Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Berlin: 11 Millionen Euro für optische Technologien

04.12.2015

DFG bewilligt dritte Förderphase für den Sonderforschungsbereich „Halbleiter-Nanophotonik“

Der Sonderforschungsbereich „Halbleiter-Nanophotonik: Materialien, Modelle, Bauelemente“ (SFB 787) der TU Berlin geht in die dritte Phase: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den SFB 787 von 2016 bis 2019 für weitere vier Jahre mit über 11 Millionen Euro.

„Dies ist eine große Anerkennung für die sehr erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre, in denen der SFB 787 auch einen wesentlichen Beitrag zur Profilbildung der TU Berlin geleistet hat. In der dritten Förderperiode möchten wir mit unserer Arbeit Berlins führende Stellung im Bereich der Halbleiter-Photonik-Forschung in Deutschland und Europa weiter festigen“, sagt Prof. Dr. Michael Kneissl zum Erfolg. Kneissl forscht am Institut für Festkörperphysik der TU Berlin und ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs.

Das Forschungsspektrum reicht von der Entwicklung von Qubit-Emittern für die absolut sichere Datenübertragung mittels Quantenkryptographie über energieeffiziente Nanolaser für Multi-Tera-Bus-Verbindungen und ultraschnelle Datenkommunikationssysteme bis hin zu Hochleistungslaserdioden im fernen ultravioletten Spektralbereich für die Materialbearbeitung und Anwendungen in der medizinischen Diagnostik.

„Es freut mich besonders, dass die DFG in der dritten Phase auch das neu vorgeschlagene integrierte Graduiertenkolleg – die School of Nanophotonics – fördern wird“, erklärt Prof. Dr. Michael Kneissl. Die Förderung der wissenschaftlichen Unabhängigkeit, die Erlangung überfachlicher Kompetenzen, internationale Sichtbarkeit und wissenschaftlicher Austausch sind wichtige Bausteine des neuen Kollegs. „Mit unserem Netzwerk bieten wir beste Bedingungen für die strukturierte Promotionsförderung“, so Kneissl. Derzeit hat die School of Nanophotonics mehr als 80 Doktorandinnen und Doktoranden.

Photonics ist einer der am schnellsten wachsenden Industriezweige in Europa. Alleine in Deutschland sollen bis zum Jahr 2020 mehr als 30.000 neue Arbeitsplätze im Bereich optischer Technologien entstehen – für die Doktorandinnen und Doktoranden also ein aussichtsreiches Berufsfeld. Auch der SFB-Themenschwerpunkt Entrepreneurship bietet ihnen weitere Möglichkeiten der Verzahnung von Theorie und Praxis.

In den vergangenen vier Jahren erzielte der SFB 787 mit den Ausgründungen UV Photonics NT GmbH und Sicoya GmbH erste Erfolge. Die Inkubatoraktivitäten des SFB 787 beschränken sich aber nicht nur auf Ausgründungen, sondern zeigen sich auch in der Zusammenarbeit mit Industriepartnern in Berlin, Deutschland und weltweit. „Gerade für einen anwendungsnah forschenden Sonderforschungsbereich ist der Transferaspekt sehr wichtig“, erläutert Prof. Kneissl. Darum ist es auch ein wichtiges Ziel, in der kommenden Förderphase Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung mit Industriepartnern bis zur Anwendung weiterzuentwickeln.

Über den Sonderforschungsbereich 787

Im SFB 787 „Halbleiter-Nanophotonik: Materialien, Modelle, Bauelemente“ forschen mittlerweile mehr als 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Disziplinen Physik, Mathematik, Materialwissenschaften und Elektrotechnik in 16 Teilprojekten an neuartigen photonischen und nanophotonischen Bauelementen. Am Sonderforschungsbereich sind die TU Berlin als Sprecherhochschule, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und eine Reihe von außeruniversitären Forschungseinrichtungen, das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik, das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut, das Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik und das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik beteiligt. Mit der dritten Förderungsbewilligung ergibt sich über die Gesamtlaufzeit von zwölf Jahren ein Fördervolumen von knapp 33 Millionen Euro, mit dem die Nanophotonik-Forschung an der TU Berlin und deren Partnern unterstützt wird.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Prof. Dr. Michael Kneissl
Technische Universität Berlin
Institut für Festkörperphysik der TU Berlin
Tel.: 030 314-22563
E-Mail: kneissl@physik.tu-berlin.de

Stefanie Terp | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/

Weitere Berichte zu: Bauelementen DFG Festkörperphysik Photonics SFB Sonderforschungsbereich

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Jenaer Wissenschaftler für Prostatakrebs-Forschung ausgezeichnet
11.12.2017 | Universitätsklinikum Jena

nachricht Alle Details im Blick – jederzeit und in Echtzeit
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Brände die Tundra langfristig verändern

12.12.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Gefäßregeneration: Wie sich Wunden schließen

12.12.2017 | Medizin Gesundheit