Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Würdigung für FH-Krebsforschung

16.11.2009
MIT FLEISS ZUM PREIS: KREBSFORSCHUNG VON FH-ABSOLVENTEN AUSGEZEICHNET

BM HAHN EHRT EXZELLENTEN ABSOLVENT DES FH-STUDIUMS FÜR MOLEKULARE BIOTECHNOLOGIE DER FH CAMPUS WIEN MIT DEM WÜRDIGUNGSPREIS 2009

Der Würdigungspreis 2009 des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung geht erneut an eine/n AbsolventIn des FH-Studiums für Molekulare Biotechnologie der FH Campus Wien, DI (FH) Christoph Datler. Dieser erhält den Würdigungspreis für seine ausgezeichneten Studienleistungen und insbesondere seine exzellente Diplomarbeit zum Thema Chemotherapieresistenz bei Eierstockkrebs. Diese Leistungen haben dem Österreicher inzwischen bereits den Pfad für eine internationale Karriere geebnet: Heute ist er Krebsforscher am Imperial College London - einer der Top-10-Universitäten weltweit.

Der Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, Dr. Johannes Hahn, ehrt heuer wieder die besten Hochschul-AbsolventInnen des Landes für exzellente und besonders herausragende Leistungen im Rahmen ihres Studiums. Einen der begehrten fünf Preise für den Fachhochschul-Bereich im Gesamtwert von EUR 10.000 erhält DI (FH) Christoph Datler. Mit seiner Auszeichnung geht der Würdigungspreis bereits zum zweiten Mal an eine/n AbsolventIn des Studiums Molekulare Biotechnologie der FH Campus Wien.

Geehrt wird DI (FH) Datler neben seinen Studienleistungen insbesondere für seine Diplomarbeit unter dem Titel "Evaluierung der Rolle von STAT1 in der cytotoxischen Wirkung Platin-basierender Chemotherapie bei ovariellem Krebs". In dieser untersuchte er, warum und wann Eierstockkrebs resistent gegen Chemotherapien wird und kam dabei zu wesentlichen Erkenntnissen.

STA(R)T FÜR EFFIZIENTE THERAPIE
"60 bis 80 Prozent aller Eierstockkrebs-Patientinnen, bei denen eine Chemotherapie zunächst wirkt, erleiden einen Rückfall. In der Folge spricht der Tumor bei einer weiteren Behandlung oftmals nicht mehr auf das Chemotherapeutikum an. Der Tumor ist resistent geworden, was die 5-Jahres-Überlebensrate der betroffenen Patientinnen auf unter 30 Prozent senkt. Wir wollten wissen, warum es zu dieser Resistenz kommt", erläutert DI (FH) Datler den Fokus seiner Diplomarbeit und führt fort: "Die Untersuchungen haben gezeigt, dass das Protein STAT 1 nicht nur entscheidend für die Therapie-Resistenz von Eierstock-Tumoren, sondern auch ein tatsächliches Zielmolekül für effizientere Kombinationstherapien ist." Nicht zuletzt für diese herausragenden Erkenntnisse auf dem Gebiet der Krebsforschung erhält DI (FH) Datler nun den Würdigungspreis 2009.
LONDON CALLING
Die außergewöhnlichen Leistungen während des FH-Studiums der Molekularen Biotechnologie an der FH Campus Wien und die Leidenschaft von DI (FH) Datler für die Krebsforschung haben auch den Weg für seinen weiteren internationalen Karrierepfad geebnet: Bereits während seiner Diplomarbeit hat er am Imperial College London - eine der Top-10-Universitäten weltweit - geforscht und nach dem Studienabschluss sofort ein Angebot für eine Forschungstätigkeit im Rahmen eines Phd-Studiums ebendort bekommen. Heute erforscht er, warum aggressive, therapieresistente Brustkrebstumore Apoptose-resistent sind - also warum sich bei ihnen nicht wie in anderen Fällen der Zelltod durch das Chemotherapeutikum einleiten lässt - und wie man diese trotzdem zum "Selbstmord" anregen könnte. Dabei untersucht er speziell Proteinkomplexe, welche in den Mitochondrien lokalisiert sind.

Mit DI (FH) Datler erhält bereits der/die zweite AbsolventIn des FH-Studiums für Molekulare Biotechnologie der FH Campus Wien den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung. Die Leiterin des FH-Studiums für Molekulare Biotechnologie und gleichzeitig Leiterin des Dept. für Applied Life Science der FH Campus Wien, FH-Prof. Dr. Bea Kuen-Krismer, freut sich über den Erfolg ihrer AbsolventInnen: "Bereits im Jahr 2007 hat eine unserer ehemaligen Studierenden, DI (FH) Christina B. Planitzer, den Würdigungspreis erhalten. Dass die Wahl der Jury des Österreichischen Fachhochschulrats und der Jury der Österreichischen Fachhochschulkonferenz nun wieder auf einen unserer Absolventen bzw. eine unserer Absolventinnen fällt, erfüllt uns mit großer Freude und macht uns sehr stolz. Dies ist natürlich in erster Linie ein persönlicher Erfolg unserer ehemaligen Studierenden, reflektiert aber in weiterer Folge für uns auch das hohe Niveau unserer Ausbildung, welche den Studierenden das ideale Rüstzeug für die zukünftige Karriere gibt".

Kontakt:
FH-Prof. Dr. Bea Kuen-Krismer
Leiterin FH-Studium Molekulare Biotechnologie, Dept. Leiterin Applied Life Science FH Campus Wien Campus Vienna Biocenter 2 1030 Wien M +43 / 699 / 88 44 95 56 E bea.kuen@fh-campuswien.ac.at W http://www.fh-campuswien.ac.at
Redaktion & Aussendung:
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung Campus Vienna Biocenter 2 1030 Wien T +43 / 1 / 505 70 44 E contact@prd.at W http://www.prd.at

Michaela Fritsch | PR&D
Weitere Informationen:
http://www.fh-campuswien.ac.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie