Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vom Material zur Innovation – BMBF fördert Materialforschung mit 100 Millionen Euro jährlich

20.03.2015

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das neue Forschungsrahmenprogramm „Vom Material zur Innovation“ veröffentlicht. Mit dem Programm will das BMBF neue Impulse für die Querschnittstechnologie Materialforschung setzen, um den Innovationsstandort Deutschland zu fördern. Der Projektträger Jülich (PtJ) setzt das Programm im Auftrag des BMBF um.

Die Materialforschung ist eine der entscheidenden Schlüsseltechnologien, wenn es um die künftige Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit Deutschlands geht. Sie ist die treibende Kraft für vielfältige Innovationen in nahezu allen Technik- und Lebensbereichen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) investiert deshalb innerhalb der nächsten 10 Jahre rund 100 Millionen Euro pro Jahr in die Werkstofftechnologien. Heute stellte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka das Forschungsrahmenprogramm „Vom Material zur Innovation“ der Öffentlichkeit vor.

Ziele des Programms sind die Stärkung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit durch werkstoffbasierte Produkt- und Verfahrensinnovationen, die Berücksichtigung des gesellschaftlichen Bedarfs an Werkstoffentwicklungen, die Schaffung von Anreizen für mehr Forschung in den Unternehmen, der Ausbau einer umfassenden industriellen und institutionellen Material- und Fertigungskompetenz sowie die Qualifizierung von wissenschaftlichem Nachwuchs.

Die Förderkonzepte adressieren sowohl spezifisch auf Anwendungsfelder ausgerichtete Werkstoffentwicklungen, als auch Werkstoffplattformen mit breiten Anwendungsmöglichkeiten. Ebenso findet die Fertigungstechnik bei der Herstellung und Verarbeitung innovativer Werkstoffe Berücksichtigung. Das Förderprogramm deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab: von der Herstellung der Grundstoffe über die Verarbeitung der Werkstoffe bis zur Anwendung in Bauteilen und Systemen.

Das BMBF strebt mit dem Programm vor allem interdisziplinäre Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere unter Einbindung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), an. Die Ergebnisse der geförderten Projekte sollen direkt für konkrete Produkte und Verfahren verwertet werden können. Als Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung orientiert sich das Programm am Leitbild der Nachhaltigkeit.

Das BMBF fördert die Materialforschung seit den 1970er Jahren. Das neue Programm „Vom Material zur Innovation“ wird das bisherige Rahmenprogramm „Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft – WING“ ablösen und neue Impulse geben. Details zum neuen Programm werden Ende April 2015 auf der Konferenz „i-WING-2015“ vorgestellt. Der Projektträger Jülich (PtJ) setzt die Programme im Auftrag des BMBF fachlich wie administrativ um.

Über den Projektträger Jülich
Als einer der großen Projektträger in Deutschland ist der Projektträger Jülich Partner für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Mit seinen Kompetenzen im Forschungs- und Innovationsmanagement unterstützt er seine Auftraggeber in Bund und Ländern sowie die Europäische Kommission bei der Realisierung ihrer forschungspolitischen Zielsetzungen. Förderinteressenten und Antragsteller berät er über aktuelle Förderinitiativen und betreut sie bei der Vorbereitung und Umsetzung ihrer Vorhaben.

Ansprechpartner/in bei PtJ:
Dr. Katja Stephan
Telefon: 02461 61-2264
E-Mail: k.stephan@fz-juelich.de

Weitere Informationen:

http://www.ptj.de/werkstoffinnovationen

Anne Nikodemus | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)
26.05.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften