Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geographische Spitzenforschung aus Leipzig

13.03.2008
Senat der Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt Weiterförderung des Leibniz-Instituts für Länderkunde

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat auf der Grundlage einer umfassenden, positiven Evaluierung dem Bund und den Ländern empfohlen, das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in den nächsten sieben Jahren ohne Einschränkungen weiter zu fördern. Das Institut mit Sitz in Leipzig erbringt dem Urteil des Senats zufolge gute bis sehr gute und teilweise exzellente Forschungs- und Transferleistungen zur regionalen Geographie Deutschlands und Europas.

Sebastian Lentz, Direktor des IfL und Professor für Geographie an der Universität Leipzig, sieht das hervorragende Evaluierungsergebnis "als Würdigung unserer Arbeit der letzten Jahre". In den nächsten Jahren werde es darum gehen, das erreichte Qualitätsniveau zu sichern und innovative Impulse in der Forschungs- und Bildungslandschaft zu setzen.

Exzellente wissenschaftliche Arbeit leistet das IfL laut Senat vor allem in der theoriegeschichtlichen und humangeographischen Forschung, in diesem Bereich zähle es national und international zu den Spitzeninstituten. Zudem sei das IfL traditionell ein Kompetenzzentrum für die regionalgeographische Mittel- und Osteuropaforschung und genieße in diesen Regionen ein hohes wissenschaftliches Ansehen. Das Institut habe hier mit seinen Beiträgen zur Stadt- und Regionalforschung die Diskussion um Peripherien europäischer Metropolen stark beeinflusst.

... mehr zu:
»Geographisch »IfL

Neben Forschungsbeiträgen, so der Leibniz-Senat, erbringe das IfL zahlreiche Transferleistungen, wozu mehrere vom Institut herausgegebene wissenschaftliche Zeitschriften und Publikationsreihen für eine interessierte Öffentlichkeit gehörten. Als ein in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft weithin sichtbares Projekt und als herausragende kartographische Leistung würdigt der Senat die Herausgabe des zwölfbändigen Nationalatlas. Dabei handele es sich um ein einmaliges, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus bekanntes praxisorientiertes Werk der Geographie.

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft evaluiert in einem Zeitraum von maximal sieben Jahren die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Der Senat ist extern besetzt, das Evaluierungsverfahren strikt unabhängig. Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören derzeit 82 außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die wissenschaftliche Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung bearbeiten. Die Institute beschäftigen rund 13.500 Mitarbeiter, ihr Gesamtetat beträgt etwa 1,1 Milliarden Euro. Sie werden gemeinsam von Bund und Ländern finanziert.

Das IfL ist das einzige außeruniversitäre Forschungsinstitut für Geographie in Deutschland. Mit rund 60 Mitarbeitern zählt es zu den kleineren Leibniz-Einrichtungen. Die Arbeit des Instituts wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst mit jährlich rund drei Millionen Euro gefördert. Zusätzliche Projektmittel wirbt das Institut unter anderem bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft und bei der Europäischen Union ein.

Weitere Informationen:
Dr. Peter Wittmann
Tel. +49 (0)341 255-6574, Fax -6598
p_wittmann@ifl-leipzig.de

Dr. Peter Wittmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifl-leipzig.de

Weitere Berichte zu: Geographisch IfL

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Open Science auf offener See
19.01.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Bisher älteste bekannte Sauerstoffoase entdeckt
18.01.2018 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie