten. So wird der Höhenbereich von zehn bis 15 Kilometern zugänglich werden, der für die Chemie und das Klima von besonderer Bedeutung ist. Forschungsschwerpunkte wie Klimaveränderungen und extreme Wetterereignisse sind von grösster Bedeutung – nicht nur aus der Sicht der Wissenschaft, sondern auch für die Politik“.

Bulmahn hatte 2001 den Wissenschaftsrat damit beauftragt, verschiedene Vorschläge der Wissenschaft für neue Großgeräte der Grundlagenforschung zu begutachten. Im November 2002 hatte das höchste wissenschaftliche Gremium zur Begutachtung in Deutschland auch die Empfehlung vorgelegt, ein neues Forschungsflugzeug für die Atmosphärenforschung und Erdbeobachtung zu realisieren.

Das Flugzeug wird im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, DLR, von der Firma Gulfstream gebaut. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird für den Bau 47,5 Millionen Euro bereitstellen – das entspricht 70 Prozent der Gesamtkosten von 67 Millionen Euro. Den Rest von 19,5 Millionen Euro bringen HGF und MPG gemeinsam auf.

Der Bau des Flugzeugs und seine Umrüstung zu einer leistungsfähigen Forschungsplattform werden voraussichtlich dreieinhalb Jahre lang dauern. HALO soll zum Jahresende 2008 für die Wissenschaft zur Verfügung stehen.

LS 13 | BMBF - Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.dlr.de
http://www.mpch-mainz.mpg.de

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