Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Thomas Wiegand erhält den Forschungspreis Technische Kommunikation 2013 der Alcatel-Lucent Stiftung

18.10.2013
Thomas Wiegand von der TU Berlin erhält heute den mit 20.000 Euro dotierten Forschungspreis Technische Kommunikation der Alcatel-Lucent Stiftung.

Der Nachrichtentechniker arbeitet mit seinem Team seit Jahren überaus erfolgreich an der Erforschung von Videoübertragung und war aktiv an der Entwicklung der aktuellen Standards für die Videocodierung beteiligt.

Thomas Wiegand leitet an der TU Berlin das Fachgebiet Bildkommunikation am Institut für Telekommunikationssysteme und ist gleichzeitig Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut (HHI).

Die Preisverleihung findet am Freitag, 18. Oktober 2013, um 17 Uhr in der Neuen Staatsgalerie in Stuttgart statt. Die Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung begründet die Vergabe des Preises an Thomas Wiegand mit seiner hohen wissenschaftlichen Exzellenz und der gleichzeitig umfassenden Anwendungsrelevanz seiner Arbeiten, die unmittelbar am Fokus der Stiftungsausrichtung, nämlich dem besseren Zusammenwirken von Mensch und Technik, ansetzen.

Das Kuratorium der Alcatel-Lucent Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zeichnet seit 1980 jährlich herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus, deren Forschungsarbeit einen wichtigen Beitrag zum Thema „Mensch und Technik in Kommunikationssystemen“ darstellt. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert.

Leistungsfähige Kompressionsverfahren für Videos

Komprimierte Videos machen heute mehr als die Hälfte des internationalen Datenverkehrs im Internet aus. Der nachhaltige Trend zu hochauflösenden Filmen, TV-Programmen im HD-Format und Videos in 3D sowie der starke Zuwachs videofähiger Geräte wie Smartphones und Tablets werden diese Tendenz weiterhin verstärken. All dies wäre ohne leistungsfähige Kompressionsverfahren nicht denkbar.

In den letzten zehn Jahren hat sich der Videokompressionsstandard H.264/MPEG-AVC durchgesetzt, an dessen Entwicklung Thomas Wiegand und sein Team maßgeblichen Anteil haben und der heute weltweit in über einer Milliarde Geräten verwendet wird. Und die Entwicklung geht weiter.

In den letzten Jahren wurde – wieder unter maßgeblicher Beteiligung von Wiegand und seinem Team – der Nachfolgestandard H.265/MPEG-HEVC entworfen, der seit Anfang 2013 verabschiedet ist und durch den die Möglichkeiten der Videokompression nochmals deutlich erhöht werden - H.265/MPEG-HEVC erzielt eine doppelt so starke Kompression wie H.264/MPEG-AVC. Erweiterungen an diesem neuen Standard wie höhere Bit-Tiefe, Skalierbarkeit und 3D werden 2014 folgen.

Preisverleihung am Freitag, 18. Oktober 2013

Das Kuratorium der Alcatel-Lucent Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zeichnet seit 1980 jährlich eine/n herausragende/n Wissenschaftler/in aus, deren/dessen Forschungsarbeit einen wichtigen Beitrag zum Thema „Mensch und Technik in Kommunikationssystemen“ darstellt. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Verleihung des Forschungspreises Technische Kommunikation 2013 findet am Freitag, 18. Oktober 2013, um 17 Uhr in der Neuen Staatsgalerie in Stuttgart statt. Kuratoriumsmitglied Andreas Goerdeler, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, wird die Laudatio halten. Professor Thomas Wiegand wird anschließend sein Forschungsgebiet in einem Kurzreferat vorstellen.

Die Festrede zum Thema “Innovationsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland“ wird Professor Henning Kagermann, Präsident der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) halten. Neben dem Forschungspreis Technische Kommunikation vergibt das Kuratorium im Rahmen des Festaktes zudem zwei Dissertationsauszeichnungen für Wirtschaftswissenschaftler/innen zum Themenkreis „Kommunikations- und Informationstechnik“.

Über die Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung

Die Alcatel-Lucent Stiftung ist eine gemeinnützige Förderstiftung für Wissenschaft. Sie behandelt über ein multidisziplinäres wissenschaftliches Netzwerk umfassende Fragestellungen der Informationsgesellschaft. Davon berührt sind neben den Aspekten der neuen breitbandigen Medien die Mensch-Technik-Interaktion, das E-Government, das Medien und Informationsrecht, der Datenschutz, die Datensicherheit, die Sicherheitskommunikation sowie die Mobilitätskommunikation. Alle mitwirkenden Disziplinen sind angesprochen, von Naturwissenschaft und Technik über die Ökonomie und Sozialwissenschaft bis hin zur Technikphilosophie.

Kontakt
Alcatel-Lucent Stiftung
Lorenzstraße 10
D-70435 Stuttgart
Telefon: 0711-821-45002
E-Mail: office@stiftungaktuell.de

Nicole Germeroth | idw
Weitere Informationen:
http://www.stiftungaktuell.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie