Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Siemens gewinnt CSP Today Award

21.07.2010
Auszeichnung für Wettbewerbsfähigkeit des Solarfelds von CSP-Anlagen

Auf dem vierten CSP Today Summit in San Francisco, USA, hat Siemens Energy einen Preis für die Wettbewerbsfähigkeit seiner Solarthermie-Technologie (Concentrated Solar Power: CSP) erhalten.


Zwei Innovationen waren ausschlaggebend: das verbesserte optische Leistungsvermögen von Solarfeldern durch den neuen Solarreceiver UVAC 2010 sowie eine industrialisierte Fertigung beim Bau von Solarfeldern für Parabolrinnenkraftwerke.

„Dieser Preis unterstreicht unsere Technologieführerschaft bei der CSP-Technologie“, sagte Avi Brennmiller, CEO der Business Unit Solar Thermal Power von Siemens Energy. „Die Kosten für die Errichtung von solarthermischen Anlagen können mit Hilfe unserer optimierten Fertigung weiter gesenkt werden. Hocheffiziente Solarreceiver steigern die absorbierte Menge der Sonnenenergie und dadurch die Energieausbeute. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die Wettbewerbsfähigkeit von Solarthermie zu erhöhen.“

Der Preis für Wettbewerbsfähigkeit wurde von CSP Today verliehen, einem unabhängigen Unternehmen, das Informationen zum Thema CSP zur Verfügung stellt. Eine Jury anerkannter Branchenexperten hatte zunächst im Vorfeld die Finalisten der einzelnen Kategorien ausgewählt. Die Gewinner wurden durch eine Abstimmung der über 500 Konferenzteilnehmer in San Francisco ermittelt.

Siemens kann nun ein Solarfeld aus einer Hand anbieten, das modular aufgebaut ist und das auf automatisierte Prozesse und eine industrialisierte Fertigung zurückgreift. Beim Bau des Solarfelds in Lebrija, rund 60 Kilometer südlich von Sevilla, Spanien, sind hierfür viele wertvolle Erfahrungen gesammelt worden, die auf künftige Projekte übertragen werden können. So ist es nun beispielsweise möglich, einen Kollektor in nur 15 Minuten zu montieren. Für das 400.000 Quadratmeter große Spiegelfeld des 50-Megawatt-Kraftwerks Lebrija wurden 6.048 Kollektoren installiert mit jeweils 28 einzelnen Spiegeln pro Kollektor. Verglichen zu den in den 80er Jahren gebauten Solarfeldern in der Mohave-Wüste kann Lebrija um bis zu 50 Prozent mehr Elektrizität liefern.

Darüber hinaus haben die Receiver einen erheblichen Einfluss auf den Gesamtwirkungsgrad eines Parabolrinnenkraftwerks. Der neueste Solarreceiver von Siemens, der UVAC 2010, zeichnet sich aus durch seine hohe Absorptionsfähigkeit von Sonnenenergie sowie geringe Wärmeverluste (Emissivität) und eine vergrößerte Wirkfläche. Auf das Receiverrohr aufgedampfte Hightech-Beschichtungen minimieren den Wärmeverlust und erhöhen dadurch die Effizienz. Die vergrößerte Wirkfläche ermöglicht eine größere Sonnenbestrahlung und erhöht damit die absorbierte Menge an Sonnenenergie. Dadurch kann das optische Leistungsvermögen eines Solarfeldes verbessert und somit die Wirtschaftlichkeit der ganzen Anlagen erhöht werden.

Eva-Maria Baumann | Siemens Energy
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie