Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geowissenschaften und Informatik entwickeln Klimadatenarchiv weiter

31.01.2008
Klimadatenarchiv ELSA ermöglicht Rekonstruktion des Paläoklimas in Mitteleuropa

Klimaforscher, Softwaretechniker und Computergrafiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben sich zusammengeschlossen, um in einem interdisziplinären Projekt das ELSA-Klimadatenarchiv zu erweitern und für neue Analysetechniken zu öffnen. Das bestehende System soll so in eine offene, anpassbare, erweiterbare und verteilte Softwarestruktur überführt werden. Das Projekt openELSA (OPEN interface for the Eifel Laminated Sediment Archive) wird im Rahmen des Forschungsfonds der Universität Mainz gefördert.

ELSA stellt ein System zur Verwaltung und Analyse von Daten zur Klimarekonstruktion aus Bohrkernen bereit, die seit 1998 durch Bohrungen in 22 Trockenmaaren und in rezenten Maarseen der Eifel gewonnen wurden. Im ELSA-Archiv werden Daten zur Partikelverteilung, zu Farb- und Helligkeitsspektren, zur Mikropaläontolgie (vorrangig Pollenzählungen) und zur geochemischen Elementverteilung gegenübergestellt und mittels Datierungen in ein Zeitmodell überführt. Zur Erhebung dieser Daten aus aufbereiteten Bohrkernen existieren verschiedene Verfahren, die meist in der numerischen Programmierumgebung MATLAB realisiert sind, wie zum Beispiel Verfahren zur Partikelanalyse, zur Spektralanalyse, zur Pollenanalyse, zur geochemischen Analyse und zur Datierung. Entlang dieser Daten und Verfahren ermöglicht ELSA die Rekonstruktion des Paläoklimas in Mitteleuropa.

Die in ELSA vorhandene Funktionalität wird im Rahmen des openELSA-Vorhabens in eine moderne, flexible, verteilte und dienstbasierte Softwarestruktur überführt. Diese erlaubt einerseits, ELSA um weitere Verfahren und Auswertungsmöglichkeiten zu ergänzen, andererseits die in ELSA bereitgestellten Daten und Analysen auch weltweit per Internet - unter geeignetem Zugriffsschutz - nutzbar zu machen.

... mehr zu:
»ELSA »Geowissenschaft

openELSA ist ein Projekt des in Gründung befindlichen Zentrums für rechnergestützte Forschungsmethoden in den Naturwissenschaften an der Universität Mainz.

Kontakt und Informationen:
Dr. Klemens Seelos
Institut für Geowissenschaften
Tel. +49 6131 39 20892
E-Mail: seelos@uni-mainz.de
Dr. Andreas Winter
Institut für Informatik
Tel. +49 6131 39 23610
E-Mail: winter@uni-mainz.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.phmi.uni-mainz.de/2182.php
http://www.uni-mainz.de/FB/Geo/Geologie/sedi/ELSA/introduction.html
http://www.uni-mainz.de/forschung/16021.php

Weitere Berichte zu: ELSA Geowissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Geowissenschaften:

nachricht Klimawandel schwächt tropische Windsysteme
20.10.2017 | MARUM - Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen

nachricht An der Wurzel des Amazonas: Bodentiefe bestimmt Vegetationstyp
20.10.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Geowissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit lernen und arbeiten: Rund 80 neue Nachwuchskräfte in der Friedhelm Loh Group

23.10.2017 | Unternehmensmeldung

50-jähriges Jubiläum bei der JULABO GmbH

23.10.2017 | Unternehmensmeldung

DATEV eG beauftragt tisoware

23.10.2017 | Unternehmensmeldung