Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Welches sind die „Sechs Ostseewunder“? − Greifswalder Wissenschaftler starten Wettbewerb

30.04.2012
Das Institut für Geographie der Universität Greifswald hat den Wettbewerb „Die sechs Ostseewunder“ gestartet.
Damit soll der Ostseeraum als eine gemeinsame Region sichtbar gemacht werden, auch über seine formalen Grenzen hinaus. In dem Online-Wettbewerb sollen die populärsten Stätten bzw. Merkmale ermittelt und damit das reichhaltige Natur- und Kulturerbe insgesamt stärker bekannt gemacht und beworben werden. Der Wettbewerb ist Teil des internationalen Projektes AGORA 2.0, das von den Greifswalder Wissenschaftlern geleitet wird.

Welche Stätten bzw. Merkmale haben das Potenzial, als beliebteste ausgewählt zu werden? Die Antworten auf diese Frage sind sicher nicht nur für Wissenschaftler interessant. In der Abstimmung via Internet können Interessierte ihre sechs Favoriten aus 65 Kandidaten auswählen. Es können zwei Kandidaten für die Kategorie Naturerbe und vier für Kulturerbe gewählt werden, darunter nicht mehr als zwei aus dem jeweils eigenen Land des Nutzers. Die Internetadresse für den Wettbewerb lautet: www.6-bsr-wonders.net. Die Kandidaten für die Abstimmung wurden aus dem offiziellen Kooperationsgebiet des Ostseeraum-Programms 2007 − 2013 ausgewählt. Dieses Programm schließt die Länder Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Weißrussland, die nördlichen Ostseeanrainerländer Deutschlands und Teile Russlands wie Kaliningrad, Karelien und die St. Petersburg-Region ein. Nach drei Runden werden am 8. November 2012 die gewählten „Sechs Ostseewunder“ in Sopot (Polen) durch Vertreter der Baltic Sea Tourism Commission (BTC) ausgezeichnet. Die Gewinner des Wettbewerbes werden zu dieser Veranstaltung eingeladen.

„Der Ostseeraum hat nicht nur eine lange, gemeinsame Geschichte aufzuweisen, sondern bietet auch zahlreiche natürliche und kulturelle Schätze. Dennoch scheint es, dass sich die Einwohner seiner Schönheit und Einzigartigkeit nicht bewusst sind. Alle bisherigen Untersuchungen kamen zu dem Schluss, dass es im Ostseeraum keine gemeinsame Identität gibt. Aber wie sah es beispielsweise im Mittelmeerraum aus? Hat dort von Anfang an alles optimal funktioniert? Ist es nicht eher so, dass die Länder Schritt für Schritt eine Zusammenarbeit aufbauen müssen, damit ihre Bürger die vorhandenen Gemeinsamkeiten wieder erkennen und bewusst wahrnehmen können? Immerhin, im vergangenen Jahrhundert gab es lange Perioden von Kriegen, Klassenkampf und gegensätzlichen politischen Systemen. Das hinterlässt Spuren in den Köpfen der Menschen. AGORA 2.0 möchte einen Beitrag leisten, dieses Thema auf die Tagesordnung zu bringen und die Akteure der Region dafür zu sensibilisieren. Wir wissen, dass zukünftige Identitätsträger nicht einfach übergestülpt werden dürfen, sondern dass diese von den Akteuren und der Bevölkerung akzeptiert und gegenüber Touristen authentisch und aktiv kommuniziert werden müssen. Deshalb haben wir den Weg des Online-Votings gewählt, um breite Teile unterschiedlicher Bevölkerungsschichten ansprechen zu können − sozusagen als einen Ansatz von unten nach oben“, das erklärt Zitatgeber Professor Wilhelm Steingrube, Projektleiter und Lehrstuhlinhaber für Wirtschafts- und Sozialgeographie.

Im Gegensatz zu dieser Suche nach einzigartigen Merkmalen, fragt eine andere Online-Untersuchung: „Was haben wir gemeinsam − im ganzen Ostseeraum“? Hier fordern die Wissenschaftler dazu auf, einen Online-Fragebogen auf www.bsr-identity.net auszufüllen. Sie können alle Sprachen wählen, die rings um die Ostsee gesprochen werden. Die Teilnahme dauert nur wenige Minuten − hilft jedoch, seriöse, wertvolle Ergebnisse zu erzielen. Hintergrund dieser Untersuchung ist, die Gemeinsamkeiten der Ostseeregion stärker herauszuarbeiten und die Entwicklung einer gemeinsamen Identität zu unterstützen. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in ein Identitätsprofil einfließen, welches durch die Greifswalder Geografen entwickelt wird. Es wird nicht die eine Lösung für die Region geben, sondern mehrere parallele Ansätze für unterschiedliche touristische Zielgruppen. Im November 2012 werden die Ergebnisse im Rahmen des 5. Baltic Sea Tourism Forum den Tourismusfachleuten vorgestellt.

Beide Aktivitäten wurden durch das Projekt AGORA 2.0 initiiert. 22 Partnerorganisationen aus zehn Ländern kooperieren für die Stärkung einer gemeinsamen Identität im Ostseeraum und die weitere Entwicklung eines nachhaltigen Natur- und Kulturtourismus.

Ansprechpartner an der Universität Greifswald
Betina Meliss
Institut für Geographie und Geologie
Makarenkostraße 22, 17487 Greifswald
Telefon 03834 86-4541
meliss@uni-greifswald.de

Projektleitung
Prof. Dr. Wilhelm Steingrube
Institut für Geographie und Geologie
Wirtschafts- und Sozialgeographie
Makarenkostraße 22, 17487 Greifswald
Telefon 03834 86-4540
steingru@uni-greifswald.de
Weitere Informationen:

http://www.6-bsr-wonders.net/
Online-Wettbewerb

http://www.yepat.uni-greifswald.de/survey/
Online-Fragebogen zur Identität

http://www.facebook.com/pages/The-Six-Baltic-Sea-Wonders/153560031430687
Baltic Sea Wonders auf Facebook

http://www.facebook.com/pages/AGORA-20/152099401537221
AGORA 2.0 auf Facebook

http://eu.baltic.net/
stseeraum-Programm 2007-2013

http://www.balticsea.com/showpage.asp?pageID=2
Baltic Sea Tourism Commission (BTC)

Babette Verclas | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-greifswald.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die turbulente Atmosphäre der Venus

25.07.2017 | Physik Astronomie

SEEDs – Intelligente Batterien mit zellinterner Sensorik

25.07.2017 | Energie und Elektrotechnik

Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

25.07.2017 | Physik Astronomie