Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vier Millionen Euro nach Augsburg für mehr Lebensqualität und Gesundheit vor Ort

10.02.2014
Mit dem Projektverbund FISnet ist Augsburg/Schwaben als einzige bayerische Region unter den Gewinnern des BMBF-Wettbewerbs „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“.

Unter Federführung der Universität Augsburg werden nun gemeinsam mit zahlreichen Partnern in den nächsten vier Jahren kooperative Dienstleistungsnetzwerke für die gesundheitliche Prävention im Altersübergang aufgebaut.

Entgegen der weitverbreiteten Defizitperspektive auf das Alter und mit Blick auf die zukünftigen Herausforderungen der ‚alternden Gesellschaft‘ wird das Verbundprojekt „Flexible and Individualized Service Networks“, FISnet, in Augsburg/Schwaben Konzepte für Menschen im Altersübergang entwickeln. Für diese Lebensphase rund um den Austritt aus dem aktiven Erwerbsleben und der daran anschließenden Zeit des sog. ‚Dritten Lebensalters‘ entstehen regionale präventive, niederschwellige Dienstleistungsnetzwerke mit einem Mix an innovativen Vernetzungsformen und neuen Angeboten. Sie sollen die vielfältigen individuellen Bedürfnisse und Bedarfe älte-rer Menschen flexibel, gebündelt und den jeweiligen Lebenssituationen angemessen adressieren.

Mit dieser Idee setzte sich das Verbundvorhaben im Rahmen des bundesweiten BMBF-Wettbewerbs „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“ soeben unter 78 Bewerbern als einziger bayerischer Teilnehmer durch und zählt nun zu den fünf ausgewählten Entwicklungsprojekten, die mit einer Förderung von jeweils ca. vier Millionen Euro auf vier Jahre in die Umsetzung gehen können. Der Wettbewerb zeichnete angesichts des demografischen Wandels besonders vielversprechende regionale Netzwerke aus, die präventive und soziale Konzepte für mehr Lebensqualität und Gesundheit entwickeln und erproben werden. Die Ergebnisse werden zukünftig als Modell für andere Regionen in Deutschland dienen.

„Wir wollen zeigen, dass Regionen auch in Zukunft sehr lebenswerte Bedingungen vor Ort schaffen und erhalten können. Es geht um gesellschaftliche Teilhabe in allen Phasen des Lebens. Gesundheitsversorgung, Mobilität und altersgerechte Dienstleistungen müssen dafür an veränderte gesellschaftliche Strukturen angepasst, vernetzt und neu konzipiert werden“, sagt dazu Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Unter Federführung der Universität Augsburg und gemeinsam mit den Mitantragstellern, dem Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung München (ISF), dem Internationalen Institut für Empirische Sozialökonomie (INIFES) sowie den Hochschulen für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm und Kempten, werden in der Region in den kommenden vier Jahren die vorhandenen Bedarfe, Bedürfnisse sowie bestehende Angebote für präventive Gesundheitsdienstleistungen im Altersübergang zunächst wissenschaftlich untersucht, um dann gemeinsam mit der Praxis modellhaft kooperative Dienstleistungsnetzwerke aufzubauen und zu verstetigen.

Neben den Antragstellern aus der Wissenschaft beteiligen sich zahlreiche regionale Partner aus den Bereichen Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Medizin, Bildung und bürgerschaftliches Engagement, darunter manroland, Stadtsparkasse Augsburg, Förderagentur Augsburg, Bezirk Schwaben, Landratsamt Augsburg, Stadt Augsburg, Gesundheitsamt Augsburg, Bayerische Gesundheitsregion Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung, DRV Schwaben, Klinikum Augsburg, Caritas Augsburg, AOK Bayern, SIC, VHS Augsburg und VHS Aichach-Friedberg, BBZ, Kompetenznetzwerk „Gesunder Mensch“ e.V. und Bündnis für Augsburg.

„Mit unserer gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsarbeit“, so der Soziologe Prof. Dr. Werner Schneider, Universität Augsburg, der das Projekt als Verbundkoordinator leitet, „wollen wir die Region Augsburg/Schwaben zu einer ‚Gesundheits- und Dienstleistungsregion von morgen‘ machen, die den Herausforderungen des demografischen Wandels in einer individualisierten, pluralisierten Gesellschaft gewachsen ist.“

Mehr Informationen:

Pressemitteilung des BMBF zu den Ergebnissen des Wettbewerbs „Gesundheits- und Dienstleistungsregion von morgen“

http://www.bmbf.de/press/3565.php

Kurzkonzept (Faktenblatt) zum Verbundprojekt FISnet
http://www.bmbf.de/pubRD/Faktenblatt_Augsburg_final.pdf
Zum Thema Gesundheitsforschung im BMBG
http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/index.php
Projekthomepage
http://www.fisnet.info/
http://projekt-fisnet.de/
Kontakt:
FISnet-Verbundkoordinator
Prof. Dr. Werner Schneider
Soziologie mit Berücksichtigung der Sozialkunde
Universität Augsburg
Universitätsstraße 10
86135 Augsburg
Telefon: 0821/598-5570
werner.schneider@phil.uni-augsburg.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-augsburg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie