Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weimars Geisteswissenschaften auf dem Weg zur Exzellenz

18.06.2009
Das Internationale Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) der Bauhaus-Universität Weimar erhält eine Forschungsförderung über 1,3 Millionen Euro

Die Bauhaus-Universität Weimar kann auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften erneut einen großen Erfolg verbuchen. In seinem Landesprogramm "ProExzellenz" fördert der Freistaat Thüringen die geisteswissenschaftliche Forschung mit einer Summe in Höhe von 1,3 Millionen Euro, das hat gestern, am 17. Juni 2009, das Thüringer Kultusministerium entschieden.

Mit der Förderung soll das im Juni 2008 eröffnete geisteswissenschaftliche Kolleg weiter ausgebaut werden. Zu den bestehenden Forschungseinrichtungen des Kollegs sollen zwei weitere Fellow-Programme hinzukommen, ein Junior-Fellow-Programm sowie ein Research-Fellow-Programm. Im Rahmen dieser Programme werden vier Doktoranden und vier Postdoktoranden unter der Leitung von zwei neuen Juniorprofessuren das Forschungsprogramm des IKKM ergänzen. Die Juniorprofessuren werden an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar angesiedelt sein und werden dort auch nach Ablauf der Förderung erhalten bleiben.

Das Junior-Fellow-Programm soll für Doktorandinnen und Doktoranden eingerichtet werden. Unter dem Thema "Theorie und Geschichte kinematographischer Objekte" werden sich die Doktoranden mit der besonderen Rolle der Dinge im Film auseinandersetzen. Dies geschieht in der Absicht, die Dinge nicht mehr hauptsächlich in ihrer Beziehung zu den Menschen zu begreifen, wie das in der Filmtheorie oft geschehen ist. Im Film treten Dinge auf besondere Weise hervor: etwa als Großaufnahme oder im Kontext von Ausstattungs- und Dekorfilmen. Es wird erwartet, dass sich hier ausgehend vom beispielhaften Fall des Films das Verhältnis von Menschen und Dingen überhaupt neu konturieren lässt. Das Programm wird inhaltlich geleitet von der an der Fakultät Medien neu zu besetzenden Juniorprofessur "Geschichte und Theorie der Bildmedien".

Das Research-Fellow-Programm soll Postdoktoranden nach Weimar holen, die sich mit dem Thema "Werkzeuge des Entwerfens" beschäftigen. Dabei geht es zum einen um eine kritische Revision des Begriffs des Werkzeugs aus der Perspektive neuerer Erkenntnisse und Problematisierungsansätze der Kulturtechnikforschung. Zum anderen wird es hier um den Begriff des Entwerfens als einer Kulturtechnik gehen, die dem neuzeitlichen Subjektbegriff als einem aktiv in der Welt handelnden, schöpferischen, hervorbringenden Subjekt zugrunde liegt. Das Entwerfen erscheint hierbei als jene besondere Tätigkeit, die dem entdeckenden, forschenden, schöpferischen und zukunftsoffenen Subjekt als dessen Bedingung vorausgeht. Das Programm wird durch die Juniorprofessur für "Medien des Entwerfens" geleitet, die ebenfalls an der Fakultät Medien neu einzurichten ist.

Das IKKM ist eine Forschungseinrichtung der Bauhaus-Universität Weimar, die mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 2008 gegründet wurde. Das Kolleg beruht auf dem Fellowprinzip, d.h. in jedem Semester werden bis zu zehn namhafte internationale Geisteswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler nach Weimar geladen, die hier ein wissenschaftliches Projekt bearbeiten, das im Kontext des Forschungsprogramms des IKKM steht.

Claudia Weinreich | idw
Weitere Informationen:
http://www.ikkm-weimar.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht 1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext
20.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops