Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwei UKE-Wissenschaftler mit Hamburger Forschungspreis ausgezeichnet

30.11.2012
Preis für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsforschung: Die UKE-Wissenschaftler Dr. Cenap Güngör (35) und PD Dr. Djordje Atanackovic (43) erhalten den mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis 2012 der Hamburger Krebsgesellschaft. Der Forschungspreis wird jedes Jahr an junge Hamburger Wissenschaftler für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Krebsforschung verliehen.

Der Arzt und Wissenschaftler PD Dr. Djordje Atanackovic aus der II. Medizinischen Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist für seine Forschung zur Entwicklung neuer Therapieansätze für das Multiple Myelom ausgezeichnet worden.

Diese Art des Lymphdrüsenkrebs ist auch unter dem Namen Plasmozytom bekannt. Bisher erleiden 90 Prozent der daran Erkrankten einen Rückfall. Die Forscher um Dr. Atanackovic haben jetzt herausgefunden, dass ein bestimmter Botenstoff, das Interleukin-16 (IL-16), für das Wachstum der Tumorzellen beim Multiplen Myelom verantwortlich ist. Mit einem Antikörper gegen IL-16 konnten sie die Tumorzellen am Wachstum hindern. Auf diese Weise hoffen die Forscher, neue Ansätze für die Behandlung des Multiplen Myeloms liefern zu können.

Der Diplom-Biologe Dr. Cenap Güngör aus der Klinik für Allgemeinchirurgie am UKE hat den Preis für eine Arbeit erhalten, die auf eine Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zielt. „Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es für diesen Krebs keine Therapieoption, die einem Patienten eine realistische Chance auf Heilung verspricht. Alle Therapieverfahren können allenfalls als lebensverlängernd angesehen werden“, so der Biologe. Über die Hälfte dieser Tumore sprächen zudem nicht auf eine Chemotherapie an.
In seiner Studie konnte Dr. Güngör zusammen mit seinem Team nun einerseits nachweisen, dass das Protein Midkine nicht nur das Wachstum der Krebszellen fördert, sondern darüber hinaus auch für eine hohe Resistenz gegen die Chemotherapie verantwortlich ist. Zudem haben sie einen Signalweg identifiziert, über den diese Resistenz vermittelt wird, den sogenannten Notch-Signalweg. Wenn es gelingt, diesen Notch-Signalweg während der Chemotherapie zu unterdrücken, so wäre uns ein entscheidender Schritt in der Bekämpfung der Chemotherapie-Resistenz gelungen“, so Güngör.

Dieser Wissenschaftspreis der Hamburger Krebsgesellschaft wird seit 1955 jährlich von der Hamburger Krebsgesellschaft verliehen, um die Forschung über Krebskrankheiten anzuregen, zu fördern und zu würdigen.

"Wir möchten damit Wissenschaftler für herausragende Arbeiten auszeichnen und motivieren, sich auch langfristig in der Krebsforschung zu betätigen, um dadurch die Behandlungsmöglichkeiten für Krebspatienten zu verbessern“, erläutert ihr Vorsitzender, Prof. Dr. Ulrich R. Kleeberg. Die Hamburger Krebsgesellschaft e.V. ist seit 1951 auf dem Gebiet der Krebsbekämpfung und Krebsforschung in Hamburg aktiv. Sie engagiert sich außer in der Forschung auch in den Bereichen der Prävention und der Beratung von Krebskranken.

Christine Jähn | idw
Weitere Informationen:
http://www.uke.uni-hamburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Wirtschaftsmagazin Capital: Platz 1 für wohngesundes Bauen geht an das Ökohaus-Unternehmen Baufritz
18.06.2018 | Bau-Fritz GmbH & Co. KG, seit 1896

nachricht Muskelaufbau im Computer: Internationales Team will Entstehung von Myofibrillen enträtseln
13.06.2018 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Im Focus: First real-time test of Li-Fi utilization for the industrial Internet of Things

The BMBF-funded OWICELLS project was successfully completed with a final presentation at the BMW plant in Munich. The presentation demonstrated a Li-Fi communication with a mobile robot, while the robot carried out usual production processes (welding, moving and testing parts) in a 5x5m² production cell. The robust, optical wireless transmission is based on spatial diversity; in other words, data is sent and received simultaneously by several LEDs and several photodiodes. The system can transmit data at more than 100 Mbit/s and five milliseconds latency.

Modern production technologies in the automobile industry must become more flexible in order to fulfil individual customer requirements.

Im Focus: ALMA entdeckt Trio von Baby-Planeten rund um neugeborenen Stern

Neuartige Technik, um die jüngsten Planeten in unserer Galaxis zu finden

Zwei unabhängige Astronomenteams haben mit ALMA überzeugende Belege dafür gefunden, dass sich drei junge Planeten im Orbit um den Säuglingsstern HD 163296...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz – Schafft der Mensch seine Arbeit ab?

15.06.2018 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Asteroidenforschung in Garching

13.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Nierentumor: Genetischer Auslöser entdeckt

18.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Schnell, günstig, tragbar: Testgerät PIDcheck prüft Solarmodule im Feld auf PID

18.06.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics