Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Software-Cluster geht in die nächste Phase

28.08.2012
Die Grundlagen für die Unternehmenssoftware der Zukunft zu schaffen, ist das Ziel des Software-Clusters, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Spitzencluster-Wettbewerb ausgezeichnet hat.
Auf Empfehlung der internationalen Jury des Wettbewerbs wurde die zweite Förderphase für die Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft der Region rund um Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf nun freigegeben. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist im einzigen deutschen Software-Cluster an zwei Verbundprojekten beteiligt.

„Die Empfehlung der unabhängigen Jury ist eine Bestätigung der im Software-Cluster in den letzten zwei Jahren erzielten Erfolge und Fortschritte“, so Clustersprecher Professor Lutz Heuser, Chief Executive Officer der AGT Group. „Durch eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sind wir unserem Ziel, die Grundlagen für die Unternehmenssoftware von morgen zu schaffen, bereits einen großen Schritt näher gekommen. Ich bin mir gewiss, dass der Software-Cluster dem Vertrauen gerecht werden kann, das die Jury in uns legt, und wir in der nun folgenden zweiten Förderphase unseren Beitrag zur Stärkung des Industrie-Standorts Deutschland vollenden können.“ Der Empfehlung waren eine Prüfung der Ergebnisse und Strukturen sowie eine Befragung durch die Jury vorangegangen. Jetzt teilte der Projektträger Jülich im Auftrag des BMBF mit, dass die nächste Förderphase des Software-Clusters freigegeben wird. Damit steht von den 40 Millionen Gesamtförderung im Spitzencluster-Wettbewerb nun auch das letzte Drittel zur Verfügung.

Die Förderung im Rahmen des Spitzencluster-Wettbewerbs hat in den ersten zwei Jahren bereits zu einer Reihe von sehr guten Resultaten geführt. Durch die Zusammenarbeit von großen und kleinen Unternehmen sowie der Wissenschaft in der Region sind zahlreiche neue dauerhafte Kooperationen und Projekte entstanden, zudem sind im Bereich der wissenschaftlichen Grundlagenforschung zur Unternehmenssoftware von morgen bedeutende Fortschritte erzielt worden, messbar in den Publikationen und Patentanmeldungen des Software-Clusters. Für die Qualifikation von Fach- und Führungskräften wurde ein berufsbegleitender Zertifikatslehrgang „Emergente Software“ eingerichtet, ebenso kooperieren die Partner bei Zusatzzertifikaten in bestehenden Masterstudiengängen der Universitäten und beim Ausbau von Spitzenqualifikationen, wie beispielsweise im Bereich IT-Sicherheit. Die Cluster-Akteure haben zudem ihre Ressourcen für das internationale Cluster-Marketing gebündelt, um eine gemeinsame Marke zu etablieren, die für deutsche Qualität im Bereich Unternehmenssoftware steht. Der Software-Cluster hat so etwa dauerhafte Beziehungen zu Partner-Clustern in Südafrika, Brasilien, Korea oder China etablieren können. Gleichzeitig wirkt der Software-Cluster in die Region hinein: Über 150 Firmen haben sich seit Anfang 2012 als „Partner im Software-Cluster“ registriert.

Das KIT ist an den beiden Verbundprojekten „Grundlagen emergenter Software (EMERGENT)“ und „Innovative Dienstleistungen im zukünftigen Internet (InDiNet)“ beteiligt, außerdem an zwei Partner-Projekten: In „Peer Energy Cloud“ geht es um effizientes Energiemanagement mittels Cloud-Computing. Die Virtualisierung der Produktentstehung ist Thema des Vorhabens „Gekoppelte Unternehmensübergreifende Simulation Mobiler Arbeitsmaschinen“.

Das KIT ist am Software-Cluster aufgrund seiner herausragenden Informatik-Forschung und -Ausbildung im KIT-Schwerpunkt COMMputation beteiligt, vor allem mit dem Steinbuch Centre for Computing (SCC) und dem Karlsruhe Service Research Institute (KSRI). Insbesondere mit seiner Forschung zum Cloud Computing liefert das KIT entscheidende Impulse für ganz neue Formen von IT-Dienstangeboten: Sie werden eine bessere Kosteneffizienz und beschleunigte Innovationsprozesse in Unternehmen ermöglichen. Weitere Partner sind große deutsche Hersteller von Unternehmenssoftware wie IDS Scheer AG, SAP AG und Software AG sowie über 350 kleine und mittlere Unternehmen der Unternehmenssoftwarebranche sowie Forschungseinrichtungen.

Weitere Infomationen: www.software-cluster.com

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Weiterer Kontakt:

Margarete Lehné
Pressereferentin
Tel.: +49 721 608-48121
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail: margarete.lehne@kit.edu

Monika Landgraf | idw
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Forschungspreis „Transformative Wissenschaft 2018“ ausgelobt
16.02.2018 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Preis der DPG für superpräzisen 3-D-Laserdruck aus Karlsruhe
14.02.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Im Focus: Quantenbits per Licht übertragen

Physiker aus Princeton, Konstanz und Maryland koppeln Quantenbits und Licht

Der Quantencomputer rückt näher: Neue Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial von Licht als Medium, um Informationen zwischen sogenannten Quantenbits...

Im Focus: Demonstration of a single molecule piezoelectric effect

Breakthrough provides a new concept of the design of molecular motors, sensors and electricity generators at nanoscale

Researchers from the Institute of Organic Chemistry and Biochemistry of the CAS (IOCB Prague), Institute of Physics of the CAS (IP CAS) and Palacký University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Optiktage: Expertenwissen in zwei Konferenzen für die Glas- und Kunststoffoptikfertigung

19.02.2018 | Veranstaltungen

Konferenz "Die Mobilität von morgen gestalten"

19.02.2018 | Veranstaltungen

Von Bitcoins bis zur Genomchirurgie

19.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Die Zukunft wird gedruckt

19.02.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer HHI präsentiert neueste VR- und 5G-Technologien auf dem Mobile World Congress

19.02.2018 | Messenachrichten

Stabile Gashydrate lösen Hangrutschung aus

19.02.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics