Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weitere vier Jahre für Staphylokokken-Forschung

17.06.2014

Wissenschaft gegen Antibiotikaresistenzen: Deutsche Forschungsgemeinschaft verlängert überregionalen Sonderforschungsbereich der Universitäten Greifswald, Münster, Tübingen und Würzburg.

Der seit 2006 bestehende Sonderforschungsbereich Transregio „Pathophysiologie der Staphylokokken in der Post-Genom-Ära“ wird weitere vier Jahre gefördert. Der Forschungsverbund, zu dem Arbeitsgruppen der Universitäten Greifswald, Münster, Tübingen und Würzburg gehören, wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erneut positiv begutachtet und erhält bis 2018 mehr als zehn Millionen Euro Fördermittel. Sprecher des SFB an der Universität Tübingen ist Professor Andreas Peschel (Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin Tübingen).

Die Wissenschaftler des SFB Transregio erforschen das Bakterium Staphylococcus aureus. Dieses gilt als eine der häufigsten Ursachen bakterieller Erkrankungen weltweit und entwickelt immer wieder Resistenzen gegen zunächst wirksame Antibiotika ‒ eine Entwicklung, die Wissenschaftler als eine der größten Gesundheitsbedrohungen des 21. Jahrhunderts ansehen.

Um Staphylokokken-Infektionen in Zukunft erfolgreicher beherrschen und bekämpfen zu können, wollen die Wissenschaftler die molekularen Vorgänge in verschiedenen Phasen einer Staphylokokken-Infektion besser verstehen.

In dem überregionalen Sonderforschungsbereich sind Arbeitsgruppen aus vier Universitäten vertreten, deren Forschungsschwerpunkte in der funktionellen Genomforschung und Proteomanalyse von Mikroorgansimen (Universität Greifswald) sowie der Physiologie und Wirtinteraktion (Universität Tübingen) und der Infektionsbiologie von Staphylokokken (Universitäten Münster und Würzburg) liegen.

In Tübingen sind die Arbeitsgruppen von Professor Friedrich Götz, Professor Andreas Peschel, Professor Christiane Wolz, Dr. Christopher Weidenmaier, Dr. Dorothee Kretscher (Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin) und Professor Thilo Stehle (Biochemie) beteiligt.

Die zentrale Fragestellung war der vorher wenig beachtete Zusammenhang zwischen der Physiologie des Erregers und dem Infektionsverlauf. In der dritten Förderperiode will der Verbund neu entwickelte Techniken nutzen, um das vielgestaltige Zusammenspiel des Bakteriums mit seinem menschlichen Wirt zu untersuchen und Grundlagen für neue Präventions- und Therapieverfahren zu erarbeiten.

Dazu sollen zentrale Prozesse der Bakterienzelle sowie Anpassungsmechanismen des Bakteriums aber auch die zellulären und molekularen Reaktionen des Körpers entschlüsselt werden.

Kontakt:
Prof. Dr. Andreas Peschel
Universität Tübingen
Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin Tübingen (IMIT)
Telefon +49 7071 29-81515
andreas.peschel[at]med.uni-tuebingen.de

Weitere Informationen:

http://www.medizin.uni-tuebingen.de/Forschung/Forschungsverb%C3%BCnde/Sonderfors...
http://www.medizin.uni-tuebingen.de/ZellMolMikrobiol
http://www.staphaureus.org/

Antje Karbe | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie