Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zwei junge Naturstoff-Forscher ausgezeichnet

19.03.2013
PD Dr. Tilmann Weber von der Universität Tübingen und Dr. Swantje Behnken, Bayer Technology Services, Leverkusen, sind mit den DECHEMA-Preisen für Naturstoff-Forschung 2013 ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand Ende Februar anlässlich der 25. Irseer Naturstofftage statt.

Tilmann Weber erhielt den Nachwuchswissenschaftler-Preis für Naturstoff-Forschung und Swantje Behnken den Doktoranden-Preis für Naturstoff-Forschung für ihre Promotionsarbeit am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena.

Die Auszeichnungen werden von der DECHEMA e.V. und der DECHEMA-Fachgruppe „Niedermolekulare Naturstoffe mit biologischer Aktivität“ jährlich verliehen. Die Preisgelder wurden in diesem Jahr von der AnalytiCon Discovery GmbH, BASF SE, Bayer AG, BRAIN AG und Sanofi-Aventis Deutschland GmbH gestiftet.

Nachwuchswissenschaftler-Preis für Naturstoff-Forschung

Tilmann Weber erhielt den Nachwuchswissenschaftler-Preis für Naturstoff-Forschung 2013 für seine innovativen Arbeiten zur Biosynthese von biologisch relevanten Naturstoffen. Dazu zählen vor allem die Synthese von Kirromycin und Pristinamycin. Sie spielen eine wichtige Rolle in der Antibiotika-Forschung.

Er hat außerdem ein neues Software-Tools entwickelt, mit dem – ausgehend von der Genomsequenz eines Mikroorganismus – vorhergesagt werden kann, welches Potential dieser für die Naturstoffsynthese besitzt, welche Bausteine dazu verwendet werden und wie die Struktur der neuen Naturstoffe aussehen könnte. Damit ist Tilmann Weber ein Brückenschlag zwischen der Bioinformatik und der Molekularbiologie der Naturstoff-Biosynthese gelungen. Die Synthese kann nun gezielt auf medizinisch relevante Fragestellungen ausgerichtet werden.

Mit dem Nachwuchswissenschaftler-Preis für Naturstoff-Forschung soll der Hochschullehrernachwuchs auf diesem Gebiet gefördert werden. Die Auszeichnung geht an herausragende junge Wissenschaftler, die mit richtungweisenden Arbeiten auf den verschiedenen Arbeitsfeldern der Naturstoff-Forschung hervorgetreten sind, insbesondere auf Grenzgebieten zwischen Chemie und Biologie.

Doktoranden-Preis für Naturstoff-Forschung

Anaerob lebende Bakterien waren bislang als Naturstoffproduzenten unbekannt. Swantje Behnken hat mit ihrer Promotionsarbeit am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena entscheidend dazu beigetragen, dieses verborgene Synthesepotenzial der unter Ausschluss von Sauerstoff lebenden Bakterien zu nutzen. Ihre Arbeiten führten zur Entdeckung der ersten Naturstoffe aus anaeroben Bakterien, darunter das strukturell ungewöhnliche Antibiotikum Closthioamid. Dieses könnte in Zukunft gegen multiresistente Staphylokokken eingesetzt werden.

Mit dem Doktoranden-Preis wird der Nachwuchs auf dem Gebiet der Naturstoff-Forschung gefördert. Die Auszeichnung geht an junge Wissenschaftler mit herausragenden Promotionsarbeiten auf den Arbeitsfeldern der Naturstoff-Forschung.

Die Ausschreibungsrichtlinien für die Naturstoffpreise 2014 sind unter http://www.dechema.de/ehrungen zu finden.
Bewerbungsvorschläge können bis zum 15. November 2013 eingereicht werden bei:
Dr. Dirk Holtmann, DECHEMA e.V., Postfach 15 01 04, 60061 Frankfurt am Main

Dr. Christine Dillmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.dechema.de/ehrungen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie