Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Therapie des Mundhöhlentumors verbessern: Hohe Auszeichnung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen aus Halle

13.07.2009
Die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) geht in diesem Jahr nach Halle.

Der Martin-Waßmund-Preis wurde gerade auf dem 59. Jahreskongress der Gesellschaft in Wien an Dr. Dr. Alexander Eckert (41) vergeben, welcher als Oberarzt an der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie (Direktor Professor Dr. Dr. Johannes Schubert) tätig ist.

Geehrt wurde er für seine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet eines der bösartigsten Tumore beim Menschen, dem Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde diese Ehrung erstmals an einen Wissenschaftler aus den neuen Bundesländern verliehen.

Diese Tumorart gehört zu den zehn häufigsten bösartigen Malignomen des Menschen. Trotz Fortschritten in der Diagnostik und Therapie scheint die 5-Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit in den vergangenen Jahrzehnten zu stagnieren. In zahlreichen Analysen konnte ein Zusammenhang zwischen der Entstehung eines Mundhöhlenkarzinoms und dem ausgeprägten Genuss von Alkohol und Tabak nachgewiesen werden. Ebenso hat eine schlechte Mundhygiene einen negativen Einfluss.

Alexander Eckert konnte in seiner Studie „Therapiestratifizierung des Mundhöhlenkarzinoms – Hypothese anhand endogener Hypoxiemarker“ nachweisen, dass es erhebliche Unterschiede im Verhalten des Mundhöhlenkarzinoms gibt. Ursächlich mit dem Tumorverhalten ist die Ausprägung von Hypoxie-assoziierten Genen verbunden, welche wiederum einen Einfluss auf die Prognose der Patienten besitzen. Dadurch könnte es möglich werden, die Behandlung der Patienten zu individualisieren und an das Aggressivität des Tumors anzupassen. Bisher wurden einheitliche, meist radikale Behandlungsmethoden wie Tumorentfernung, Chemotherapie und Bestrahlung angewendet. Das Aggressivitätsverhalten kann durch eine Gewebeprobe zu Beginn der Therapie festgestellt werden. Durch die Individualisierung der Behandlung könnte für viele Patienten eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität eintreten.

Jens Müller
Unternehmenskommunikation
Leiter und Pressesprecher
Universitätsklinikum Halle (Saale)
Medizinische Fakultät der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle (Saale)
Tel: (0345) 557-1032
Fax: (0345) 557-5749

Jens Müller | Universitätsklinikum Halle (Saal
Weitere Informationen:
http://www.uni-halle.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Kieler Forscher koordiniert millionenschweres Verbundprojekt in der Entzündungsforschung
19.01.2017 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Red Dot Design Award für die dormakaba 360°City App
09.12.2016 | Kaba GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie