Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwei neue Nachwuchsforschergruppen für BuildMoNa

02.07.2009
Die Sächsische Aufbaubank-Förderbank fördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Sachsen seit Mai 2009 für drei Jahre zwei Nachwuchsforschergruppen an der Graduiertenschule BuildMoNa an der Universität Leipzig.

Die Nachwuchsforschergruppen sollen dazu beitragen, die Netzwerkbildung zwischen der Universität Leipzig und sächsischen Industrieunternehmen gezielt auszubauen und die Ansiedlung weiterer exzellenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie neuer Verbund- und Industrieprojekte zu fördern.

Die von Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins koordinierte Nachwuchsforschergruppe "Trägergebundene Katalyse für innovative Bio-, Nano- und Umwelttechnologie" an der Fakultät für Chemie und Mineralogie wird mit rund 1,65 Mio. Euro gefördert. In dieser Gruppe werden interdisziplinäre Themen bearbeitet, die auf der in Leipzig bestehenden Exzellenz im Bereich Katalyse basieren. So sollen selektive homogene, heterogene und Bio-Katalysatoren gezielt hergestellt, umfangreich charakterisiert, und hinsichtlich ihrer katalytischen Aktivität, Selektivität und Stabilität auch unter anwendungsrelevanten Bedingungen getest werden. Bei den Biokatalysatoren handelt es sich um große Moleküle, z.B. Enzyme, die biochemische Reaktionen beschleunigen können. Sie spielen eine große Rolle in der Biotechnologie.

Mentorinnen und Mentoren dieses Projektes sind Prof. Dr. Annette G. Beck-Sickinger, Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins, Prof. Dr. Roger Gläser, Prof. Dr. Berthold Kersting, Prof. Dr. Barbara Kirchner und Prof. Dr. Harald Krautscheid, alle Fakultät für Chemie und Mineralogie, sowie Prof. Dr. Frank-Dieter Kopinke, Department Technische Umweltchemie am Helmholtzzentrum für Umweltforschung Leipzig-Halle.

Die Nachwuchsforschergruppe "Funktionale multiskalige Strukturen" wird mit rund 1,3 Mio. Euro gefördert und von Prof. Dr. Marius Grundmann, Fakultät für Physik und Geowissenschaften, koordiniert. Hier wird an neuartigen Nanostrukturen mit maßgeschneiderten optischen und elektronischen Eigenschaften geforscht. Zudem betreuen die Hochschullehrer Prof. Dr. Marius Grundmann, Prof. Dr. Tilman Butz, Prof. Dr. Frank Cichos, Prof. Dr. Pablo D. Esquinazi, alle Fakultät für Physik und Geowissenschaften, und Prof. Dr. Bernd Rauschenbach, Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung, Leipzig und Fakultät für Physik und Geowissenschaften, die Nachwuchsforscher und stellen Infrastruktur ihrer Arbeitskreise zur Verfügung.

Die kooperativen Forschungsaktivitäten werden durch die strukturierte Doktorandenqualifizierung in der Graduiertenschule "Leipzig School of Natural Sciences - Building with Molecules and Nano-objects (BuildMoNa)" und Aktivitäten im Rahmen der Research Academy Leipzig (RAL) ergänzt. Die Nachwuchsforschergruppen sind wesentlicher Bestandteil des Profilbildenden Forschungsbereiches 1 (PbF 1) der Universität Leipzig "Von Molekülen und Nanoobjekten zu multifunktionalen Materialien und Prozessen" und stellen einen weiteren Schritt zur Etablierung des "Labors für Interdisziplinäre Studien und Anwendungen" (LISA) dar.

Durch die Einrichtung der Nachwuchsforschergruppen soll vor allem auch die Netzwerkbildung zwischen der Universität Leipzig und sächsischen Industrieunternehmen gezielt ausgebaut und die Ansiedlung weiterer exzellenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie neuer Verbund- und Industrieprojekte gefördert werden. Neben sächsischen Unternehmen sind auch andere Firmen Deutschlands, die im Bereich der Katalyse und Nanotechnologie aktiv sind und als Kooperationspartner zur Verfügung stehen, involviert, und können aktiv zielgerichtete Entwicklungen bereits von Anfang an mitplanen. Dies soll dazu beitragen, den steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Chemikern und Physikern im Freistaat Sachsen zu decken. Darüber hinaus soll durch die Herstellung fester Verbindungen von hochqualifizierten und hoch motivierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Nachwuchsforschergruppen mit verschiedenen sächsischen Unternehmen der Wissens- und Know-How-Transfer verbessert und der Abwanderung junger akademischer Fachkräfte aus dem Freistaat Sachsen wirksam entgegengewirkt werden.

Kontakt:
Nachwuchsforschergruppe
"Trägergebundene Katalyse für innovative Bio-, Nano- und Umwelttechnologie"
Prof. Dr. Evamarie Hey-Hawkins
Fakultät für Chemie und Mineralogie
Institut für Anorganische Chemie
hey@rz.uni-leipzig.de
Tel.: 0341-9736151
Fax: 0341-9739319
http://www.uni-leipzig.de/chemie/hh
Nachwuchsforschergruppe
"Funktionale multiskalige Strukturen"
Prof. Dr. Marius Grundmann
Fakultät für Physik und Geowissenschaften
Institut für Experimentelle Physik II
grundmann@physik.uni-leipzig.de
Tel.: 0341-9732650
Fax: 0341-9732668

Dr. Bärbel Adams | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de/~hlp
http://www.uni-leipzig.de/chemie/hh

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics